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Brandenburg/Havel Wolf stürzt sich in Jeserig auf Kälbchen
Lokales Brandenburg/Havel Wolf stürzt sich in Jeserig auf Kälbchen
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18:43 17.05.2016
Isegrim hat wieder zugeschlagen. Quelle: Peter Geisler
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Jeserig

Wölfe sorgen mit ihren Raubzügen auch auf dem Gebiet der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) für Unruhe. So wurde in der Nacht zum Dienstag ein neugeborenes Kälbchen auf einer Weide unweit der Jeseriger Kläranlage gerissen. Dort halten Robby Bertz und sein Vater Hans-Jürgen eine Mutterkuhherde mit derzeit fünf Kälbern im Nebenerwerb. Das sechste Jungtier überlebte den Angriff nicht.

„Seit 1997 züchten wir Fleischrinder. Solch ein Drama haben wir hier noch nicht erlebt. Jetzt kommt der Wolf auch zu uns“, beklagt Hans-Jürgen Bertz den Verlust des Kälbchens. Ein Gutachter war am Dienstag vor Ort und bestätigte den Wolfsriss. Es wird davon ausgegangen, dass mindestens ein Wolf den Weidezaun überwunden hat. Um weitere Angriffe abzuwehren, müssten die Halter ihren drei Kilometer langen Zaun mit großem Aufwand und viel Geld wolfssicher machen.

Für Hubertus Fischer von den Groß Kreutzer Jägern kommt die Entwicklung nicht überraschend. Zusammen mit Klaus Mordhorst hat er bereits vor eineinhalb Jahren ein vom Wolf gerissenes Reh in der Gemarkung entdeckt. „Die Population nimmt überhand“ steht für den Waidmann fest.

Erst vor drei Wochen sickerte die Nachricht von zwei gerissenen Schafen auf dem Gelände der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung (LVAT) in Groß Kreutz durch. Geschäftsführer Detlef May wandte sich gegen Panikmache, bestätigte aber erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Unter anderem wurden Fotofallen installiert. In der LVAT Groß Kreutz als anerkannter Zuchtbetrieb wird neben Rindern eine große Mutterschafherde gehalten. Dazu kommt eine kleine Herde mit Burenziegen.

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