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Wusterwitz: Altes Uhrwerk in neuem Glanz

Zufälliger Fund Wusterwitz: Altes Uhrwerk in neuem Glanz

Beim Reinigen des 34 Meter hohen Kirchturms im Ort haben die Wusterwitzer Heimatfreunde eine Überraschung erlebt: Sie entdeckten das alte Uhrwerk von 1903 in der Uhrenstube über dem Glockenturm. Nun soll der historische Zeitmesser wieder vorzeigbar gemacht werden.

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Heimatfreunde beim Überholen des historischen Uhrwerks.

Quelle: Privat

Wusterwitz. Beim Reinigen des 34 Meter hohen Kirchturms haben die Wusterwitzer Heimatfreunde das alte Uhrwerk von 1903 in der Uhrenstube über dem Glockenturm entdeckt. „Es war total eingestaubt, hatte einen verhärteten Ölfilm und leichte Roststellen“, erinnert sich Marlies Gohlke von der AG Dorfgeschichte. Der 2004 gegründete und 15 Mitglieder zählende Verein, der zu besonderen Anlässen und bei Anfragen auch Turmführungen anbietet, wollte den historischen Zeitmesser nicht länger im stillen Kämmerlein seinem Schicksaal überlassen, sondern wieder vorzeigbar machen.

„Schon allein der Transport war ein Akt.“ Auf dem Grundstück von Tüftler Hans-Christian Freund, dem Mann mit den goldenen Händen, wurde die mehrere Zentner schwere Eisenkonstruktion aus Zahnrädern, Wellen und Verstrebungen zerlegt , gereinigt und wieder zusammengesetzt. Fast alle Vereinsmitglieder halfen mit, legten sich mit Spachtel, Drahtbürste und Spezialöl mächtig ins Zeug. Die Männer waren für Logistik und Technik zuständig, die Frauen fürs Reinigen.

Insgesamt sind 93 Stunden investiert worden. Als besondere Herausforderung erwies sich, die vielen Kleinteile wieder dort einzusetzen, wo sie hingehören. Inzwischen strahlt das historische Uhrwerk wieder in neuem Glanz und kann auf einem Gestell im Eingangsbereich der Dorfkirche bewundert werden. Den Heimatfreunden geht es darum, alte Technik zu bewahren, damit jüngere Generationen Neues erfahren.

Das Uhrwerk war 1903 gekauft und zwei Jahre später in Vorbereitung der 750-Jahr-Feier von Wusterwitz montiert worden. 1921 ist es von Meister Wilhelm Ungnade überholt und 1925 von Paul Erhardt aus Großwusterwitz repariert worden. In den 90-er Jahren wurde eine funkgesteuerte, wartungsfreie Kirchturmuhr eingebaut.

Von Claudia Nack

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