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Brandenburg/Havel Zehntklässler in Ziesar sagen tschüss
Lokales Brandenburg/Havel Zehntklässler in Ziesar sagen tschüss
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00:18 21.07.2017
Axel Maruhn zeichnet Emma Ohst als beste Thomas-Müntzer-Schülerein des Schuljahres 2016/17 aus. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Ziesar

Für Marius Selent (16) ist die Thomas-Müntzer-Oberschule Geschichte. Mit dem Abschlusszeugnis der 10. Klasse in der Tasche geht der Görzker mit einem lachenden und einem weinenden Augen in die letzten Sommerferien. „Ich habe mich in der Schule immer wohl gefühlt. Doch jetzt ist es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt“, sagte Marius der MAZ beim Schulfest am Dienstag auf dem Campus Ziesar. Im Brandenburger Elektrostahlwerk wird er eine Berufsausbildung als Industriemechaniker aufnehmen. Auch sein Schulkamerad Kaan Brodnicka aus Reetz hat sich wie die meisten Schulabgänger für eine Lehre entschieden. Er wird Kaufmann bei einem Stahlhändler in Dessau. Ziesar werde er in guter Erinnerung behalten. Hier könne man ordentlich was lernen, ist Kaans Fazit.

An den Gebäuden geht es weiter

Die Neugestaltung des Schulhofs in Ziesar erfolgte nach den Plänen von Isolde Sperling aus Potsdam. Die Ausführung lag in Verantwortung der Firma Grigat Bau GmbH.

Die Gesamtkosten von 319 000 Euro wurden vor allem durch Fördermittel aufgebracht. Allein aus dem LEADER-Topf kamen 175 000 Euro. Der Kreis gab 65 000 Euro dazu.

Ein nächster großer Schwerpunkt auf dem Schulgelände ist die Sanierung des Altbestandes mit Mitteln aus der Städtebauförderung. Dazu wurde das Sanierungsgebiet erweitert.

Noch einige Sommerferien vor sich hat Emma Ohst aus der vierten Klasse. Das Mädchen aus Paplitz wurde von Schulleiter Axel Maruhn auf dem umgestalteten Schulhof vor über 300 Mädchen und Jungen zur besten Thomas-Müntzer-Schülerin des Schuljahres 2016/17 ausgezeichnet. Weil ihre Eltern eine Schäferei betreiben, wird es keine große Reise geben. Die Ferien wird sie vor allem Zuhause verbringen, bevor sie künftig jeden Tag zum Fläming-Gymnasium nach Bad Belzig fährt. Die beiden zehnjährigen Florian Kriese und Luke Hupke wollen viel mit ihren Freunden spielen und baden gehen. Bei den Mädchen wie Luisa Getzkow steht offenbar der Buckauer Reiterhof hoch im Kurs.

Pascal Meißner und Tom Schuh betreuten den Plüschtierstand der Klasse Flex 2a. Quelle: Frank Bürstenbinder

Während an diesem Mittwoch landesweit die Zeugnisse ausgegeben werden, erhalten die Sechstklässler in Ziesar traditionell am Vorabend bei einer Abschlussfeier in Anwesenheit der Eltern ihre letzten Grundschulzeugnisse. Einige verlassen die Stadt und wechseln auf ein Gymnasium. Die Mehrzahl der Kinder bildet jedoch die neue 7. Klassenstufe, für die es in diesem Jahr wieder ausreichend Anmeldungen für eine erneute Zweizügigkeit gab.

Auch auf der Bühne war was los. Für die Programmgestaltung sorgten die Schüler selbst. Quelle: Frank Bürstenbinder

Hinter der Bildungsstätte liegt ein aufregendes Jahr. Schulleiterin Kerstin Riemer hat Ziesar verlassen, Dafür übernahm Axel Maruhn die Führung des Hauses. Eingeführt wurde die Tagesbetreuung für die Grundschüler. Der Nachwuchs wird jetzt in einem Zeitband von 6 bis 17 Uhr unter einem Dach betreut. Ganztagskoordinator Philipp Kikels zieht eine positive Bilanz: „Die Freizeitangebote kommen gut an. In den Ferien werden weitere Themenräume mit Möbeln ausgestattet. Wir sind auf einem guten Weg.“ Mit den Ferien zieht keine Ruhe auf das Schulgelände ein. Rund 40 Mädchen und Jungen sind täglich für die Ganztagsbetreuung angemeldet. „Für ein paar Tage planen wir ein Zeltlager bei Görzke“, so Kikels.

Die Zeit der Pfützen auf dem Schulhof ist vorbei. Quelle: Frank Bürstenbinder

Erledigt werden konnte im zu Ende gegangenen Schuljahr die Neugestaltung des Schulhofs. Diesen haben die Kinder längst in Besitz genommen. Amtsleiterin Eva Friedrich vom Amt Ziesar verzichtete daher auf eine symbolische Eröffnung. Sie erinnerte dafür an die 319 000 Euro, die für den Schulhof an Fördermitteln und Eigengeldern des Amtes ausgegeben wurden. Der Löwenanteil für den Wegebau und die Entwässerung. Schrittweise kommen weitere Spielgeräte hinzu. Bei herrlichem Sonnenschein sorgten viele von Schülern und Kooperationspartnern besetzte Stände für ein abwechslungsreiches Schulfest

Von Frank Bürstenbinder

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