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Brandenburg/Havel Zwei Stunden Warnstreik bei Asklepios
Lokales Brandenburg/Havel Zwei Stunden Warnstreik bei Asklepios
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16:43 12.03.2019
Im Asklepios-Fachklinikum auf dem Görden arbeiten mehr als 800 Beschäftigte. Am Mittwoch sind die Verdi-Mitglieder zum Warnstreik aufgerufen. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

In den laufenden Tarifverhandlungen für die rund 1600 Beschäftigten der drei psychiatrischen Asklepios-Fachkliniken im Land Brandenburg hat die Gewerkschaft Verdi für Mittwoch, den 13. März 2019 zu einem zweistündigen Warnstreik an den Standorten in Brandenburg/Havel, Teupitz und Lübben (Spreewald) aufgerufen.

Der dritte Verhandlungstermin am 7. März hatte keine Einigung der Tarifparteien gebracht. Ab 11 Uhr wird es laut Verdi jeweils vor den Haupteingängen der Kliniken zu Streikkundgebungen kommen.

Angleichung an Hamburg und Berlin

Wie Gewerkschaftssekretär Ralf Franke berichtet, will Verdi für die Beschäftigten in Brandenburg eine Angleichung an die Tariflöhne erreichen, die bei den Asklepios-Kliniken in Hamburg und bei der Charité und bei Vivantes in Berlin gezahlt würden. Bei diesen Asklepios-Kliniken werde jeweils der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes für die Krankenhäuser (TVöD-K) angewandt.

Mit der Verdi-Tarifforderung würde sich bei den Pflegefachkräften, bei den Physio- und Ergotherapeuten und bei den Erziehern das Entgelt zum 1. Januar 2019 um durchschnittlich 9,7 Prozent erhöhen. Zum 1. April 2019 sollte eine weitere Entgelterhöhung um 3,3 Prozent folgen.

„Mit der Tarifforderung sollen die Beschäftigten der Asklepios Fachkliniken im Land Brandenburg endlich den West-Tarif erhalten“, fordert der Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke.

Verzicht auf Vorteil für Ältere

Verdi lehnt verbessertes Arbeitgeberangebot erneut ab und verzichtet damit auf Vorteilsregelungen für ältere Beschäftigte“, so stellt sich der Stand der Verhandlungen aus Sicht von Daniela Wolarz-Weigel dar. Sie ist Vorsitzende der Geschäftsführung der Fachkliniken Brandenburg GmbH. „Verdi lehnte das seitens Asklepios nachgebesserte Angebot einmal mehr ab“, bedauert die Klinikchefin.

Das jüngste Angebot umfasste drei lineare Erhöhungen der Entgelttabellen bei einer im Vergleich zum früheren Angebot deutlich kürzeren Laufzeit des Tarifvertrages.

Honorar fürs Einspringen

Gleichzeitig habe Asklepios kürzere Arbeitszeiten für alle Arbeitnehmer ab dem 60. Lebensjahr bei vollem Lohnausgleich vorgesehen sowie eine weitergehende Beteiligung des Arbeitgebers an der zusätzlichen Altersversorgung. Pflegekräfte, die bei kurzfristigen Ausfällen einspringen, sollten eine zusätzliche Honorierung erhalten.

Insgesamt sah das Angebot von Asklepios eine stufenweise Steigerung der Personalaufwendungen von annähernd neun Prozent vor, so Wolarz-Weigel.

Von Jürgen Lauterbach

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