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Brandenburg/Havel Zehn Jahre MAZ-Südsee
Lokales Brandenburg/Havel Zehn Jahre MAZ-Südsee
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18:22 24.07.2015
Das Cover zur CD: Ina Podzimek (links) und Jenny Maaß zeigen, wo’s langgeht nach Acapulco. Quelle: JACQUELINE STEINER/JAQUELINE SCHULZ
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Brandenburg an der Havel

Die MAZ-Redaktion ist selbst erstaunt. „Südsee“, der MAZ-Sommerhit mit dem Prädikat absolut tanzbar, wird zehn Jahre alt. Wir nehmen den runden Geburtstag zum Anlass, diese Brandenburger Ode an Stahl, Strand und Fritze Bollmann allen Freunden der Tanz- und Unterhaltungsmusik im Internet wieder zugänglich zu machen. Denn die damals von der MAZ veröffentlichte CD ist längst vergriffen.

Erinnern Sie sich an den Refrain des Gassenhauers von Marc Spiess (49) und Joe Carpenter (40): „Wozu brauchen wir die Südsee, Zuckerhut und Muschelgeld? Acapulco liegt im Beetzsee — Brandenburg ist unsere Welt!“ Der Komponist und der Sänger denken gern an die Aufnahme und die überwältigende Resonanz zurück.

„Das Lied ist damals eingeschlagen wie eine Bombe und war eine Zeit lang Gesprächsthema Nummer Eins“, erzählt Komponist Marc Spiess. Im Sommer 2005 konnte er nicht Brandenburgs Straßen laufen, ohne auf seine Südsee angesprochen zu werden. Auf keiner Sommerparty durfte der tanzbare Ohrwurm fehlen und noch heute legen Brandenburger DJs immer mal das Lied auf, um müden Tänzern wieder Beine zu machen.

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Rückblick: Die Südsee-Single war vor zehn Jahren der große Hit in der Stadt Brandenburg. Auch ein Jahrzehnt später lohnt sich der Blick auf einen ganz besonderen Song, der der Havelstadt huldigt.

„Der Text fiel mir damals am Küchentisch beim Frühstück intuitiv ein“, erzählt der Berufsmusiker des Brandenburger Theaters, der den Sommer-Song komponiert und getextet hat. Die Harmonien sind inspiriert von einem italienischen Pop-Song, den Marc Spiess kurz zuvor im Urlaub gehört hatte.

Was würde Bollmann tun?

In den zehn Jahren Acapulco im Beetzsee ist so manches passiert. Vor allem wurde der Hauptdarsteller dieser Brandenburg-Stadthymne um ein paar Meter verrückt, also die nur wenige Quadratmeter große Insel, die eigentlich Hünensteg heißt. Die Insel musste vor rund fünf Jahren bekanntlich der Regattastrecke weichen, damit diese wettkampftauglich werden konnte.

Der Liedtext ist gleichwohl immer noch aktuell, vor allem die begnadete rhetorische Frage: „Was würde Bollmann dazu sagen, lebte er in unsere Tagen?“ Nur wenige Liedverse sind etwas überholt, nämlich: „Der Stahl aus großen Öfen floss bei uns in rauen Mengen, die Menschen heut’ beim Arbeitsamt sich durch die Flure zwängen.“ 2005 war das Jahr, in dem Hartz IV und das Jobcenter starteten und es war die Zeit der höchsten Arbeitslosigkeit in der Stadt. Nach den offiziellen Statistiken gibt es inzwischen nur noch halb so viele Bürger ohne Job wie vor zehn Jahren.

Beim Fischerjacobi vor zehn Jahren begeisterte Joe Carpenter die Menge mit dem MAZ-Sommerhit „Südsee“. Quelle: Jacqueline Schulz

Zum Erfolg des Sommerhits hat Country-Barde Joe Carpenter mit seinem herrlichen Schmelz in der Stimme entscheidend beigetragen. Mit Hilfe von Blechbläsern und Sängerinnen des Brandenburger Extrachors unter der Leitung von Carsten Drewing hatte der Künstler aus Rathenow den eingängigen Titel im Tonstudio eingesungen.

Diese Verse gehen Joe Carpenter, der mit bürgerlichem Namen Ulf Zimmermann heißt, noch heute leicht und munter von den Lippen, so wie er 300 weitere Lieder auswendig vortragen kann. „Wo es hinpasst, singe ich Südsee heute noch“, erzählt der Sänger, der am Montag im Fernsehen beim „zibb-Sommergarten“ seine neue Single „Verlier’ Dein Lachen nicht“ vorstellen wird.

Komponist Marc Spiess ließ sich die Südsee nicht abkaufen

Der Hype um die Hymne ist Joe Carpenter noch sehr gegenwärtig, obwohl er sich musikalisch weiterentwickelt hat. Noch beim vergangenen Havelfest sei er auf den Titel angesprochen worden, berichtet der Sänger aus Passion, der mit 40 das selbstgesteckte Ziel erreicht und sein Debütalbum „Einfach frei“ aufgenommen hat.

Nach dem Südsee-Erfolg hatte Marc Spiess noch einige Anläufe unternommen, einen ähnlich Ohrwurm zu schaffen. Doch irgendwie sollte es nicht sein. Noch heute ist er aber froh, dass er das Angebot eines Musikproduzenten abgelehnt hat, der ihm seine Rechte an der Südsee-Melodie abkaufen wollte. So bleibt Acapulco im Beetzsee und das Tanzlied auf die Heimat in Brandenburg.

Von Jürgen Lauterbach

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