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Brandenburg/Havel Zauberflöte mit Profis und Laien
Lokales Brandenburg/Havel Zauberflöte mit Profis und Laien
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00:37 07.08.2015
Privat und künstlerisch ein Paar: Christina und Axel Pless. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Lehnin

„Mozart ist für Sänger technisch anspruchsvoll und die Zauberflöte ein Evergreen über Jahrhunderte hinweg“, sagt Christina Pless. Dieser Ohrwurm wird am 6. August im Rahmen der 40. Lehniner Sommermusiken in der Klosterkirche zu hören sein. Die in Lehnin lebende Opernsängerin singt die dritte Dame, eine Rolle, die ihr nach Aufführungen in Amsterdam, Berlin und Tokio im Laufe der Jahre in Fleisch und Blut übergangen sei. Neu ist ihr Regiedebüt.

Nein, aufgeregt sei sie nicht, sagt Pless, die auch Bühnenbild und Ausstattung übernimmt, nach einem halben Jahr Vorarbeit. Zum Proben bleiben dem Ensemble allerdings nur drei Tage. Die Aufführung der Lehniner Zauberflöte, die dramaturgisch ohne Pausen auf anderthalb Stunden verdichtet und auf dem Flügel von Christian Deichstetter begleitet wird, soll der Start für die neue Veranstaltungsreihe „Oper im Kloster“ innerhalb der Sommermusiken sein. „Bei meiner Zauberflöte darf auch mal gelacht werden“, sagt sie und verspricht wunderschöne Kostüme und grandiose Stimmen. Deichstetter, der Kapellmeister am Potsdamer Hans-Otto-Theater ist, hat die musikalische Leitung.

„Spaß zu inszenieren“

„Wer Mozart singen kann, der kann singen“, sagt Christina Pless, die an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar studiert hat und selbst Gesangsunterricht gibt. Zu den 13 Solisten gehört als Papageno ihr ebenfalls klassisch ausgebildeter Göttergatte Axel, mit dem sie seit 16 Jahren glücklich verheiratet ist. Künstlerisch gehen beide seit 2007 einen gemeinsamen Weg, inzwischen als Duo „Sturmfeuer“ mit eigener Show und der Single „Ich hab mein Herz an dich verloren“. Das nächste Mal stehen sie in der Klosterkirche gemeinsam auf der Opern-Bühne.

„Es macht einfach Spaß zu inszenieren“, sagt Christina Pless. „Dabei bin ich wie ich bin.“ Da sie selbst Sängerin sei, wisse sie, was sie anderen darstellerisch abverlangen könne. Ihr Vorbild sei Regisseur Walter Felsenstein, der von der Gründung der Komischen Oper in Berlin bis zu seinem Tod 1975 deren Intendant war und den Begriff des Musiktheaters prägte.

Mozart in Kloster Lehnin

Die Solisten, die in Lehnin auf der Bühne stehen, sind sowohl Profis wie der international bekannte Markus Hollop (Sarastro) oder Mehrfachpreisträgerin Anna Werle (zweite Dame) als auch Laien. „Diese haben Spaß am Singen und nehmen seit Jahren Gesangsunterricht“, sagt Pless, einige auch bei ihr. So wie Rosa Hempel, die Königin der Nacht, die als Kindergärtnerin in Potsdam arbeitet. Joachim Hörcher (Monostatos) ist im wirklichen Leben der Chef einer Gebäudereinigungsfirma. Die drei Knaben werden von der Demenzbeauftragen des Landkreises Martina Alband, der Berliner Bibliothekarin Angelika Grützmann und der Potsdamer Apothekerin Gerhild Nortmann gesungen, die alle drei Mitglieder der Lehniner Choralschola sind.

Und was wünscht sich die Regiedebütantin? „Dass die Leute eine schöne Inszenierung erleben und nach der Vorstellung mit Freude im Herzen nach Hause gehen.“ Bisher wird es nur diese eine Aufführung geben, aber Christina Pless könnte sich auch andere Spielorte wie die Brandenburger Musikfestspiele oder den Rathenower Optikpark vorstellen.

Die „Zauerberflöte“ wird am 6. August um 19.30 Uhr im Rahmen der Lehniner Sommermusiken in der Klosterkirche aufgeführt. Karten (10 Euro, ermäßigt acht) gibt es in der Touristeninfo am Markgrafenplatz und an der Abendkasse.

Von Claudia Nack

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