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ZF-Getriebewerk sucht 100 zusätzliche Mitarbeiter

Brandenburg an der Havel ZF-Getriebewerk sucht 100 zusätzliche Mitarbeiter

Das ZF-Getriebewerk in Brandenburg an der Havel wird seine Belegschaft nach der Sommerpause ein zweites Mal innerhalb eines Jahres erheblich aufstocken. Mehr als 100 Mitarbeiter werden zusätzlich gesucht. Kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region werden den Personalbedarf erneut zu spüren bekommen.

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Die Getriebeproduktion brummt im Brandenburger ZF-Werk. Das Unternehmen stellt weiter ein.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg/H. Das ZF-Getriebewerk in Brandenburg/Havel wird seine Belegschaft nach der Sommerpause ein zweites Mal innerhalb eines Jahres erheblich aufstocken. „Der Personalbedarf ist noch nicht gedeckt“, teilt Frank Martin mit, Geschäftsführer der ZF Getriebe Brandenburg GmbH. Mehr als 100 Mitarbeiter werden zusätzlich gesucht.

Der Serienanlauf des neuen 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe im ZF-Werk in der Caasmannstraße sei im Herbst sehr gut verlaufen, berichtet Geschäftsführer Martin. Der neue Porsche Panamera, der mit dem Brandenburger ZF-Getriebe ausgestattet ist, wird nach seinen Worten im Markt ebenfalls sehr gut angenommen.

Frank Martin: „Die Nachfrage ist stetig steigend, insbesondere die Hybridvarianten sind sehr erfolgreich.“ Auch für das Folgejahr 2018 gehen die beteiligten Firmen Porsche und ZF von einem ähnlich hohen Niveau aus. Die Produktion in Brandenburg/Havel damit jedenfalls voll ausgelastet.

Wochenenden werden durchgearbeitet

„Wir befinden uns in weiten Bereichen in einem 21-Schichtbetrieb, so dass auch Wochenenden durchgearbeitet werden“, berichtet der Chef des Brandenburger ZF-Standortes.

Seit Herbst 2016 hat ZF Getriebe Brandenburg mehr als 250 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Zudem bekommt das Werk Unterstützung von etwa 80 Mitarbeitern aus anderen ZF-Konzernbetrieben. Diese externen Mitarbeiter halten sich in der Regel für Zeiträume von zwei bis drei Monaten in der Stadt auf.

Die Montage- und Fertigungshallen im Getriebewerk

Die Montage- und Fertigungshallen im Getriebewerk.

Quelle: Jacqueline Steiner

Weil der Personalbedarf noch nicht gedeckt und nach der Sommerpause weitere Stückzahlsteigerungen zu erwarten sind, werden noch einmal mehr als 100 Mitarbeitern für unterschiedliche Aufgaben benötigt. Standortchef Frank Martin: „Die Rekrutierung läuft weiterhin, ab Juni sind wieder eine Reihe Bewerbertage eingeplant für den Starttermin im September.“

Bevorzugt stellt das mitarbeiterstärkste Brandenburger Industrieunternehmen Facharbeiter aus einem metallverarbeitenden oder artverwandten Beruf ein. Optional könne die Qualifikation, wie es heißt, auch über eine mehrjährige Tätigkeit in ähnlichen Funktionen nachgewiesen werden.

Kleinere Betriebe beklagen Personalweggang

Wie die MAZ vor einigen Tagen berichtete, bekommen kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region den Personalbedarf des Getriebewerks zu spüren, besonders Kfz- und metallverarbeitende Betriebe. Denn das Lohnniveau ist bei ZF in aller Regel deutlich höher als bei vielen anderen Betrieben in der Stadt und der Umgebung.

Fachkräfte, sogar Meister, sind bereit sich umzuorientieren und ihren oft langjährigen Arbeitsplatz zugunsten der neuen Herausforderung aufzugeben. Auch wenn die Arbeitsverträge im Getriebewerk befristet sind, besteht zumindest die Perspektive auf Verlängerung und Festeinstellung.

Im Sommer steht bei ZF eine mehrwöchige Pause an. Denn in dieser Zeit wird das Montageband auf den neuen Bedarf umgerüstet.

Von Jürgen Lauterbach

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