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Brandenburg/Havel Ziesars Schüler demonstrieren
Lokales Brandenburg/Havel Ziesars Schüler demonstrieren
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00:33 11.07.2015
Junge Demonstranten treffen auf Amtsdirektor Norbert Bartels. Quelle: J. Steiner
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Ziesar

Denn die beiden Männer trugen eine Tür. Auf der stand die Forderung nach einem neuen Schulhof geschrieben. Es war das zentrale Thema eines Protestmarsches, wie ihn Ziesar noch nie gesehen hat.
Auch Liza Lüdtke und Marielle Britzke aus der 5b haben ihr Plakat selbst entworfen. Wie die Erwachsenen wünschten sich die Mädchen ein schöneres Umfeld für ihre Unterrichtsgebäude.

Noch zu lesen war: „Die Schule ist unser Arbeitsplatz“ und „Attraktive Schule – Attraktive Stadt“. Andere Kinder machten Lärm mit Rasseln und Trillerpfeifen. Robert Meißner aus der 4a erklärte den Unmut: „Unser Pausenhof ist schäbig und eine Unfallquelle. Die verschiedenen Materialien passen nicht zusammen. Und bei Regen ist hier alles überflutet.“

Bei den kleinen und großen Demonstranten liegen die Nerven blank. In der Tat hat die Thomas-Müntzer-Oberschule mit Grundschule den wohl traurigsten Schulhof in ganz Brandenburg. Der ist zum großen Teil unbefestigt. Was noch funktioniert, wie die Spielgeräte oder der Springbrunnen, brachten Eltern und Schüler selbst auf Vordermann. „So kann es nicht weiter gehen“, steht für Elternsprecher Ohst fest. Seit vielen Jahren wird die Schule nur vertröstet. Weil die Förderanträge immer wieder abgelehnt wurden, verschob das Amt Ziesar als Schulträger die Neugestaltung ins Ungewisse. So ist es auch in diesem Jahr passiert. „Darüber sind wir alle traurig und wütend“, sagte Schulleiterin Kerstin Riemer der MAZ.

Amt Ziesar ist Träger

In Ziesar werden rund 350 Mädchen und Jungen von Klasse eins bis zehn in einem Verbund von Oberschule und Grundschule unterrichtet. Schulleiterin ist seit zwei Jahren Kerstin Riemer.

Einheitlicher Träger beider Schulteile ist seit 2011 das Amt Ziesar. Zuvor war die Oberschule in Verantwortung der Kommune. Über die Amtsumlage finanzieren alle Kommunen Ausstattung und Erhalt der Schule mit.

Als der bunte Zug das Verwaltungsgebäude auf der Burg erreichte, überraschte Amtsdirektor Norbert Bartels mit einer Charmeoffensive. „Gut, dass ihr zu mir kommt. Ich sehe, wie wichtig euch die Gestaltung des Schulhofs ist“, sagte Bartels zu den jungen Demonstranten. Versprechungen machte er aber nicht. So sieht der Verwaltungschef die Lage: 260.000 Euro waren insgesamt über die beiden Jahre 2015/16 im Amtshaushalt eingeplant – inklusive Fördermittel. Der Landkreis gab 69.000 Euro aus dem Regionalbudget.

Keinen Zuschuss gibt es dagegen von der Lokalen Aktionsgruppe Havelland-Fläming, die EU-Mittel für die ländliche Entwicklung verteilt. Jetzt will das Amt für 2016 Anlauf nehmen. Dafür werden die Anträge im September beschieden. „Lasst uns bitte diese Entscheidung abwarten, bevor wir ohne weitere Zuschüsse in die Realisierung gehen“, bat der Verwaltungschef um Verständnis. Die Schule wird nicht locker lassen. Weit über 200 Unterschriften für einen neuen Schulhof bekam Bartels von Elternsprecher Ohst überreicht.

Von Frank Bürstenbinder

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