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Die Buga 2015 war ein Bettenfüller

Übernachtungszahlen gestiegen Die Buga 2015 war ein Bettenfüller

Die Bundesgartenschau war für die Touristiker in der Stadt Brandenburg ein voller Erfolg: Ein sattes Plus von 39 Prozent mehr Übernachtungen verzeichneten die Bettenanbieter in der Havelstadt im Buga-Jahr 2015. Damit wurden die Vorab-Erwartungen deutlich übertroffen – obwohl die Gartenschau insgesamt nicht die angepeilten Besucherzahlen erreichte.

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Zimmermädchen Stefanie Tyl im Hotel am Molkenmarkt hatte und hat viel zu tun, weil mehr Gäste in die Stadt kommen.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Der Einsatz hat sich gelohnt: „Das ganze Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, unbedingt jeden Gast in der Stadt zu halten, wir wollten keinen gehen lassen“, beschreibt Thomas Krüger die Moral in der Stadtmarketing und Tourismusgesellschaft STG. Nun hat er es amtlich – mit einem Plus von 39 Prozent bei den Übernachtungszahlen gegenüber 2014 konnte das Jahr 2015 abgeschlossen werden. In der aktuellen Meldung des Statistischen Landesamtes Berlin-Brandenburg zu den touristischen Übernachtungszahlen wurden in Brandenburg an der Havel 261.953 Übernachtungen gegenüber 191.711 in 2014 gezählt. „Diese Zahlen liegen aus Sicht der STG noch deutlich über den unterjährigen Erwartungen mit 249.000 Übernachtungen.“

Alle Mitarbeiter hätten „am Anschlag“ gearbeitet, dabei unzählige Überstunden angehäuft. Etwas geholfen hat ihnen auch das von Krüger entwickelte elektronische Buchungssystem, das sehr schnell nach dem Buga-Start auch von den bis dahin eher unwilligen Hoteliers genutzt wurde. Diese hatten wohl die Vermittlungsprovisionen an die STG vermeiden wollen, aber sehr schnell gemerkt, dass sie damit viel mehr Gäste generieren als wenn sie auf eigene Faust warben.“Fast alle sind auch dabei geblieben, weil sie nun von den Vorteilen überzeugt sind und wir ihnen Gäste ins Haus bringen.“ Tausende Gäste habe man im Vorjahr gar nicht in der Stadt unterbringen können, sondern bis nach Havelberg umleiten müssen.

„Am Anschlag gearbeitet“

Wesentlicher Effekt des Anstiegs war natürlich die Bundesgartenschau in der Havelregion. Aber auch nach Abschluss der Gartenschau werde die Stadt von mehr Gästen als im Vorjahr besucht. Waren im Dezember 2014 zahlreiche Zimmer durch Buga-Firmen und Buga-Planer belegt, so konnten die Hotels und Pensionen laut statistischer Zahlen auch im Monat Dezember 2015 ein Plus von zusätzlichen 18 Prozent erreichen. Die STG verzeichnete in diesem Zusammenhang ein gestiegenes Interesse an konkreten Weihnachts- und Silvesterangeboten.

„Die Bundesgartenschau hat dem Tourismusgewerbe, aber auch Teilen des Handels sowie der Gastronomie gut getan. Unsere Stadt und das Havelland standen über Monate im Fokus des touristischen Medieninteresses und nicht wenige Gäste haben unsere Stadt so überhaupt erst kennen gelernt. Durch die hohe Auslastung der Kapazitäten wurde die Kapitaldecke zahlreicher Unternehmen gestärkt. Und diese Mittel investiert so manch Unternehmer aktuell wieder in seinen Betrieb, was aus unserer Sicht die langfristige Tourismusentwicklung sichert und weiter vorantreibt“, sagt Krüger. Er habe Rückmeldungen von den Hoteliers, dass diese große Teile ihrer Gewinne wieder investieren in Betten, Möbel, Einrichtungen, um eine langfristige Entwicklung auf höherem Niveau zu sichern.

Überschüsse werden auch wieder investiert

Mit Blick auf das laufende Jahr sagt der STG-Chef: „Bereits heute haben wir in der Touristinformation feste Buchungen zu Stadtbesuchen von Busunternehmen, die uns vor der Buga nicht anfuhren.“ Die Aussagen „Wir kommen wieder“, haben viele Busunternehmen mit neuen Buchungen untermauert. Mit aktuellem Stand sind so zum Beispiel 398 Stadtführungen für 2016 festgeschrieben und der aktuelle Angebotsvorlauf liege deutlich über dem der Buga-Vorjahre. „Insofern freuen wir uns für die ehemaligen Buga-Gästeführer, dass es auch im laufenden Jahr, nach etwa 800 Führungen 2015 - ohne die Gartenschau-Führungen - wieder viel zu tun geben wird.“

Von André Wirsing

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