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Brandenburg/Havel Nach Hundebiss fünf Tage im Krankenhaus
Lokales Brandenburg/Havel Nach Hundebiss fünf Tage im Krankenhaus
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18:11 28.12.2015
Eine Französische Bulldogge wie diese hat dem Jungen aus Brandenburg ins Gesicht gebissen. Quelle: dpa-Archiv
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Brandenburg/H

Der 15 Monate alte Junge aus Brandenburg an der Havel, den am Heiligabend der Hund seiner Familie ins Gesicht gebissen hat, wurde nach fünf Tagen im Krankenhaus am Montag wieder entlassen. Gegen die Eltern ermittelt die Polizei wegen Verletzung der Fürsorge- und der Aufsichtspflicht.

Die Zeit wird auch diese Wunde heilen. Aber der Biss einer Französischen Bulldogge hat ihre Spuren im Gesicht des Kleinkindes aus Brandenburg-Nord hinterlassen. Die Bisswunde wurde im Brandenburger Klinikum genäht. Der Kleine muss Antibiotika nehmen, damit es nicht zu einer Infektion kommt. Außerdem musste der kleine Kerl mehrere Tage in der Klinik bleiben, genauer gesagt, vom Nachmittag des Heiligen Abends bis zu diesem Montag.

Kind musste Antibiotika nehmen

Gegen 15.30 Uhr am 24. Dezember war der Junge gerade mit Geschenke-Auspacken beschäftigt, als der bis dahin friedliche Familienhund das Kind angriff und ihm in die Wange biss. Sanitäter brachten den Kleinen in Begleitung seiner Mutter in die Klinik.

Für die Eltern ist der Fall mit der Versorgung ihres Sohnes noch nicht erledigt. Die Polizei ermittelt von Amts wegen gegen sie wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, berichtet Polizeisprecher Oliver Bergholz. Ob der Amtsveterinär eingeschaltet wird, entscheide sich im Laufe der weiteren Ermittlungen.

Eltern sehen sich einer Anzeige entgegen

Amtstierarzt Knut Große wird nur auf Anweisung der Polizei tätig. Eingeschläfert zu werden droht dem bissigen Tier nicht. Denkbar wäre dann, dass der Hund vorgestellt werden muss und der Fachmann die Familie zu einer Hundeschule schickt.

„Dass ein Familienhund zubeißt geschieht gar nicht selten“, versichert die Hundetrainerin Juliane Lange, die seit mehr als zehn Jahre ihre Hundeschule in Potsdam führt. Nicht der Hund und auch nicht die Rasse seien schuld an solch einem Unglück, sondern mangelnder Sachverstand im Umgang mit dem Tier.

Aus falsch verstandenem Mitleid vermeiden viele Halter nach Darstellung von Juliane Lange, dass ihr Familienhund Frustsituationen erlebt und bewältigt. Ein Hund, der trotz aller Domestizierung immer ein Raubtier bleibe, müsse und könne lernen, mit Frust umzugehen. Lernt er das nicht, kann es gefährlich werden. Wie am Heiligabend in Brandenburg.

Von Jürgen Lauterbach

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