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Brandenburg/Havel ZF: In nur einem Jahr 400 Getriebebauer mehr
Lokales Brandenburg/Havel ZF: In nur einem Jahr 400 Getriebebauer mehr
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17:57 21.02.2018
ZF als größter Industriebetrieb in der Stadt beschäftigt inzwischen 1650 Mitarbeiter. Vor einem Jahr waren es noch 400 weniger gewesen. Quelle: Michael Urban
Brandenburg/H

Innerhalb nur eines Jahres ist die Belegschaft im ZF-Getriebewerk in Brandenburg/Havel um fast ein Drittel gestiegen. Das größte Industrieunternehmen der Stadt erwartet nach Angaben von Geschäftsführer Frank Martin auch im nächsten Jahr eine gute Auftragslage, vor allem im ersten Halbjahr. Allerdings führt die Kaufzurückhaltung bei Dieselfahrzeugen auch zu einer Absatzreduzierung bei ZF.

Gutes Personal zu finden ist schwierig

Etwa 1250 Beschäftigte zählte das Getriebewerk in der Caasmannstraße am 31. Dezember 2016. Ein Jahr später ist die Beschäftigtenzahl auf 1650 Mitarbeiter gestiegen, wie Frank Martin berichtet, Geschäftsführer der ZF Getriebe Brandenburg GmbH. „Allerdings es wird zunehmend schwieriger, qualifiziertes Personal in der näheren Region zu finden“, berichtet er.

Bereits seit Herbst 2016 hatte das Unternehmen neue Mitarbeiter gesucht und eingestellt. Diese Entwicklung hielt im aktuellen Jahr an. Maßgeblicher Grund dafür ist der Stückzahlhochlauf der neuen 8-Gang-Getriebegeneration. Martin: „Das verläuft nach wie vor positiv und hat sich nach dem Serienanlauf 2016 im Jahr 2017 erfolgreich fortgesetzt.

Im laufenden Jahr produzieren die Brandenburger Getriebebauer erstmals mehr Doppelkupplungsgetriebe als Handschalter, die das Werk in den ersten beiden Jahrzehnten seit der Wende mit dem Hauptkunden BMW erfolgreich gemacht hatte.

Höherer Produktionsaufwand

Fast 100 000 der technisch deutlich komplexer aufgebauten Doppelkupplungsgetriebe wurden in diesem Jahr in der Caasmannstraße hergestellt. Der Entwicklungs- und Produktionsaufwand ist in jeder Hinsicht deutlich höher als bei den klassischen Handschaltern, die in den Mittel- und Oberklassefahrzeugen seit Jahren immer wenige nachgefragt werden.

Nach dem Serienanlauf des neuen 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebes standen 2017 die Anläufe der Hybrid-Varianten im Vordergrund. Im nächsten Jahr kommen weitere Varianten für Sportwagen und Premiumfahrzeuge auf den Markt.

Für das erste Halbjahr 2018 erwartet der Geschäftsführer eine gute Auftragslage auf dem Niveau von 2017. Im zweiten Halbjahr rechnet er wegen der geänderten Gesetzgebung zum Otto-Partikel-Filter und der 2019 anstehenden Modellwechsel mit einer Kaufzurückhaltung.

Ein wenig getrübt wird das anhaltend positiv laufende Geschäft den Angaben zufolge durch das veränderte Kaufverhalten der Endverbraucher von Diesel- hin zu Benzin-Modellen. „Speziell in unserem Kundenportfolio sind von den Fahrzeugherstellern einige Dieselmodelle aktuell nicht mehr im Angebot, was leider eine Absatzreduzierung für uns bedeutet“, erklärt der Chef des Brandenburger Getriebewerks.

Höhere Nachfrage bei Hybrid

Gleichzeitig sieht ZF eine deutlich höhere Nachfrage bei den hochwertigen Hybrid-Modellen (Plug-in-hybrids), bei denen die Nutzer auch rein elektrisch etwa 50 Kilometer weit fahren und dabei die Vorteile eines Verbrenners voll nutzen können. Diese erhöhte Nachfrage könne den rückläufigen Stückzahl-Effekt beim Diesel nicht vollständig ausgleichen.

Das Brandenburger ZF-Werk produziert Getriebe für Modelle der Fahrzeughersteller BMW, Mercedes-Benz, Porsche, Jaguar und Alfa Romeo.

Von Jürgen Lauterbach

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