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ZF: Produktion für Jaguar-Sportwagen

Zulieferer baut Getriebe für neuen Premiumkunden ZF: Produktion für Jaguar-Sportwagen

Wenn das Brandenburger Getriebewerk der ZF Friedrichshafen AG am Sonnabend 100 Jahre ZF mit einem Familienfest feiert, dann blicken die Brandenburger Getriebebauer auch auf ihren jüngsten Serienstart zurück. Denn neben BMW, Daimler und Porsche zählen die Brandenburger Getriebebauer seit wenigen Monaten einen weiteren Premiumhersteller zu ihren Kunden.

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Standortchef Frank Martin, Werkleiter Jens Münchow und Minister Albrecht Gerber (v. l.) mit ZAB-Mitarbeitern bei der Werkbesichtigung.

Quelle: J. Steiner

Brandenburg an der Havel. „Mit dem erfolgreichen Serienstart des Getriebes 6MT für Jaguar Land Rover im März 2015 ist es uns gelungen, einen wichtigen Beitrag zur dauerhaften Sicherung unseres Standorts zu leisten“, sagt Standortleiter Frank Martin.

Mit dem Unternehmen Jaguar Land Rover (JLR) baue das Werk in der Caasmannstraße seine Kundenbasis weiter aus, teilt das Unternehmen mit. Neben BMW, Daimler und Porsche zählen die Brandenburger Getriebebauer seit wenigen Monaten einen weiteren Premiumhersteller zu ihren Kunden.

Die 6-Gang-Handschaltgetriebe vom Typ 6MT werden in den Jaguar-Modellen F-Type, XE und XF verbaut, also für die sportlich-eleganten Autos, nicht aber für die Land-Rover-Geländewagen. Standortchef Martin sieht in diesen Aufträgen einen gewissen Ausgleich angesichts der Tatsache, dass das Kerngeschäft mit 6-Gang-Handschaltgetrieben insgesamt leicht rückläufig ist. Mit dem neuen Kunden JLR stelle der Standort eine gute Auslastung der Produktion sicher, wovon alle Beschäftigten profitierten.

Übernahmegarantie

Pro Jahr bildet ZF in Brandenburg 16 bis 18 Industriemechaniker und Elektroniker aus, mit Übernahmegarantie.

Die Bewerberzahl ist von früher bis zu 250 auf jetzt 100 bis 150 gesunken.

Serienstart war im März. Zuvor musste das ZF-Team in Brandenburg die bestehende Montagelinie anpassen, um sie für die Jaguar-Anwendungen nutzen zu können. Frank Martin spricht von einem Anlauf, der „völlig problemlos und ohne Schwierigkeiten“ gelaufen sei. Das machte er vor wenigen Tagen auch deutlich, als Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) das Werk besuchte.

Dem Gast aus Potsdam erläuterten Frank Martin und Werkleiter Jens Münchow, wo der ZF-Standort Brandenburg aktuell steht. Der Jahresumsatz lag demnach im vergangenen Jahr bei knapp 385 Millionen Euro Umsatz. 1238 Mitarbeiter produzierten für die Kunden BMW, Porsche Daimler und JLR knapp 100.000 6-Gang-Handschalter, fast 2.000 7-Gang-Handschalter und 67.000 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Investitionssumme im Unternehmen liegt für die Jahre 2014 bis 2017 bei rund 135 Millionen Euro.

Weil die Firma ZF Friedrichshafen AG in diesem Jahr ihren 100.Geburtstag begeht, veranstalten weltweit alle ZF-Standorte Familientage für die Beschäftigten und ihre Angehörigen. In der Caasmannstraße findet dieses Fest morgen statt. Zu den Ehrengästen gehört Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Zu sehen sind auf dem Werksgelände Autos der Brandenburger ZF-Kunden, womöglich auch ein Jaguar mit dem Schaltgetriebe aus Brandenburg.

Von Jürgen Lauterbach

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