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Brandenburg/Havel Provisorium für bis zu drei Jahre
Lokales Brandenburg/Havel Provisorium für bis zu drei Jahre
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17:37 11.07.2018
Lkw über 16 Tonnen dürfen wieder über die Bahnbrücke in der Potsdamer Straße fahren. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Seit dem 4. Juli rollt nun der Verkehr ohne Gewichtsbeschränkung wieder über die Brücke der Potsdamer Straße (B1/102) über den Gleise der Regionalbahnstrecke 1. Die angeordnete Tonnenbegrenzung für schwere Fahrzeuge lag zwischenzeitlich bei 16 Tonnen, nun wurde sie komplett aufgehoben. Zwischenzeitlich hatte es geheißen, man sei schon froh, eine vorübergehende Befahrbarkeit für Lkw und Gelenk-Omnibusse mit bis zu 30 Tonnen Gerwicht herzustellen.

Offensichtlich sind die Reparaturen aber besser geglückt als angenommen. Auf MAZ-Anfrage informiert der Landesbetrieb Straßenwesen über Art und Umfang der erledigten Arbeiten.

Eine Stahlsteife – vergleichbar mit einem Doppel-T-Träger – an der Brückenunterseite war abgerissen, diese wurde durch eine neue ersetzt, sagt Landesbetriebssprecherin Cornelia Mitschka. Ebenfalls wurde ein gerissener Schweißnahtabschnitt einer Stahlsteife an der Unterseite des Bauwerks repariert. „Wir haben zudem die Brückenentwässerung so verändern lassen, dass kein weiteres Wasser in das Innere der Brückenhauptträger gelangen kann“, sagt Cornelia Mitschka.

Eine große Lagerplatte wurde ergänzt und mit Mörtel von unten verstärkt, weil sie einen wichtigen Auflagerpunkt sichert. „Es gab zudem eine Verpressung von Rissen in der hinteren Stahlbeton–Widerlagerwand.“ Dabei wird mit hohem Druck schnell aushärtender Beton in die Risse gepresst – er wirkt wie ein Kleber und verhindert, dass die Risse sich weiter ausbreiten. Nicht zuletzt wurde der in Teilbereichen gebrochene Asphalt-Straßenbelag repariert.

„Die durch die Arbeiten beseitigten Schäden führen zu einer teilweisen Wiederherstellung der eingeschränkten Tragfähigkeit der Brücke, so dass die Beschränkung der Befahrung der Brücke auf Fahrzeuge mit einem zulässigem Gesamtgewicht bis 16 Tonnen aufgehoben werden konnte“, resümiert die Sprecherin. Die Verkehrseinschränkungen infolge der einspurigen Verkehrsführungen auf beiden Teilbauwerken (stadtein- und stadtauswärts) blieben aufgrund des immer noch labilen Bauwerkszustandes hingegen bestehen.

Seit dem vorigen Dezember gibt es die Beeinträchtigungen, im Landesbetrieb rechnet man in zwei Jahren mit einem Neubau. Dieser ist notwendig geworden, nachdem Prüfer monatelang das 1969 errichtete Bauwerk untersucht haben und zum Schluss gelangt sind, dass es nicht mehr zu sanieren ist. Es kann auch drei Jahre dauern.

Von André Wirsing

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