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Ziegelroter Fußboden für Lünower Kirche

Wieder einen Schritt weiter Ziegelroter Fußboden für Lünower Kirche

Im Eingangsbereich und Altarraum der Lünower Kirche strahlen jetzt neue Bodenplatten in Ziegelrot, die am Sonntag mit einem Gottesdienst eingeweiht werden. Die Brielower Firma Uhrbach hatte die handgestrichenen Keramikziegel aus Glindow schnell verlegt, aber der Vorlauf hat lange gedauert.

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Arnd und Annemarie Mannzen auf dem neuen Ziegelfußboden in der Lünower Kirche.

Quelle: Christine Lummert

Lünow. Am Turm der Lünower Dorfkirche steht schon wieder ein Gerüst, aber im Inneren ist die Sanierung weiter vorangegangen: Im Eingangsbereich und im Altarraum strahlen neue Bodenplatten in Ziegelrot. Das wird am morgigen Sonntag mit einem Abendmahlsgottesdienst gefeiert.

„Die Landschaftsgärtnerei Uhrbach aus Brielow hat die handgestrichenen Keramikziegel aus Glindow innerhalb von wenigen Tagen verlegt, aber der Vorlauf hat lange gedauert“, erklären Arnd und Annemarie Mannzen, die als Mitglieder im Gemeindekirchenrat und im Kulturförderverein Lünow die Bauarbeiten an der Kirche schon über viele Jahre begleiten.

„Der Denkmalschutz hat natürlich in allen Phasen der Restaurierungsarbeiten ein Mitspracherecht. Die ersten Bodenplatten, die wir bestellt hatten, haben nicht ins Bild gepasst“, sagen die Mannzens. Dazu kam, dass trotz nur geringer Erdaushubarbeiten im Altarraum Archäologen dazu gezogen werden mussten, die nach historisch wertvollen Funden gesucht haben. „Bis auf ein paar alte Münzen, die meisten davon aus DDR-Zeiten, war hier aber nichts zu entdecken“, sagt Arnd Mannzen. Ein schneller Abschluss der Arbeiten war also nicht möglich und so fanden die Gottesdienste in den langen Bauzeit-Monaten mit einem Rasenteppich im Altarraum statt.

Bevor der Boden verlegt wurde, war mit der Restaurierung des Taufbeckens und dessen Versetzung um zwei Meter von der Mitte des Altarraums auf die Seite ein weiterer Schritt getan, der vor allem für die vom Kulturverein veranstalteten Konzerte und Lesungen mehr Raum für Künstler geschaffen hat. „Aus diesen Veranstaltungen, für die wir auch bekannte Musiker und Autoren gewonnen können, fließt wieder ein Teil in die Restaurierung der Kirche“, so die Mannzens.

Das nächste Konzert findet am 30. April um 15 Uhr statt. Unter Leitung von Manfred Preis spielen Musiker des Philharmonischen Orchesters Berlin zum Motto „Heitere Musik für Klavier und Klarienette“. Im Anschluss wird es eine Kaffeetafel in der Dorfbegegnungsstätte geben.

Die Fußbodensanierung hat 10 000 Euro gekoset. Insgesamt sind inzwischen etwa 200 000 Euro in die Kirche geflossen. „Wir können uns glücklich schätzen, dass sich in Lünow schon 1994 Menschen in einem Verein zusammengeschlossen haben, um sich für die Restaurierung zu engagieren, denn damals stand noch viel mehr Geld aus Fördertöpfen zur Verfügung“, sagt Annemarie Mannzen, die andere Kirchensanierungsprojekte beobachtet, die es inzwischen viel schwerer haben.

Trotzdem sind auch in Lünow immer wieder Investitionen nötig. Dach, Innendecke, Fenster und Innerraumgestaltung wurden im Laufe der Jahre in Angriff genommen, jetzt steht wieder das Schieferdach des Kirchturmes auf dem Plan. „Nach kleinen Sturmschäden hat ein Gutachter festgestellt, das vor 20 Jahren nicht einwandfrei gearbeitet wurde und anstatt immer wieder nur Flickwerk zu produzieren, soll jetzt das Dach des Turmes neu gedeckt werden.“ Der Gottesdienst am Sonntag beginnt um 10 Uhr.

Von Christine Lummert

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