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Woidke verteilt Warnwesten an Erstklässler

Brandenburg an der Havel Woidke verteilt Warnwesten an Erstklässler

Gemeinsam mit Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident des Landes Brandenburg, überreichte der ADAC Berlin-Brandenburg Sicherheitswesten an rund 70 Erstklässler in der Brandenburg Theodor-Fontane-Grundschule. Doch damit hört die Verantwortung für die Schüler nicht auf.

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„Ich will auch eine“: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verteilt Warnwesten an Schüler.

Quelle: Rüdiger Böhme

Brandenburg/H. Erstklässler sollen sicherer zu Schule kommen. Unter dem Motto „Einfach sicher gehen“ startete deshalb am Mittwoch die Aktion in der Brandenburger Theodor-Fontane-Grundschule. Im Namen der ADAC Stiftung verteilten Manfred Voit, Vorstandsvorsitzender des ADAC Berlin-Brandenburg, und Martina Lund von der Deutschen Post Sicherheitswesten an knapp 70 Schulanfänger. Hierbei wurden sie unterstützt vom brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD).

„Es ist wichtig, Erstklässler auf ihrem Weg zur Schule zu schützen und sie für alle anderen Teilnehmer deutlich sichtbar zu machen“, sagte Woidke. Hierzu bitte er vor allem die Eltern, ihre Kinder nicht ohne Weste aus dem Haus gehen zu lassen, sei es beim Gang zur Schule, zum Spielplatz oder zum Sport.

„Mit der Weste gehen Kinder und Eltern einfach auf Nummer sicher“, sagte ADAC-Mann Voit. „Natürlich hat diese nur Sinn, wenn sie regelmäßig getragen wird und nicht nur zuhause in der Garderobe hängt“, appellierte auch er an die Eltern.

Lustiges Puppentheater zur Verkehrserziehung

Lustiges Puppentheater zur Verkehrserziehung.

Quelle: Rüdiger Böhme

Denn im bundesdeutschen Durchschnitt verunglückt alle 18 Minuten ein Kind im Straßenverkehr. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 28 547 Kinder auf den bundesdeutschen Straßen zu Schaden, 66 Kinder verloren ihr Leben. Das Land Brandenburg verzeichnete 997 Unfälle, in denen Kinder betroffen waren, zwei davon mit Todesfolge. Häufig kommt es zu Unfällen, da Autofahrer die jungen Verkehrsteilnehmer zu spät sehen. Sind die Kinder auch noch dunkel gekleidet, können Autofahrer meist zu spät oder gar nicht mehr reagieren. Mit den Sicherheitswesten aber sind die Kinder bereits aus 140 Metern deutlich zu erkennen, fünf Mal so weit wie bei Schülern ohne Weste. Die Verantwortung der Schulen höre mit dem Aushändigen der Sicherheitswesten jedoch nicht auf, sagte die Beteiligten.

Sylvia Endler, Leiterin der Theodor-Fontane-Grundschule, setzt Verkehrshelfer ein, deren Ausbildung ab der 4. Klasse beginnt. Außerdem wird im Rahmen des Sachunterrichts Verkehrserziehung gelehrt. Zu weiteren Aktionen der Schule gehören das Üben von unterschiedlichen Verkehrssituationen an einem Bus der Verkehrsbetriebe, als auch die Aktion „Achtung, Auto!“ im Verkehrsgarten der Wilhelm-Busch-Schule. In dieser beschäftigen sich die Schüler mit den Bremswegen von Kraftfahrzeugen. Unerlässlich sei aber grad für die jüngsten Schüler das Tragen der Sicherheitsweste. „Dies kann zwar nicht zur Pflicht gemacht werden, sollte aber zu einer Selbstverständlichkeit werden“, sagte die Lehrerin Nicht nur auf dem Schulweg, sondern auch in der Freizeit.

Im Rahmen der Aktion, die es seit acht Jahren gibt, werden bis Mitte September bundesweit 760 000 Sicherheitswesten an rund 16 000 Grundschulen verteilt, 21 000 Westen davon im Land Brandenburg.

Die Post liefert hierzu kostenlos rund 30 000 Pakete zu den Grundschulen in Brandenburg und den anderen Bundesändern. So konnten seit 2010 über sechs Millionen kostenlose Sicherheitswesten an Schulanfänger ausgegeben werden. „Aufgrund der Verantwortung unserer Auslieferer im Straßenverkehr beteiligen wir uns gerne an der Aktion für die Erstklässler“, sagte Martina Lund.

Von Tobias Wagner

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