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Kloster Lehnin: Brückner neuer Bürgermeister

Wahlsonntag Kloster Lehnin: Brückner neuer Bürgermeister

Uwe Brückner (SPD) folgt auf Bernd Kreykenbohm: Der 54-Jährige wurde am Sonntag klar zum neuen Oberhaupt der Gemeinde Kloster Lehnin gewählt. Geschlagen geben mussten sich die Kandidaten der Linken und AfD. Ein Sieg Brückners war erwartet worden: Im Endspurt um den Bürgermeisterposten standen viele Politiker und Bürger hinter dem Polizisten.

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Auch Enkel Paul (3) gratuliert Uwe Brückner zur Bürgermeisterwahl.

Quelle: J. Steiner

Kloster Lehnin. Schulterklopfen, Händeschütteln, Glückwünsche – Hochstimmung im Damsdorfer „Landlord“, wo Uwe Brücker (parteilos) am Abend mit der Familie, Freunden und Sympathisanten seinen unerwartet hohen Wahlsieg feierte. 72,1 Prozent der abgegebenen Stimmen entfallen auf den Polizeibeamten aus Damsdorf. Das sind exakt 3446 Kreuze.

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Uwe Brückner (SPD) folgt auf Bernd Kreykenbohm: Der 54-Jährige wurde am Sonntag deutlich zum neuen Oberhaupt der Gemeinde Kloster Lehnin gewählt. Geschlagen geben mussten sich die Kandidaten der Linken und AfD. Ein Sieg Brückners war erwartet worden: Im Endspurt um den Bürgermeisterposten standen viele Politiker und Bürger hinter dem Polizisten.

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Damit wird der 54-jährige Brückner Anfang Juli als neuer hauptamtlicher Bürgermeister ins Kloster Lehniner Rathaus einziehen. „Ein tolles Ergebnis, mit dem ich sehr glücklich bin. Ich hatte eher mit 60 Prozent gerechnet. Jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe“, sagte ein aufgeräumter Brückner der MAZ. In seinem Heimatort Damsdorf holte Brückner 88, 9 Prozent der Stimmen. Nur in Netzen musste sich der von der SPD sowie von den Freien Bürgern und Bauern im Rahmen einer Listengemeinschaft nominierte Bewerber mit 49 Prozent zufrieden geben.

Enttäuschung bei den Linken

Enttäuschung bei den Linken. Bürgermeister-Kandidat Joachim Sroka und Kreistagsfraktionssprecher Thomas Singer (r.) verfolgen im Lehniner Rathaus das Einlaufen der Wahlergebnisse.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Bereits eine Stunde nach Schließung der Wahllokale konnte Kloster Lehnins Wahlleiter Stephan Arnold die letzten Zahlen für das vorläufige Endergebnis online stellen. Im Rathaus verfolgten etliche Bürger, Kommunalpolitiker und Verwaltungsangestellte am Bildschirm die Ergebnisse der Auszählungen in den 18 Wahlbezirken (einschließlich Briefwahlbezirk). Darunter auch der Kandidat der Linken, Joachim Sroka. Die Enttäuschung stand dem Nahmitzer ins Gesicht geschrieben. Mit 13,3 Prozent musste sich Sroka zufrieden geben. Für die von ihm anvisierte Stichwahl gegen Brückner reichte das Ergebnis bei weitem nicht.

Schlimmer noch, Sroka holte weniger Stimmen als AfD-Bewerber Falk Deuter. Der Mann aus Damsdorf, den vor der Wahl nur wenige Bürger kannten, schaffte aus dem Stand 14,6 Prozent. In einigen Orten herrschen sogar Sachsen-Anhalter Verhältnisse. In Netzen entfielen 27,1 Prozent der Stimmen auf den AfD-Mann. In Krahne 24, 7 Prozent. Über 20 Prozent für Deuter auch in Emstal und Göhlsdorf. „Nach der Wahl ist vor der Wahl. Mit der AfD ist in Kloster Lehnin weiter zu rechnen“, kündigte ein zufriedener Deuter an.

Im Wahllokal des Lehniner Rathauses leert Wahlvorsteher  Andreas Thomas Klauner die Wahlurne

Im Wahllokal des Lehniner Rathauses leert Wahlvorsteher Andreas Thomas Klauner die Wahlurne.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Für den Linken-Kandidat Joachim Sroka ist das starke Abschneiden der AfD ein Ergebnis der „aktuellen politischen Lage“. Ob er sich bei der nächsten Kommunalwahl engagieren will, lies Sroka am Sonntag offen. Froh mit dem klaren Ausgang der Bürgermeisterwahl sind die Kloster Lehniner Christdemokraten. Die CDU hat sich zwar diesmal der Listenvereinigung mit der SPD nicht angeschlossen, unterstützte aber vorbehaltlos Brückners Kandidatur. Harry Grunert und Stefan Behrendt von der CDU-Fraktion im Gemeinderat gehörten denn auch zu den ersten Gratulanten in der Gaststätte „Landlord“. Mit den Worten „Uwe, du bist unser Mann! Ab heute gelten neue Maßstäbe“, übergab Grunert dem künftigen Bürgermeister einen extralangen Zollstock (drei Meter).

Mit 51,1 Prozent lag die Wahlbeteiligung in Kloster Lehnin für eine Bürgermeisterwahl beachtlich hoch. Vor acht Jahren, als Noch-Bürgermeister Bernd Kreykenbohm allein zur Wahl stand, ging gerade mal ein Drittel der Wahlberechtigten an die Urnen. Ungewöhnlich hoch ebenso der Anteil der Briefwähler. Es waren 537. Auch bei den Briefwählern lag der Favorit Brückner mit 76,5 Prozent weit vorn.

Von Frank Bürstenbinder

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