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Brandenburg/Havel Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt langsam
Lokales Brandenburg/Havel Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt langsam
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13:19 28.07.2016
Michael Glaser: Langzeitarbeitslose sind nicht unwillig oder unmotiviert. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Am Arbeitsmarkt in Brandenburg/Havel und Umgebung herrscht Sommerruhe. Die Zahl der Arbeitslosen ist in diesem Monat verglichen mit dem Juni kaum verändert. Als aktuelle Quote gibt Arbeitsagenturleiterin Monika Ubach an diesem Donnerstag 9,2 Prozent für die Stadt und die umliegenden Gemeinden an. 5414 Menschen sind arbeitslos registriert, 31 mehr als im Juni., aber gut 500 weniger als vor einem Jahr.

Die leichte Zunahme führen die Arbeitsmarktexperten auf angehende Erzieher zurück, die ihre Ausbildung beendet, aber noch keine Stelle angetreten haben. „Diese Gruppe ist gut vermittelbar“, versichert Obuch.

Mehr Sorgen macht sie sich um Arbeitgeber, die ihren Lehrstellenbewerbern trotz des nahenden Ausbildungsbeginns Anfang September noch keine Zusage gegeben haben. Von ursprünglich 3700 gemeldeten Ausbildungsstellen seien rund 2000 noch nicht besetzt.

Innerhalb der Stadt Brandenburg sind derzeit rund 4000 arbeitslose Bürger gemeldet, 400 weniger als vor einem Jahr. Das entspricht einer ebenfalls recht stabilen aktuellen Quote von 10,8 Prozent.

Jobcenter-Geschäftsführer Michael Glaser wertet als Erfolg seiner Behörde, dass der Anteil an Langzeitarbeitslosen mit 1756 auf dem niedrigsten Stand einer Juli-Auswertung liege.

Damit seien 52,6 Prozent der Arbeitslosen mit Hartz-IV-Bezug mehr als ein Jahr lang ohne Arbeit und gelten damit als langzeitarbeitslos. Damit habe das Jobcenter immerhin den niedrigsten Stand am Anteil der gesamten Arbeitslosigkeit seit Jahresbeginn 2016 erreicht.

Glaser widerspricht aufgrund seiner Erfahrung ausdrücklich Einschätzungen, langzeitarbeitlose Bürger seien unwillig oder unmotiviert. Das treffe auf die große Mehrheit nicht zu. Immer wieder gelinge es, Menschen, die lange nicht gearbeitet haben, wieder in Beschäftigung zu bringen.

Ganz schnell gebe es bei solchen Bemühungen allerdings keine Erfolge, weil die Betreffenden stufenweise wieder ans Berufsleben herangeführt würden. Arbeitslose Leistungsempfänger, die sich sperren, seien in der Minderheit. Etwa zehn Prozent nehme das Jobcenter als sogenannte Verweigerer wahr.

Der Bestand von arbeitslosen ausländischen Bürgern hat sich nach den Zahlen des Jobcenters um 27 Prozent erhöht verglichen mit dem Juli 2015. 255 Menschen sind es aktuell, 212 waren es vor einem Jahr. Längst nicht immer bestehe dabei aber ein direkter Zusammenhang zum aktuellen Thema Flucht und Asyl.

Von Jürgen Lauterbach

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