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Brandenburg/Havel Die Regattastrecke wird EM-fein hergerichtet
Lokales Brandenburg/Havel Die Regattastrecke wird EM-fein hergerichtet
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00:17 14.04.2016
Minister Baaske (SPD) und Stadtoberhaupt Tiemann (CDU) legen Hand an. Quelle: Maloszyk
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Brandenburg/H

Die Sitzschalen auf der Tribüne der Regattastrecke sind in den Jahren 1999 bis 2001 zum letzten Mal neu montiert worden, sind seitdem Wind und Wetter ausgesetzt. Die ersten wurden bereits so weich, dass sie sich komplett verzogen haben. Andere so spröde, dass sie barsten – mithin eine Gefahr darstellten. In vier Wochen sind vom 6. bis 8. Mai Ruder-Europameisterschaften auf der Beetzsee-Naturregattastrecke.

Da kommt das Geld aus dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gerade richtig. Knapp 87 000 Euro brachte Minister Günter Baaske, den gleichen Betrag muss die Stadt noch einmal drauf legen. Für 174 000 Euro lassen sich nicht nur die 1803 Sitzschalen austauschen. Es gibt auch noch eine neue Halteeinrichtung, mit deren Hilfe die Strecke während der Wettkämpfe auch von Seeseite abgesperrt werden kann, damit kein unbedachter Wasserwanderer die Bahnen der Aktiven kreuzt. Die Startanlage erhält neue Stegbeläge, zudem wird die ehemalige Hausmeisterwohnung zu einem modernen Medizin-Zentrum für die Sportler umgebaut.

Baaske bringt 87.000 Euro in die Havelstadt

„Wir bewerben uns um möglichst viele internationale Wettkämpfe, da müssen die Anlagen in Ordnung sein und den Anforderungen der internationalen Verbände entsprechen. Dazu gehören nicht nur die Investitionen, sondern auch die Erhaltungsmaßnahmen“, sagt Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann. Es könne nicht angehen, am Ende eine Veranstaltung zurückgeben zu müssen, nur weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Ausdrücklich bedankte sich die Rathauschefin bei Baaske für die seit Jahren praktizierte Kooperation.

Diese sei fruchtbringend und vor allem verlässlich für beide Seiten. Der Minister entgegnete: „Die Europameisterschaften sind ein Event, das die Stadt noch bekannter macht. Brandenburg an der Havel ist mittlerweile eine richtige Ruderstadt. Die Regattastrecke am Beetzsee hat es verdient, dass man sie herausputzt. Wer in letzter Zeit mal längere Zeit auf den alten Sitzschalen gesessen hat, weiß wie not es tut, diese auszuwechseln.“

Viele Sponsoren

Nicht allein mit den 174 000 Euro für die Investitionen werden die Ruder-EM unterstützt.

Jeweils 150 000 Euro geben das Bildungsministerium und die Stadt in den Durchführungshaushalt.

Vom Bundesinnenministerium kommen weitere 100 000 Euro, vor allem für den Shuttle-Verkehr für die Sportler.

Mehrere Firmen leisten Sach- und Geldspenden im Wert von 155 000 Euro, etwa der Außenwerber Ströer oder die Deutsche Bahn AG, die zwei Züge der RE 1 mit dem EM-Logo beklebt. Seit Jahren dabei ist die Mittelbrandenburgische Sparkasse MBS: Neu im Sponsorenteam ist der Recycler TSR.

Die Zeit drängt. Der Chef des EM-Organisationsteams und Ehrenpräsident des Landesruderverbandes Hartmut Duif sagt, dass sich bereits 33 von 46 möglichen Ruderverbänden angemeldet haben und beinahe täglich neue Teilnehmer avisiert werden. Die acht Bahnen auf der 2000 Meter langen Strecke sind bereits verlegt, jetzt gelte es, die „Infrastruktur“ aufzubauen: Eine Zusatztribüne mit 1000 Plätzen, Zelte fürs Versorgen von Sportlern und Gästen, Akkreditierungszentrum und Pressebüro, Kommentatorenplätze.

Acht Bahnen sind bereits verlegt

Die Stadtwerke Brandenburg haben beispielsweise eine komplette Trafostation neu errichtet, nachdem sie bei vergangenen Meisterschaften immer mit temporären Einrichtungen die Stromversorgung gesichert hatten. Eine Woche vor Beginn kommen 100 Fernsehleute vom RBB, der von der ARD mit der Live-Berichterstattung betraut worden ist. Dann müssen 20 Kamerapositionen und eine Regiezentrale eingerichtet werden.

„Der Vorverkauf für die Karten ist bereits gut angelaufen, wir sind ohne größere Werbung schon 800 Tickets losgeworden. Jetzt starten wir eine Großplakat-Aktion an 17 Stellen in der Stadt sowie in wichtigen Städten wie Berlin, Hamburg, Rostock, Dresden, Duisburg und Essen“, sagt Duif. Doch in den letztgenannten Ruderstädten müsse man Brandenburg an der Havel gar nicht mehr so bekannt machen, die Stadt gehört zum Ruder-Atlas von Deutschland und Europa.

Von André Wirsing

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