Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Ziegeleifreunde stellen im Pauli-Kloster aus

Vorbereitungen angelaufen Ziegeleifreunde stellen im Pauli-Kloster aus

Vor den Freunden der Ziegeleigeschichte liegen ereignisreiche Monate. In mehreren Arbeitsgruppen werden sie für Oktober 2017 eine Sonderausstellung im Archäologischen Landesmuseum im Pauli-Kloster vorbereiten. In der Päwesiner „Bauernstube“ steckte die Interessengemeinschaft den Kurs ab.

Voriger Artikel
Olympia-Heldin: „Bringt mir mein Kanu zurück!“
Nächster Artikel
Operette: Eine Inszenierung mit Schmackes

Sven Kornisch (l.) und der Päwesiner Ortschronist Frank Brademann.

Quelle: Jürgen Krumnow

Päwesin. Von den Freunden der Ziegeleigeschichte wird eine erste gemeinsame Ziegelausstellung im Archäologischen Landesmuseum im Paulikloster vorbereitet. Darüber verständigten sie sich am Samstag bei einem Treffen im Restaurant „Zur Bauernstube“ in Päwesin.

„Die Ausstellung wird von Oktober nächsten Jahres bis Januar 2018 im Kreuzgang des Pauliklosters zu sehen sein“, teilte Sven Kornisch mit. Er ist einer der federführenden Freunde der Ziegeleigeschichte und engagiert sich überdies auch im Arbeitskreis Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e. V. und als Redakteur der „Heimatkundlichen Blätter“.

Den aus Premnitz, Berlin, Ketzin, Rathenow, Klein Kreutz, Deetz, Zehdenick und anderen ehemaligen Standorten von Ziegeleien angereisten Freunden der Ziegeleigeschichte steht damit eine arbeitsreiche Etappe bevor. Angesichts ihrer Erfahrungen bei der Vorbereitung örtlich begrenzter Ausstellungen wollten sie keine Zeit verstreichen lassen. Mit Blick auf die Gäste sprach jemand von der hier versammelten geballten Kompetenz über die Ziegeleigeschichte.

Ihre siebte Zusammenkunft innerhalb der vergangenen drei Jahre nutzten sie daher zur Bildung von Arbeitsgruppen, die sich über die darzustellenden Orte und die einzelnen Themen verständigten. So werden sich beispielsweise Ketzin, Zehdenick, Parey (Elbe), die Region Mittenwalde, Rathenow oder die Region Deetz, Götz und Schmergow darstellen können. Für Überraschung sorgte selbst in diesem Kreis Sven Kornisch mit der Mitteilung, dass im Jahr 1878 in der Stadt Brandenburg 24 Ziegeleien angemeldet waren, wie das aktuelle Recherchen ergaben. Allein aus der Stadt Brandenburg seien 1902 die gewaltige Menge von 254 Millionen Ziegeln nach Berlin verschifft worden. Aber nicht nur die Ziegel und ihre Herstellung oder die Arbeitsbedingungen sollen dargestellt werden.

Wie Jörg Kappe aus Briest mit einem nun digitalisierten Film zeigte, haben auf den Ziegeleien überraschend viele Frauen gearbeitet. Sein Vater Wilhelm hatte als Hauptbuchhalter mit einer 8-Millimeter-Kamera um 1960 den Film auf einer der 14 Ziegeleien in Päwesin gedreht. Auch Krankheiten der Arbeiter und die Kinderarbeit bis Ende des 19. Jahrhunderts werden thematisiert. Verschiedene Schulleiter hätten bereits jetzt ihr Interesse an der Ausstellung bekundet, so Sven Kornisch.

Von Jürgen Krumnow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg