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Wusterwitz erinnert an erste Eisenbahn

Ausstellung eröffnet Wusterwitz erinnert an erste Eisenbahn

Vor 170 Jahren fuhr zum ersten Mal eine Eisenbahn auf dem Weg nach Magdeburg durch Wusterwitz. Aus diesem Grund haben die Heimat- und Kulturfreunde eine Sonderausstellung in der Tourismus-Information eröffnet. Dabei kam es zu unverhofften Begegnungen.

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Seit dem Wochenende gibt es in der Wusterwitzer Tourismus-Information eine Ausstellung über die Eisenbahngeschichte der Region.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Wusterwitz. Sie sind um die 80 und haben noch die Zeit der Dampfrösser erlebt. Und zwar als Lokführer. So wie Bernhard Winkler (79) und Manfred Werner (84). Beide standen im Dienst der Deutschen Reichsbahn und gehörten zum einstigen Bahnbetriebswerk Brandenburg. Das war in der DDR mit 600 Beschäftigten vom Fahrdienst bis zur Werkstatt ein großer Arbeitgeber. Viele Jahre waren die Lokführer auch zwischen Berlin und Magdeburg unterwegs. Erst unter Dampf, später mit Dieselantrieb.

Für die beiden pensionierten Bahner gab es am Sonnabend ein Wiedersehen in Wusterwitz. In der Tourismus-Information in der Ernst-Thälmann-Straße eröffnete der Heimat- und Kulturverein eine Sonderausstellung zur regionalen Eisenbahngeschichte. Anlass war die erste Zugdurchfahrt durch Wusterwitz vor 170 Jahren; genau am 7. August 1846. Mit der wichtigen Ost-West-Strecke bekam das damalige Großwusterwitz neue Arbeitsplätze, einen Anschluss an das deutsche Bahnnetz und einen Bahnhof. „Schön, das an dieses Jubiläum gedacht wird. Vieles würde sonst in Vergessenheit geraten“, sagte Ex-Bahner Winkler.

Beim Betrachten der Tafeln werden Erinnerungen wach

Beim Betrachten der Tafeln werden Erinnerungen wach.

Quelle: Volkmar Maloszyk

In monatelanger Kleinarbeit haben die Wusterwitzer Heimatfreunde zahlreiche Belege über die wechselvolle Geschichte des Bahnstandortes Wusterwitz zusammengetragen. Auf neun Tafeln ist zu sehen, wie sich nicht nur die Technik, sondern auch die Infrastruktur im Laufe der vielen Jahrzehnte veränderte. In Wusterwitz kamen zum Beispiel die Gastwirtschaft und das Bahnhofshotel hinzu.„Die Ausstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll vielmehr eine Erinnerung und Anerkennung an die vielen Bahner aus Wusterwitz sein, die bei Wind und Wetter für ihren Beruf und die Bevölkerung da waren“, sagte Marlies Gohlke in ihrer Eröffnungsrede.

Marlies Gohlke eröffnete die Ausstellung

Marlies Gohlke eröffnete die Ausstellung.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Medaillen und Urkunden ehemaliger Bahner haben in den Vitrinen ebenso ihren Platz gefunden, wie historische Fahrkarten aus der Zeit von Groß Wusterwitz. Eine große Hilfe war den Heimatfreunden Willi Meifert. Er war von 1967 bis 1990 Bahnhofsvorsteher in Wusterwitz. Aus seinem Fundus bereichern zahlreiche Erinnerungsstücke, Fotos und Dokumente die neue Ausstellung. Wusterwitz ist bis heute ein Haltepunkt für die Bahn geblieben. „Darüber können wir sehr froh sein. Ein Bahnanschluss ist ein gehöriger Standortvorteil“, meinte der Wusterwitzer Altbürgermeister Klaus Steffen. Bedauerlich sei dagegen der marode Zustand des verwaisten Empfangsgebäudes. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Tourismus-Information zu sehen. Für Gruppen bietet der Heimat- und Kulturverein nach Absprache Führungen an.

Von Frank Bürstenbinder

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