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Brandenburg/Havel Ein Leben für den Fisch
Lokales Brandenburg/Havel Ein Leben für den Fisch
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07:46 16.04.2014
Kapitaler Fisch: Veit Wilde präsentiert einen von ihm gefangenen Zander. Quelle: Privat
Brandenburg an der Havel

MAZ: Herr Wilde, die MAZ sucht zusammen mit dem Landesanglerverband den "Fisch des Jahres 2014". Wie groß sind die Chancen, einen Kapitalen aus den Havelgewässern der Region zu ziehen?

Ihr Zielfisch ist der Zander. Was können die Brandenburger Angler von Ihnen lernen?

Wilde: Zum Beispiel, wie sich mit Kunstköder mehr fangen lässt. Die moderne Spinnfischerei bietet dafür viele Möglichkeiten. Aber ich sage auch, nicht alles, was heute verkauft wird, funktioniert gut.

Hat die Grund- und Posenangelei ausgedient? Sind Würmer und Köderfische von gestern?

Wilde: Nein. Aber ich stehe für die aktiven Angler, die neuen Entwicklungen offen gegenüber stehen.

Aber das Angeln wird immer komplizierter vor lauter Shads, Drop-Shots und Jerkbaits. Die Hersteller hauen uns ihre englischen Produktbezeichnungen nur so um die Ohren.

Wilde: Ich gebe Ihnen recht. Das ist ein Trend, der auch mir wenig behagt. Doch die Globalisierung macht vor Modellnamen nicht halt. Aber am Ende bleibt ein Gummifisch ein Gummifisch und ein Wobbler ein Wobbler.

Was war Ihr bisher größter Fisch?

Wilde: Ein Wels mit 1,90 Meter. Stolzer bin ich aber auf einen Zander von 1,05 Meter.

Warum bleibt für viele Angler der Zander ein unerfüllter Traum?

Wilde: Der Zander hat Eigenschaften, die ihn von anderen Fischen abheben. Wer diesen Fisch nicht versteht, wird ihn nicht fangen.

Was sind das für Eigenschaften?

Wilde: Der Zander ist lichtscheu und mag deshalb trübes Wasser. Er hat gern festen und kiesigen Boden unter sich. Und deshalb kommt er in weniger Gewässern als der Hecht vor. Weil die Havel immer sauberer wird, besser in der Dämmerung oder nachts angeln.

Womit fangen Sie Zander am besten?

Wilde: Vor allem mit Kunstköder. Das sind mit Bleiköpfen bestückte Gummifische, die zehn bis 15 Zentimeter lang sind. Der Einzelhaken wird mit einem zusätzlichen Drilling ergänzt. Wichtig: Der Kunstköder muss die natürliche Beute des Zanders besonders gut nachahmen.

Der Besuch von Hausrevieren Ihrer angelnden Leserschaft gehört für Sie zum beruflichen Alltag. Welche Gewässer sind Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben?

Wilde: Da wäre zunächst der Diemelsee, eine Talsperre an der Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen. Viele Zander! Dann die Oste in Niedersachsen. Dort fing ich einen 98er-Zander. Und drittens beeindruckt mich immer wieder die Untere Havel mit ihrer tollen Landschaft und den kampfstarken Rapfen.

Was halten Sie denn von der aktuellen Diskussion um so genannte Entnahmefenster für Fische? Also die Einführung von Höchstmaßen neben den Mindestmaßen.

Wilde: Ich wäre dafür. Gerade die Kapitalen leisten mit ihrem Laich einen wichtigen Beitrag zur Bestandserhaltung. Wir wollen doch auch noch in 20 Jahren Zander fangen.

Interview: Frank Bürstenbinder

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