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Brandenburg/Havel Ziesar treibt Straßenbau voran
Lokales Brandenburg/Havel Ziesar treibt Straßenbau voran
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00:20 19.11.2017
Die Bahnhofstraße stößt an den Breiten Weg an, befindet sich aber nicht mehr im Sanierungsgebiet. Ein Ausbau wird nur mit Fördermitteln für die Kommune möglich sein. Auf die Eigentümer kommen zehn Prozent der Kosten zu. Quelle: Silvia Zimmermann
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Ziesar

Nach Jahren des Straßenbaus in der Altstadt wendet sich Ziesar der Infrastruktur außerhalb des Sanierungsgebietes zu. So stehen jetzt die Bahnhofstraße und die Straße Am Weinberg auf dem Ausbauprogramm. Die Weichen dafür haben in dieser Woche die Stadtverordneten gestellt. Sie billigten einen ersten Planentwurf und stimmten für eine Änderung der Straßenbaubeitragssatzung. Danach wird die Bahnhofstraße künftig als Hauptverkehrsstraße und nicht mehr als Haupterschließungsstraße geführt.

Für die Grundstückseigentümer in der Bahnhofstraße ist die Satzungsänderung bares Geld wert. Sie brauchen sich nur mit zehn Prozent statt 30 Prozent an den Kosten beteiligen. So trägt die Kommune 90 Prozent der Kosten. Davon erhofft sich Ziesar einen Förderanteil von 75 Prozent. Von diesen Zuschüssen wird am Ende abhängen, ob mit der Sanierung 2018 begonnen werden kann. Bernd Gobel (CDU) bezeichnete die Satzungsänderung, die auch andere Straßen betrifft, als „Schritt in die richtige Richtung“, um das Gleichheitsprinzip in der Stadt zu wahren.

Hausbesitzer im Sanierungsgebiet brauchen keinen klassischen Straßenbaubeitrag bezahlen. Sie werden mit einem moderaten Ausgleichsbetrag belastet, der zum Beispiel im Breiten Weg drei Euro je Quadratmeter anzurechnender Grundstücksfläche beträgt. In Nebenstraßen sind es zwei Euro. Nach alter Satzung wäre die Belastung der Bahnhofstraßenanwohner um ein Vielfaches höher.

Ziesar Bahnhofstraße mit Blick auf das einstige Empfangsgebäude. Quelle: Silvia Zimmermann

Der neue Status einer Hauptverkehrsstraße wird mit dem angewachsenen Durchgangsverkehr begründet. Außerdem ist die Bahnhofstraße ein wichtiges Verbindungsstück von der B 107 (Ostumfahrung) über den Breiten Weg und das Frauentor zur B 107 (Westumfahrung). „Deshalb wäre eine finanzielle Mehrbelastung ungerecht“, findet auch Bürgermeister Dieter Sehm (SPD). Ohnehin müssen die Anlieger für neue Hausanschlüsse (Trink- und Abwasser) selbst aufkommen.

Wie Markus Fichtner von der Gruppe Planwerk aus Berlin erläuterte, soll die Bahnhofstraße einen dreischichtigen Asphaltaufbau erhalten. Es wird Baumfällungen geben. Neupflanzungen sollen den Alleecharakter sichern. Für den Gehweg regte Dietmar Varchmin (SPD) einen Plattenbelag nach dem Vorbild der sanierten B 107 (Am Bahnhof) an. Bernd Gobel (CDU) schlug eine eventuelle Verbreiterung der Fahrbahn vor: „Bei parkenden Autos ist ein Gegenverkehr oft unmöglich.“ Auch die Straße Am Weinberg wird eine Asphaltdecke erhalten. Ein Gehweg ist nicht vorgesehen. Der Weinberg behält seinen Status als Anliegerstraße, womit ein höherer Anliegeranteil an den Kosten als in der Bahnhofstraße verbunden ist. Details werden bei einer Anwohnerversammlung am 28. November um 19 Uhr im Glassaal mit den Bürgern besprochen.

Von Frank Bürstenbinder

Mit so viel Resonanz rechneten selbst die Initiatoren nicht. Über 60 Teilnehmer haben sich zur Feierstunde aus Anlass der urkundlichen Ersterwähnung des Ortes Tieckow (Potsdam-Mittelmark) vor 700 Jahren angemeldet. Weil die Kommune keinen Anstoß gab, haben sich Privatleute des Jubiläums angenommen. Die Veranstaltung findet am 25. November statt.

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