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Zeltlager in Ziesar fällt aus

Kreisjugendfeuerwehrverband sagt Nachwuchstreffen ab Zeltlager in Ziesar fällt aus

Rund 350 junge Brandschützer aus Potsdam-Mittelmark sollten sich vom 26. bis 28. Juni 2015 in der Stadt Ziesar treffen, um dort ein erlebnisreiches Wochenende zu verbringen. Wie schon vor vier Jahren. Jetzt der Schock: Der Kreisverband ließ vor wenigen Tagen die seit Monaten in Ziesar laufenden Vorbereitungen platzen.

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2011 fand schon einmal ein Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren in Ziesar statt. Damals gab es viel Lob für die perfekte Organisation.

Quelle: S. Zimmermann

Ziesar. Die Wimpel sind gedruckt, doch die lustigen Souvenire werden ihre Empfänger nie erreichen. Gedacht waren die kleinen Präsente als Erinnerung an das Zeltlager des Kreisjugendfeuerwehrverbandes. Rund 350 junge Brandschützer aus Potsdam-Mittelmark sollten sich vom 26. bis 28. Juni 2015 in der Stadt Ziesar treffen, um dort ein erlebnisreiches Wochenende zu verbringen. Wie schon vor vier Jahren.

Jetzt der Schock: Der Kreisverband ließ vor wenigen Tagen die seit Monaten in Ziesar laufenden Vorbereitungen platzen. Die Entscheidung erreichte Ziesars Feuerwehrchef Uwe Rossner per WhatsApp. Die Ausrichtung des Zeltlagers wurde nach Plessow bei Werder gegeben.

Unerwartete Kehrtwendung

Für Ziesars Amtsbrandmeister Andy Laube ein Unding: „Es ist unverschämt wie mit unseren Kameraden umgegangen wird, die schon viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitungen dieses Höhepunktes gesteckt haben.“ Und Geld. Denn die Wimpel müssen wohl bezahlt werden (340 Euro). Deshalb ist Ziesars Feuerwehrchef Uwe Rossner besonders unglücklich über die unerwartete Kehrtwendung des Kreisverbandes.

Rossner hatte die Wimpel in gutem Glauben an ein Gelingen des Zeltlagers in Auftrag gegeben. Die Kommune hielt für das Großereignis ihre beiden Turnhallen samt Sanitäranlagen frei, sicherte einen Toilettenwagen zu, die Sperrung der Gartenstraße war beantragt. In Bücknitz sagten die Kameraden sogar ihr am selben Tag geplantes Feuerwehrfest ab, um mit Helfern den Stationsbetrieb von Fahrzeugkunde bis Staffelspiele abzusichern.

Erfahrungen austauschen

Das jährliche Kreiszeltlager ist der Höhepunkt in der mittelmärkischen Nachwuchsarbeit. Mitmachen können alle in Feuerwehren organisierten Mädchen und Jungen über zehn Jahre.
In dem dreitägigen Zeltlager sollen sich die jungen Brandschützer aus dem ganzen Landkreis kennen lernen und Erfahrungen austauschen.
Im vergangenen Jahr war das Amt Wusterwitz Gastgeber. Nach 2011 hatte sich Ziesar zum zweiten Mal als Ausrichter angeboten.

Was ist da los im mittelmärkischen Feuerwehrwesen? Kreisjugendwart Axel Thiemann verteidigt die Absage an Ziesar. Der Wusterwitzer macht die angeblich zu pauschale Kostenkalkulation der Gastgeber für das Scheitern des Zeltlagers verantwortlich. Als Vorgabe standen 20 Euro Verpflegungspauschale pro Teilnehmer im Raum. Für dieses Geld wollte Ziesars Feuerwehrverein Waren einkaufen und abrechnen. Das reichte dem Kreisverband jedoch nicht. Im Vorfeld sollten die einzelnen Posten von der Limo bis zur Bockwurst aufgelistet werden.

Entscheidung im Einvernehmen

„Leider ist man in Ziesar dieser Aufforderung trotz mehrmaliger Erinnerung und Fristsetzung nicht nachgekommen. Weil ich Rechenschaft über die ordnungsgemäße Verwendung der Mitgliedsbeiträge ablegen muss, reichen pauschale Kalkulationen nicht mehr aus. Mit Plessow bot sich kurzfristig eine andere Feuerwehr an, die alle Anforderungen erfüllen konnte“, so Kreisjugendwart Thiemann. Er habe die Entscheidung gegen Ziesar nicht allein gefällt, sondern im Einvernehmen mit den örtlichen Jugendwarten bei einer Sondersitzung des Kreisjugendfeuerwehrausschusses am 3. Juni.

Rückendeckung bekommt Thiemann vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Kurt Muschert: „Wer sich als Veranstalter bewirbt, muss auf den Cent genau Frühstück, Mittag und Abendbrot kalkulieren können. Mit einem pauschalen Betrag können wir nicht mehr agieren“, so Muschert. Er wies Spekulationen zurück, wonach die Zeltlagerabsage im Zusammenhang mit dem von Ziesar gewünschten Freizug einer vom Kreisfeuerwehrverband genutzten Garage auf dem Wirtschaftshof der Burg steht. Das eine habe mit dem anderen nichts zu tun, sagte Muschert der MAZ.

Von Frank Bürstenbinder

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