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Zum Jubiläum ein neuer Verwaltungssitz

Kuhlowitz Zum Jubiläum ein neuer Verwaltungssitz

Der Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark besteht seit 25 Jahren. Zum Jubiläum zieht die geschrumpfte Verwaltung in externe Büros. Der angestammte Sitz in Kuhlowitz wird dauerhaft ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge. Die Veränderung steht quasi symbolisch für den Wandel von Gesellschaft und Verein.

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Geschäftsführer Roland Leisegang , Gründungsmitglied Fritz Grunicke, Minister Günter Baaske (SPD) und Vorsitzende Eveline Vogel (v. l.) hatten am Freitagmittag guten Grund, das AAfV-Jubiläum zu feiern.

Quelle: René Gaffron

Kuhlowitz. Die geschrumpfte Verwaltung des Arbeits- und Ausbildungsförderungsvereins (AAfV) Potsdam-Mittelmark zieht noch in diesem Jahr um – bliebt aber in Kuhlowitz. Vier Büros werden im Wohn- und Geschäftshaus an der Dorfstraße 9 gemietet. Das ist am Rand der 25-Jahr-Feier am Freitag Mittag bekannt gegeben worden.

Der bisher genutzte Zweigeschosser der ehemaligen Flämingbau-GmbH Kuhlowitz soll als Übergangswohnheim für Asylbewerber hergerichtet. Derzeit ist es eine Notunterkunft, in der aktuell 33 Flüchtlinge untergebracht sind. Noch in diesem Jahr sollen Unternehmen mit dem Ausbau beginnen, sagt AAfV-Geschäftsführer Roland Leisegang. Ihm zufolge wird geprüft wie die Lager und Werkstätten auf dem Hof in Zukunft optimal für die Vereinszwecke genutzt werden.

Mehr als 10 000 Beschäftigte

Der Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark ist am 17. Juni 1991 gegründet worden. Er hat derzeit etwa 30 Mitglieder, ist hauptsächlich kommunal mit dem Kreis Potsdam-Mittelmark an der Spitze getragen.

Aktuelle Vorsitzende: Eveline Vogel aus Reetzerhütten. Geschäftsführer: Roland Leisegang aus Lütte.

Bislang erhielten 10530 Menschen beim Vereine eine Beschäftigung und Qualifizierung im öffentlich geförderten Sektor. 31 Lehrlinge wurden in Geschäftsstelle, Eigenbetrieben oder Tochterunternehmen ausgebildet.

Zur 25-Jahr-Feier wurde eine achtseitige Chronik über die vielseitige ökonomische, ökologische und soziale Vereinstätigkeit herausgegeben.

Damit steht der langjährige Vereinssitz symbolisch für den gesellschaftlichen und eigenen Strukturwandel. Seit Jahresbeginn als gemeinnützig anerkannt, ist der AAfV neuerdings überwiegend als Dienstleister im sozialen Sektor und ganz besonders beim Betrieb der Übergangswohnheime zwischen Havel und Fläming aktiv.

Gerüstet für den ersten Arbeitsmarkt

Gegründet wurde er vor 25 Jahren noch, um die nach der Wende immer zahlreicher werdenden Erwerbslosen mit Fortbildung und Beschäftigung für den ersten Arbeitsmarkt zu rüsten und gleichzeitig die Regionalentwicklung zu fördern. „Die Aufgabe war wichtig, aber innerhalb der Verwaltung nicht zu leisten“, erinnerte sich Arbeitsminister Günter Baaske (SPD). Seinerzeit war er als Dezernent und ehrenamtlicher Vorsitzender maßgeblich in die Vereinstätigkeit eingebunden. So wurden nicht wenige Frauen für Straßen- und Tief-, Garten- und Landschaftsbau fit gemacht.

Eine Einsatzstelle, wo sie geübt haben: der gepflasterte Radweg von Bad Belzig nach Weitzgrund. In Regie von Bernd Schlägel und Marie-Luise Vetter wurden Wiesenburger Schloßschänke „Zur Remise“, Gutshof Klein Glien, Burg Rabenstein, Alte Brennerei Golzow und Burg Ziesar instandgesetzt und zumindest vorübergehend erfolgreich geführt.

Mit Naturprodukten selbstständig gemacht

Daran erinnerte Vereinschefin Eveline Vogel ebenso wie an Existenzgründer, die sich mit der Herstellung von Naturprodukten selbstständig gemacht haben oder an die Mitstreiter des Wanderkompetenzzentrums, die Bad Belzig und Umgebung als märkische Top-Wanderregion profiliert haben.

Angesichts sinkender Arbeitslosenzahlen und deshalb eingeschränkter Förderung war der vorübergehend quasi führunglose Verein 2012 zum Sanierungsfall geworden. Schließlich hat er mit Roland Leisegang neue Geschäftsfelder erschlossen, während der Sozialbetrieb „Hand in Hand“, der gewerblichen Unternehmen unterstützt, nur noch einen kleinen Anteil ausmacht.

Doch es ist nicht gesagt, dass bald wieder fleißige Hände und helle Köpfe zum Zuge kommen können. „Es braucht ein Bundesprogramm, dass für Beschäftigung der Asylsuchenden sorgt, damit sich die Arbeitslosigkeit nicht verfestigen kann“, forderte Baaske. Dass der AAfV die Umsetzung erledigen kann, steht für ihn außer Frage: „Er hat all die Erfahrungen schon gesammelt.“

Von René Gaffron

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