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Brandenburg/Havel Die erleuchtete Kastanie
Lokales Brandenburg/Havel Die erleuchtete Kastanie
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16:48 10.08.2018
Der Scheinwerfer, der die Kirche anstrahlt, durchdringt nicht das Laub der Kastanie. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die kleine Wuster Dorfkirche ist ein Schmuckstück, dient gleichzeitig als Gotteshaus und Kunstkirche, wird von der evangelischen Gemeinde und dem Verein Kulturwust betrieben. Ihr Turm wurde mit Mitteln der Europäischen Union saniert, das Kirchlein ist so schön, dass man es sogar nachts herzeigen kann.

Dafür sollen zwei Strahler sorgen, die mit einer Leistung von jeweils 3000 bis 5000 Watt Turm und Kirchenschiff in schönes Licht tauchen. Ein Beleuchtungskörper steht auf Kirchengrund, er tut brav seinen Dienst. Der andere steht auf kommunalem Boden direkt neben der Kita „Wuster Mäuse“, eingeklemmt zwischen einer Linde und einer Kastanie. Letztere ist ganz stattlich un dicht belaubt, so dass das Licht gar nicht mehr bis zur Kirche durchdringen kann. Aufgestellt wurden die Leuchten noch vor der Eingemeindung 2003 in die Stadt vom Amt Emster-Havel. Jeden Abend, wenn der Dämmerungsschalter die Straßenlaternen anschaltet, gehen auch die Strahler an.

Mittlerweile sind 15 Jahre vergangen, die Bemühungen von Ortsvorsteher Lothar Schmidt bei der Stadt, der „Schildbürgerei“ ein Ende zu setzen, hatten bislang keinen Erfolg. Bis es Schmidt im Juni bei der Beratung der Ortsvorsteher mit dem Oberbürgermeister offiziell macht. Er übergab drei Fotos von dem derzeitigen Beleuchtungszustand sowie ein Schreiben. Ende Juli bekam er Post vom städtischen Tiefbauchef Peter Reck: Es habe einen Ortstermin gegeben. Ein Freischneiden des Strahlers ist nicht möglich. Es blieben nur zwei Möglichkeiten: „Nunmehr muss entschieden werden, ob die Fällung des Baumes erfolgen soll, der den Lichtstrahl beeinträchtigt. Dazu ist ein Fällantrag zu stellen. Eine Versetzung des Strahlers ist eine Alternativvariante. Sie bedarf der Findung eines neuen Standortes“, schreibt Reck und bittet gleichzeitig Schmidt, dieser möge die Meinung des Ortsbeirates beziehungsweise der Bürgerschaft ergründen. „Ich bitte sie deshalb um Mithilfe und Herbeiführen einer Entscheidungsgrundlage.“

Lothar Schmidt ist entgeistert vom umständlichen Vorgehen der Verwaltung: „Das wird ja immer schöner. Da waren sie extra auf Ortstermin hier in Wust. Aber auf die Idee zu kommen, erst einmal die Sicherung für den derzeit nutzlosen Strahler rauszuschrauben, ist wohl zu viel verlangt. Da klappern jede Nacht die Eurostücke bei den Stromkosten durch, nur um das Kastanienlaub zu beleuchten. Für mich ist das ein Schildbürgerstreich ersten Grades.“

Von André Wirsing

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