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...plötzlich war da ein Ölfilm auf dem Wasser

Verunreinigung der Wusterwitzer Schleuse ...plötzlich war da ein Ölfilm auf dem Wasser

Feuerwehr und Wasserschutzpolizei haben am Mittwochvormittag einen großen Ölteppich im Vorhafen der Wusterwitzer Schleuse bekämpft. Etwa 300 Meter lang und 20 Meter breit war er. Technischer Defekt oder fahrlässiges Handeln? Bisher ist der Verursacher noch unbekannt. Doch die Ermittlungen laufen.

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Bei der Beseitigung des Ölteppichs unweit der Wusterwitzer Schleuse.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Wusterwitz.
Zur Bekämpfung eines Ölfilms im unteren Vorhafen der Wusterwitzer Schleuse musste die freiwillige Feuerwehr am Mittwochvormittag bei strömendem Regen und bitterkalten Herbsttemperaturen ausrücken. Der Ölteppich, bei dem es sich vermutlich um Dieselkraftstoff handelte, war etwa 300 Meter lang und 20 Meter breit. Der Schleusenbetrieb ist nicht beeinträchtigt gewesen.

„Der Verursacher ist noch unbekannt, jedoch laufen die Untersuchungen, welche Schiffe zur Feststellzeit den Havelbereich passiert haben“, teilte Polizeisprecher Axel Schugardt mit. Sowohl Ölfilm- als auch Kraftstoffproben seien genommen worden. Sie werden im Labor untersucht und verglichen, erklärte Schugardt. „Ermittelt wird, ob vorsätzlich fahrlässig gehandelt wurde oder ein technischer Defekt zugrunde liegt.“

Ein Boot des Wasserschifffahrtsamtes Brandenburg hatte die Gewässerverunreinigung gegen 10.20 Uhr entdeckt und der Wasserschutzpolizei gemeldet. Diese forderte über die Leitstelle die Feuerwehr Wusterwitz zur Verstärkung an, die in ihrem Löschfahrzeug mit fünf Einsatzkräften zur Wusterwitzer Schleuse eilte. Im Schlepptau hatte man aus Sicherheitsgründen das eigene Mehrzweckboot, das allerdings nicht zum Einsatz kam. Dem Ölteppich ging es vom „WSP 8“, dem Boot der Wasserschutzpolizei, mit Bioversal an den Kragen.

„Wir nehmen dazu eine handelsübliche Baumspritze“, erklärte Amtswehrführer Ronald Melchert, dessen 34-jähriger Sohn Patrick sie am Mittwoch mit klammen Fingern an Bord bediente. Bei Bioversal handelt es sich um ein biologisch abbaubares Ölspurenbeseitigungsmittel, das in einem bestimmten Mischungsverhältnis verwendet wird. „Es nimmt dem Wasser die Oberflächenspannung, so dass das Öl absinken kann und schließlich biologisch abgebaut wird“, erläutert Melchert nach dem gut anderthalbstündigen Regeneinsatz.

Wusterwitzer Feuerwehrleute wurden in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal zu einer Gewässerverunreinigung gerufen. Im August hatte es auf dem Wusterwitzer See eine Havarie bei einem Sportboot gegeben. Damals war ein Schlauch geplatzt.

Von Claudia Nack

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