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Brandenburg/Havel ZF soll Vorreiter bei 35-Stunden-Woche sein
Lokales Brandenburg/Havel ZF soll Vorreiter bei 35-Stunden-Woche sein
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10:19 16.03.2018
ZF soll Vorreiter werden bei der Einführung der 35-Stunden-Woche in den Metallbetrieben des Ostens. Quelle: Jürgen Lauterbach
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Brandenburg/H

Vor wenigen Wochen sind Brandenburger Metaller im Arbeitskampf wiederholt vor die Werktore von ZF und Heidelberger Druck gezogen, um in erster Linie den Einstieg in die 35-Stunden-Woche zu fordern. Obwohl sich die Tarifparteien längst geeinigt haben, bleibt unklar, was nun aus der Arbeitszeitverkürzung wird. Fünf Betriebe im Land Brandenburg sollen vorangehen, darunter ZF.

Zentrale Forderung im Tarifkonflikt der Metallindustrie war für die Brandenburger Arbeitnehmer und die IG Metall im vergangenen Januar, dass die Arbeitgeber sich dazu verbindlich verpflichten, mit der Gewerkschaft über die Umsetzung der 35-Stunden nach westlichem Vorbild zu verhandeln. Bisher gilt in Brandenburgs Metallbetrieben eine wöchentliche Arbeitszeit von 38 Stunden.

Als der Tarifabschluss wenig später stand, war die Arbeitszeitverkürzung im Osten nur wenig mehr als eine Randnotiz und nicht mehr „die Basis für alles Weitere“, wie ZF-Betriebsratschefin Carmen Bahlo diese Forderung genannt hatte. Sie hatte während des Tarifkonflikts darauf hingewiesen, dass die Brandenburger Getriebebauer ZF-weit die „Exoten mit Sonderstatus im Konzern“ seien, weil sie im Gegensatz zu ihren Kollegen im Westen noch immer 38 Stunden pro Woche arbeiten müsse

Ganz untergegangen ist das erklärte Ziel jedoch nicht, auch wenn die Formulierung dazu wenig eingängig ist. Die Tarifparteien haben sich laut IG Metall verständigt auf eine „Gesprächsverpflichtung zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Berlin und Brandenburg, mit der sie einen verbindlichen Arbeitsprozess beginnen. Mit den Automobilunternehmen VW, BMW und Porsche sowie den Zulieferern ZF und Mahle will die IG Metall eine „Ergänzungs-Tarifgemeinschaft“ schaffen, die vorangeht. In diesen fünf Betrieben soll nach Angaben der IG-Metall-Bevollmächtigten Stefanie Jahn eine Tarifkommission gewählt werden. Sie soll eine Strategie entwickeln, wie die Arbeitsbedingungen in Ost und West angeglichen werden.

IG-Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel zufolge sollen damit unterschiedliche Geschwindigkeiten für Betriebe zugelassen werden. Er macht in Optimismus: „Wir wollen damit gute Beispiele schaffen, an denen sich weitere Belegschaften orientieren können.“ Während die Getriebewerker von ZF zu den Pilotbetrieben gehört, steht die Belegschaft von Heidelberger Druck zunächst abwartend in der zweiten Reihe.

Der Zeitplan lässt rasche Ergebnisse nicht erwarten. Mit den Arbeitgebern ist vereinbart, im Tarifgebiet eine Arbeitsgruppe einzurichten, die bis Juni zusammentreten soll.

Diese Arbeitsgruppe soll prüfen, wie ein „Prozess zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen gestaltet werden kann. Einen Bericht soll diese Arbeitsgruppe bis Ende 2019 vorlegen. Wie der gegenwärtige Stand in den Betrieben bewertet wird, scheint unklar. Selbst Betriebsräte räumen ein, nicht einschätzen zum können, inwieweit sie ihr erklärtes ziel auf dem Weg zur 35-studneen-Woche erreicht haben.

Von Jürgen Lauterbach

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