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ZfA feiert Richtfest für neue Mega-Behörde

Brandenburg an der Havel ZfA feiert Richtfest für neue Mega-Behörde

Das Richtfest für die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen in den Brennaborhöfen in Brandenburg an der Havel ist am Dienstag nach nur einem Jahr Bauzeit für 20.000 Qudratmeter Bürofläche gefeiert worden. Die volle Arbeitsfähigkeit für die 1250 Mitarbeiter soll spätestens im Sommer 2018 hergestellt sein, wenn die vier bisherigen Einzelstandorte zentralisiert sind.

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Der Komplex aus Alt- und Neubau am Dienstagmorgen von einer Drohne aus abgelichtet: Es entsteht ein geschlossenes Ensemble.

Quelle: Schomaker-Gruppe

Brandenburg/H. 362 Tage von der Grundsteinlegung bis zum Richtfest – für mehrere Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 20.000 Quadratmetern. Es gibt Groß-Bauprojekte, die im Zeit- und im Kostenplan zu realisieren sind, der Neubau der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen ZfA gehört dazu. In einem weiteren Jahr soll der Komplex für bis zu 1250 Mitarbeiter fertig gestellt sein, bis zum Sommer 2018 sind alle vier Einzelstandorte in der Stadt leer gezogen und in den ehemaligen Brennaborhöfen zentralisiert.

„Ohne unsere Partner vor Ort und die Firmen aus der Region wäre ein solches Unterfangen nicht zu bewerkstelligen“, sagt Bauherr Wilhelm Schomaker aus Dörpen (Emsland).

Im März 2015 habe es erste Kontakte in die Stadt gegeben, vor allem auf Initiative des Immobilienmaklers Joachim Nickel. Nach Gesprächen mit der Deutschen Rentenversicherung und der Stadt konnten bereits im Dezember 2015 die Mietverträge mit der ZfA unterschrieben werden. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse MBS gab das Geld, im Mai vorigen Jahres war Grundsteinlegung. Im Juli wurde mit dem Sanieren des Altbaus begonnen, im Oktober mit dem Errichten des Neubaus.

Gundula Roßbach ist Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, sie stellt das Vorhaben in den Stadt-Kontext: „Die Kombination von Altem und Neuem wie an diesem Ort macht den Reiz der Stadt Brandenburg an der Havel aus.“ Sie kenne den Standort, hat 2003 selbst bei der ZfA in der Alten Potsdamer Straße gearbeitet. 2001 hatte die Behörde mit 30 Mitarbeitern die Arbeit aufgenommen, nachdem 1992 die Föderalismuskommission entschieden hatte, mindestens 1000 Arbeitsplätze der Deutschen Rentenversicherung in der Havelstadt anzusiedeln.

Heute sei die angestrebte Mitarbeiterzahl längst überboten, obwohl die ZfA „längst eine digitale Behörde ist“. Das sei eine Herausforderung an die Errichter, die viele Kilometer Kabel und Datenleitungen im Gebäude unterzubringen haben. Roßbach lobt die Firmen, die trotz des nicht einfachen Winters im Zeitplan geblieben sind, und reagiert auch locker auf den pünktlich zum Richtfest einsetzenden Graupelregen: „Wir stehen hier nicht im Regen, sondern taufen das neue Gebäude.“

Im Altbau an der Geschwister-Scholl-Straße werden im Erdgeschoss die Abteilungen mit Publikumsverkehr eingerichtet – eine öffentliche Kantine sowie die Auskunfts- und Beratungsstelle für alle Rentenfragen der Bürger.

Was macht die ZfA eigentlich?

Mit dem Altersvermögensgesetz wurden der damaligen Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als zentrale Stelle die mit der Förderung einer freiwilligen Altersvorsorge verbundenen Aufgaben übertragen.

Weiterhin hat die zentrale Stelle bei der Deutschen Rentenversicherung Bund durch das Alterseinkünftegesetz die Aufgabe, die Rentenbezugsmitteilungen entgegenzunehmen und an die Landesfinanzbehörden weiterzuleiten.

Auch sonst hat die Behörde ein paar Besonderheiten in der Bürostruktur, erläutert Organisationsleiter Frank Lange. „Wir haben bei der ZfA fünf Dezernate mit jeweils 16 Teams. Jedes Team besteht aus zwölf Mitarbeitern, die auf zwei Büros verteilt sind. Die beiden Büros sind mit einer Verbindungstür ausgestattet, so dass kurze Verständigung möglich ist. Jedes Büro ist also mit sechs Mitarbeitern besetzt.“ Neben dieser Grundstruktur gibt es noch die etwas anders organisierte Leitungsebene mit allerlei Stäben und Beauftragten.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann berichtet, dass die Stadt alles unternommen habe, um die Riester-Behörde in der Stadt zu halten und ein Angebot in der gewollten Größe zu unterbreiten. Schließlich sei es ein Glücksfall gewesen, die zuvor in Brennabor tätige Axma-Firma zu einem Bau des Seniorenheimes in der Bergstraße zu bewegen, so dass am alten Industriestandort das nötige Volumen realisierbar war. „Ein weiteres Glück für uns und die ZfA war, dass Joachim Nickel uns den neuen Investor regelrecht angeschleppt hat.“

Von André Wirsing

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