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Brandenburg/Havel SPD will gesundes Frühstück für alle
Lokales Brandenburg/Havel SPD will gesundes Frühstück für alle
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10:33 11.07.2018
Werner Jumpertz ist neuer Vorsitzender des SPD-Unterbezirkes. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

“Mit Vollkorn in die Schule“ – der neue SPD-Stadtchef Werner Jumpertz startet eine Offensive und ruft dazu auf, Schulkindern ein gesundes Frühstück kostenfrei anzubieten.

„Laut einer Forsa-Umfrage geht jedes siebte Kind in Deutschland morgens mit leerem Magen zur Schule. Verlässliche Zahlen zur Situation in Brandenburg an der Havel liegen dazu zwar nicht vor, doch kann man davon ausgehen, dass unsere Stadt hier keine Ausnahme bildet.“ Die Gründe dafür, dass Kinder ohne Frühstück zur Schule kommen, seien unterschiedlich: berufstätige Eltern im Dauerstress, geringes Familieneinkommen, Vernachlässigung oder schlicht keinen Appetit. Aber ohne gesunde Morgenmahlzeit falle es Kindern deutlich schwerer, sich in der Schule zu konzentrieren. Gleichzeitig steige die Versuchung, nach Süßigkeiten zu greifen.

Jumpertz will nun alle örtlichen Kommunalpolitiker für das Problem sensibilisieren. „Richtige Ernährung ist die Basis für Gesundheit, Wachstum und Bildungserfolg unserer Kinder.“ Hier könne die Stadt viel mehr tun. Gemeinsam mit der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung will er ein Pilotprojekt für ein gesundes Frühstücksangebot in einer ausgewählten Schule ins Leben rufen. Dort soll für die Schülerinnen und Schüler ein kostenfreies Frühstücksangebot mit Vollkorn- und Milchprodukten sowie mit Obst erprobt werden. Bei einem Erfolg könnte dieses Angebot auf weitere Schulen ausgeweitet werden. Die Fraktion erarbeitet derzeit einen entsprechenden Antrag für die Stadtverordnetenversammlung. „Ich habe den Aufschlag gemacht, für das Auswählen einer Schule zu einem möglichen Pilotprojekt vertraue ich auf die Fraktion.“

Unterstützung erhält Jumpertz mit seinem Anliegen vom städtischen Juso-Chef Edvard Ageev, der erläutert: "„Ein gemeinsames Frühstücksangebot für alle Kinder ist nicht nur gesund, sondern macht auch Spaß und sorgt für einen guten Start in den Schultag."

Udo Geiseler, selbst Lehrer und Stadtverordneter, ergänzt augenzwinkernd mit Blichk auf einen gerade erfolgreichen Antrag der Freien Wähler: "Wo Geld für Laubsäcke da ist, muss auch Geld für die Kinder da sein."

In Potsdam gibt es derzeit bereits ein kostenloses Frühstücksprogramm für Kinder aus finanziell schwachen Familien an 14 der 23 Grundschulen –bis zu 750 Mädchen und Jungen profitieren davon. Das Frühstück stellt der jeweilige Essensversorger (Caterer) der Schule zur Verfügung. Die „Spirelli-Bande“ der Awo hatte vor ein paar Jahren das Projekt an sieben Schulen initiiert, die Stadt Potsdam übernahm es für fünf weitere Schulen und nun komplett für alle 14, die teilnehmen.

Von André Wirsing

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