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Blinder Kater in Not: Galileo sucht ein Zuhause

Tierheim in der Caasmannstraße Blinder Kater in Not: Galileo sucht ein Zuhause

Galileo, ein fast vollständig erblindeter Kater, sitzt im Brandenburger Tierheim und hofft auf ein schönes Zuhause, wo er seinen Lebensabend verbringen kann. Unterstützung kann das Tierheim auch an anderer Stelle dringend gebrauchen.

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Er ist alt und fast blind und dennoch handzahm: Galileo.

Quelle: Marisa Lutzens

Brandenburg/H. Ein dürres Häufchen Elend kauert in der Schale mit dem Streu, eingeschüchtert von der Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird. Galileo, wie der schwarze Kater mit dem weißen Fleck getauft wurde, ist fast blind. Die Ursache für die Hornhautverletzung ist unbekannt. Fest steht, dass er Mühe hat, sich zu orientieren – wahrscheinlich erkennt er nur noch Schatten. „Dazu kommt, dass er aufgrund seines geschätzten Alters von 17 Jahren zu den Senioren zählt“, berichtet Madleen Gieseler, die Leiterin des Brandenburger Tierheims in der Caasmannstraße. Dort lebt Galileo seit drei Wochen.

Galileo ist der Lebensmut aber nicht abhanden gekommen. Erst seit kurzem im Tierheim, hat er bereits behutsam seine Umgebung erkundet. Sehnsüchtig wartet er nun darauf, ein liebevolles Zuhause zu finden.

Starker Kater beweist Durchhaltevermögen

Der kastrierte Kater wurde am 15. März im Neu-Plauer-Weg gefunden. Ob er ausgerissen ist oder ausgesetzt wurde, ist unklar. Sein Vorbesitzer hatte sich vermutlich s gut um ihn gekümmert, denn Galileo lässt sich obwohl er keinen Sehsinn mehr besitzt, problemlos händeln. „Das ist ein superfreundlicher Kater“, sagt Madleen Gieseler.

Trotz allem sind seine Vermittlungschancen aufgrund seines Alters und seiner Behinderung gering. Nach wie vor besteht die Hoffnung, dass er irgendwo vermisst wird und sein Besitzer sich meldet. In jedem Fall benötigt Galileo erst einmal dringend eine Pflegestelle, denn der Trubel im Tierheim ist für ihn zu viel.

28 Katzen im Heim

Neben ihm warten derzeit 29 Hunde und 28 Katzen darauf, einen neuen Besitzer zu finden. Im vergangenen Jahr hat das Tierheim in der Caasmannstraße 224 Tiere aufgenommen, davon 84 Hunde, 133 Katzen und sieben Kleintiere. Lediglich ein einziger Hund wurde abgegeben. Bei 67 handelte es sich um Sicherstellungen des Veterinäramtes, 16 Hunde wurden ausgesetzt. Mehr als die Hälfte, 57 Hunde, konnte dem Besitzer zurückgegeben werden. Meist waren sie vom Grundstück verschwunden oder beim Gassigehen ausgerissen. Von den Katzen stammten 36 aus Sicherstellungen, die überwiegende Mehrheit von 97 gelangte als Fundtiere ins Heim. Nur fünf wurden wieder abgeholt. Bei den Kleintieren wurden vier ausgesetzt und drei vom Veterinäramt übergeben. Keines ging zurück an seinen Besitzer.

Erfolgreich vermittelt werden konnten in den letzten beiden Jahren 411 Tiere. Die Rücklaufquote ist mit 4 Tieren, was einem Prozentwert von 0,97% entspricht, verschwindend gering. Um auch weiterhin Vierbeinern eine Bleibe für den Übergang bieten zu können, benötigt das Tierheim dringend ehrenamtliche Helfer. „Gassigänger haben wir genug“, berichtet Madleen Gieseler, die Leiterin. Leider wäre kaum jemand bereit, Reinigungsarbeiten zu erledigen.

Um auch weiterhin Vierbeinern eine Bleibe für den Übergang bieten zu können, benötigt das Tierheim dringend ehrenamtliche Helfer. „Gassigänger haben wir genug“, berichtet Madleen Gieseler. Leider sei kaum jemand bereit, Reinigungsarbeiten zu erledigen.

Auch an anderen Stellen fehlt es an ehrenamtlicher Unterstützung. Für den Bau einer Katzenkrankenstation werden Maurer, Fliesenleger, Elektriker und andere Handwerker gesucht. Der Zaun des Katzenaußengeheges müsste repariert und die Baumstämme erneut werden. Viele weitere kleinere und größere Baustellen auf dem Gelände erfordern geschickte Hände.

Es fehlt an allen Ecken ehrenamtliche Hilfe

Neben ehrenamtlichen Helfern werden auch Spenden benötigt. Das Tierheim nimmt nach Angaben der Leiterin auch Sachspenden entgegen. Katzenstreu, Futter, Reinigungsmittel, Arbeitsgeräte, Hundehütten und vieles mehr werden immer benötigt. Auch gut erhaltene gebrauchte Dinge wie Hundeleinen und -geschirr, Wolldecken, Handtücher und Kratzbäume können Verwendung finden.

Futterspenden können beim normalen Einkauf gestiftet werden. So finden sich Spendenboxen beispielsweise bei Real im Beetzseecenter, bei Kaufland im Einkaufszentrum Wust oder auch beim DM-Drogeriemarkt in der Neuendorfer Straße.

Kontakt: Tierheim in der Caasmannstraße, Tel. 03381/ 30 41 40

Von Marisa Lutzens

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