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Wut richtet sich gegen Veranstalter Güttler

Abgesagtes Kinderfest in Brandenburg Wut richtet sich gegen Veranstalter Güttler

Nach der kurzfristigen Absage des großen Kinderfestes auf dem Brandenburger Marienberg gerät der Veranstalter Daniel Güttler in den sozialen Medien unter Druck. Dabei hat sich der junge Mann wohl nichts vorzuwerfen. Er hat das Fest erfunden und organisiert, öffentliche Gelder gab es in den neun Auflagen zuvor nie. Die Absage habe private Gründe.

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Danilel Güttler fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Viel spricht dafür. dass er Recht hat!

Quelle: privat

Brandenburg/H. In der Straßenbahn, am Frühstückstisch und in den sozialen Medien war es in Brandenburg an der Havel das Thema des Kindertages: Die kurz zuvor erfolgte Absage des für Donnerstag geplanten Kinderfestes auf dem Marienberg.

Mit etwa 10 000 Kindern und Erwachsenen hatte Veranstalter Daniel Güttler eigentlich gerechnet. Groß waren Enttäuschung und Frust. Insbesondere auf der Facebook-Seite der MAZ entlud sich die Wut. So schrieb Dustin Dieckmann: „Was kommen noch für Enttäuschungen? Zuerst wird die Outdoor-Bahn die für Skater nicht genehmigt und jetzt werden auch noch Kinder enttäuscht?“

Guido Perle stößt ins selbe Horn: „Wieder eine Veranstaltung, für unsere Kinder weniger. Es gab auch mal eine Weihnachtsmann-Parade, die auch eingestampft wurde. Ich vermute, dass die Stadt kein Interesse am Wohl der Kinder hat.“ Kristina Autumn meint: „Ist das ein Armutszeugnis! Wenn Herr Güttler an seinem neuen Arbeitsplatz genauso viel Engagement an den Tag legt, bleibt mir nur, ihm viel Glück (...) zu wünschen.“

Güttler zeichnete für neun Feste verantwortlich

Die Kritik tat Daniel Güttler sichtlich weh. „Ich habe das Fest neun Mal organisiert. Ich habe das erfunden und persönlich nichts davon gehabt“, beteuert er. Wenn ihm vorgeworfen werde, er habe leichtfertig gehandelt und Kinder enttäuscht, dann verletze ihn das tief. Wie berichtet, hatte Güttler, der sich auch als CDU-Lokalpolitiker engagiert, das große Fest abgesagt, weil er am Donnerstag einen neuen Job antrat.

Da er in dem Industrieunternehmen der Stadt nicht gleich mit einem Urlaubsantrag ins Haus fallen wollte, habe er einige Wochen lang versucht, die Verantwortung fürs Kinderfest in andere Hände zu legen. Das sei nicht gelungen. Aus Güttlers Sicht seien die Mitorganisatoren früh genug involviert gewesen und konnten sich umorientieren. Tatsächlich wurde in den Jugendhäusern der Stadt am Donnerstag in kleinem Rahmen der Kindertag gefeiert und auch in Hohenstücken ging ein Kinderfest über die Bühne.

„Ich habe nie einen öffentlichen Pfennig für das Kinderfest bekommen“

Dennoch: „Und dann heißt es, Kinder sind unsere Zukunft! Das Geld was man für eine Sommerparty der Herren und Damen ausgibt, ist auch immer da!“ schimpft Kerstin Lube auf Facebook und Franzi Emilie: „Alles gute Daniel, dennoch ist die Aktion komplett Scheiße!“

Das lässt Güttler nicht auf sich sitzen: Er habe nie einen Pfennig öffentlicher Gelder für das Kinderfest bekommen sondern alles über Spenden abgesichert, die er persönlich eingeworben habe. Er müsse jetzt auch nun auch mal an sich, sein Privatleben und seine Familie denken.

Von Benno Rougk

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