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Buga: Finanzdesaster war lange bekannt

Scharfe Kritik am Zweckverband Buga: Finanzdesaster war lange bekannt

Zu wenige Besucher, ein Finanzloch in zweistelliger Millionenhöhe, aber herausgeputzte Innenstädte und – hoffentlich – ein langfristiger Imagegewinn für die Region. Die Buga war das beherrschende Thema im Jahr 2015. Auch jetzt beschäftigt es die Politik noch, denn: Die Entscheider wussten schon sehr früh, dass die Schau in einer finanziellen Katastrophe enden würde.

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Zu Besuch auf der Buga.

Quelle: dpa-Zentralbild

Havelregion. Scharfe Kritik hat die Brandenburger SPD-Fraktionschefin Britta Kornmesser am Vorstand des Buga-Zweckverbandes geübt. Auf ihre Anfrage zum Zustandekommen und zur Höhe des zu erwartenden Defizits aus der Großveranstaltung, das von den Ausrichtergemeinden gemeinsam auszugleichen ist, hat sie nur unbefriedigende Auskünfte von Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) bekommen.

Kornmesser war im September 2015 als Vorstandsmitglied des Zweckverbandes zurückgetreten, weil sie sich ungenügend informiert und isoliert fühlte, die Bürgermeister seien hingegen aktuell mit Daten gefüttert worden. Nun fühlt sich die SPD-Politikerin bestätigt: „Hier ist ersichtlich, wie schlecht sich die Besucherzahlen im Laufe der Buga entwickelt haben und dass dem Zweckverband und der Vorsteherin bereits Mitte August klar war, dass schon 6,5 Millionen Euro Verlust im Raum stehen“, sagte sie bezüglich einer jetzt herausgerückten Grafik, in der Kartenverkäufe und Einnahmen in Ist und Soll dargestellt sind. „Zur Vorstandssitzung am 3. Juli 2015 hat Vorsteherin Dietlind Tiemann nur auf Drängen der anderen Mitglieder die Zahlen benannt – 4,5 Millionen Euro damals.“

Es könne auch nicht die Rechnung von 1,0 statt 1,5 Millionen Besuchern stimmen: Dann würden nämlich nur ein Drittel an Einnahmen fehlen, tatsächlich sind es aber fast die Hälfte: Mit 11,67 statt erhoffter 22,32 Millionen Euro sei der Plan gerade zu 52,3 Prozent erfüllt.

Von André Wirsing

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