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Zu wenig Rettungsschwimmer und alte Boote

25 Jahre DLRG in Brandenburg an der Havel Zu wenig Rettungsschwimmer und alte Boote

Sie erfüllt eine der wichtigsten Aufgaben für die Allgemeinheit und das ehrenamtlich und mit veralteten Booten: Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, die am Sonntag ihr 25-jähriges Bestehen feierte, ist in Brandenburg bei Einsätzen noch in Booten der NVA unterwegs. Doch das ist nicht die einzige Sorge, die der DLRG-Vorstandsvorsitzende hat.

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Steffen Pauli ( 38) ist seit acht Jahren Vorstandsvorsitzender des hiesigen DLRG.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Vor 25 Jahren hat sich der Stadtverband der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft in Brandenburg an der Havel gegründet. Heute zählt er 130 Mitglieder, damals waren es 30. Am Sonntag gratulierte auch Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) bei einer Festveranstaltung im Vereinsheim Propeller an der Regattastrecke den Vereinsmitgliedern. Zu verdanken hat die Stadt dem DLRG tatsächlich viel. Die knapp 20 Rettungsschwimmer sichern die internationalen Sportveranstaltungen an der Regattastrecke ab und das gerade einmal gegen eine Aufwandspauschale. „Die reicht gerade mal für das Spritgeld“, sagt Ivonne Hof, ehrenamtliche Geschäftsführerin des DLRG-Brandenburg an der Havel.

Vorstandsvorsitzender Steffen Pauli treiben drei Sorgen um. Die beiden tödlichen Badeunfälle 2014 und 2015 in Brandenburg, zu wenig Rettungsschwimmer und veraltete Boote. Angesichts der beiden tödlichen Badeunfälle appelliert er weiter an die Stadt, „wenigstens einen bewachten Badestrand anzubieten.“ Tiemann sagte dazu am Sonntag, „ich kann mir vorstellen, für die Badestelle am Grillendamm Eintritt zu nehmen, um davon eine Bewachung zu organisieren“. Doch dafür müsse ein Betreiber gefunden werden. Der DLRG kann das Absichern personell nach Angaben Paulis nicht leisten. Er schlägt vor, dafür Hartz-IV-Empfänger als Rettungsschwimmer auszubilden.

Die beiden Boote der Lebensretter stammen aus NVA-Beständen

Die beiden DLRG-Boote stammen noch von der Nationalen Volksarmee der DDR. Pauli beklagt deren hohe Reparaturanfälligkeit. Neue Boote wären wendiger und besser ausgerüstet für die Rettungseinsätze. Stadtverordneter Matthias Pietschmann (Die Linke) sagte dazu: „Es ist traurig, der DLRG sichert ehrenamtlich Europa- und Weltmeisterschaften ab mit veralteten Booten. Die Politik muss neue Boote bezuschussen.“

Ein neues Rettungsschlauchboot kostet laut Ivonne Hofmeister 30 000 Euro. „Die ehrenamtliche Feuerwehr erzählt Zuschüsse. Wir machen die gleiche Arbeit auf dem Wasser und brauchen auch finanzielle Unterstützung.“ DLRG-Landespräsident Peter Michael Kessow sagte am Sonntag, müsste die Stadt für den Einsatz der Rettungsschwimmer zahlen, wäre der Brandenburger Verein reich.

Von Marion von Imhoff

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