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Brandenburg/Havel Zur Traumhochzeit ins Schloss Rogäsen
Lokales Brandenburg/Havel Zur Traumhochzeit ins Schloss Rogäsen
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14:36 17.03.2016
Marion und Karl Geyer im Trauzimmer ihres Schlosses. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Rogäsen

„Wir würden uns wieder heiraten“, sagen Marion und Karl Geyer. Das aus Süddeutschland stammende Ehepaar gab sich vor zwölf Jahren auf Mauritius das Ja-Wort. Damals besaßen sie das Schloss Rogäsen noch nicht.

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Dorfansichten aus Rogäsen mit dem historischen Ensemble von Schloss und Kirche.

Ab 1. April – und das ist kein Aprilscherz – können sich Brautpaare im ehemaligen Herrenhaus das standesamtliche Ja-Wort geben und gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geschlossen werden. Vorerst vornehmlich an Wochenenden. Die Geyers stellen dem Amt Wusterwitz das von ihnen mit viel Liebe zum Detail eingerichtete repräsentative Kaminzimmer kostenlos für Trauungen zur Verfügung. Der Vertrag, dem der Wusterwitzer Amtsausschuss zugestimmt hatte, ist im Februar unterzeichnet worden. Vor einer knappen Woche erfolgte die Abnahme mit der Unteren Fachaufsicht.

Vorerst nur am Wochenende

Heiratswillige schließen mit den Schlossbesitzern einen kostenpflichtigen Nutzungsvertrag, sollten sich aber vorher bei der Wusterwitzer Standesbeamtin melden, die auch weiterhin im dekorativen Amtssaal traut. „Ein Paar aus Viesen hat sich bei uns für den 6. August schon vormerken lassen“, sagen die Geyers. Sie richten aber keine Feiern aus, sondern begleiten die Trauung auf Wunsch mit Angeboten wie Sektempfang mit Häppchen oder Pianomusik auf dem Blüthner-Flügel.

Das Trauzimmer im Barockstil mit überarbeiteter Stuckdecke, Chateau-Schrank von 1880, Wandfeldern in Rosé und Ölgemälden ist ein Traum. Die von einem Schloss bei Brecia aus Italien stammende zeitgenössische Sitzgruppe mit cremefarbenen Polstern und vergoldeten Massivrahmen ist erst vor wenigen Tagen von einem Nürnberger Antiquitätenhandel geliefert worden. Das Brautpaar sitzt unter einem feuervergoldeten historischen Kristallleuchter im Zentrum des Raumes und wird von der Hochzeitsgesellschaft umrahmt.

Hochzeitsschatulle aus Silber und rotem Samt

Etwas ganz Besonderes ist die mit Silber beschlagene und rotem Samt gefütterte lederne Hochzeitsschatulle, aus der die Eheringe gereicht werden. Sie ist ein Geschenk Friedrich des Großen an seine Schwester Luise Ulrike von Preußen, die 1744 mit dem späteren König Adolf Friedrich von Schweden vermählt wurde. Die vermutlich in einer Augsburger Werkstatt gefertigte Schatulle stamme von Alexander Fromery aus Berlin, dem Hoflieferanten des Preußenkönigs, erzählen Marion und Karl Geyer, in deren Besitz das Kästchen auf Umwegen gelangte.

„Wir finden, dass in ein Schloss Möbel aus jener Zeit gehören, aber es soll kein Museum sein, sondern ein lebendiger Ort der Begegnung,“, sagen die Eheleute. Bis 2018 wollen sie mit Hilfe von Fördermitteln rund 1,2 Millionen Euro in die denkmalgerechte Sanierung des Schlosses investieren. Neben dem eigenen Wohnen und „Bed & Breakfast“ möchten sie es zu einer Stätte für kulturelle Veranstaltungen im kleineren Rahmen entwickeln. Das Trauzimmer sei eine schöne Ergänzung für Romantiker. „Wenn wir nicht verheiratet wären, könnten wir uns keinen schöneren Ort zum Heiraten vorstellen.“

Von Claudia Nack

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