Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel van Lessen will den Kreissitz für Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel van Lessen will den Kreissitz für Brandenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:27 27.09.2017
Jan van Lessen Quelle: Frank Bürstenbinder
Brandenburg/H

Wie die MAZ berichtete, wollen Linke, Grüne und SPD den parteilosen Juristen Jan van Lessen (62) im März 2018 ins Brandenburger Rathaus wählen lassen. Ihren Kandidaten stellten sie jetzt der Öffentlichkeit vor. Zuvor hatten sich die Parteichefs Ralf Holzschuher (SPD) und Lutz Krakau (Linke) dafür den Segen ihrer Landesparteien geben lassen. Bereits seit dem Frühjahr waren Gespräche mit dem Kandidaten und den drei Parteien gelaufen. van Lessen habe eine „realistische Chance, einen Neustart in der Stadt zu erreichen“, glaubt Holzschuher. Bei der Vorstellung im Rathaus präsentierte sich von Lessen als respektabler Kandidat, der darauf verzichtete, die Stadtregierung verbal scharf anzugehen. Allerdings ließ er keinen Zweifel daran, dass er die Politik der Oberbürgermeisterin als trennend betrachte: „Ich trete gegen die Art an, mit der hier Politik gemacht wird.“

Dass das Thema Kreisgebietsreform für ihn zur Aufgabe werden könnte, ist van Lessen klar: „Ob sie nötig ist kann ich nicht genau sagen. Wenn ich aber absehen kann, dass eine Kreisgebietsreform durchgesetzt wird, muss man einen Plan B haben.“

Er finde das Auftreten der CDU-Leute Jean Schaffer und Walter Paaschen in Rathenow merkwürdig, die dort mitgeteilt hätten, Rathenow könne den Kreissitz behalten. von Lessen: „Brandenburg ist das Oberzentrum in Westhavelland. Es gibt keinen Grund Rathenow zur Kreisstadt zu machen.“

Bisher hat sich Jan van Lessen vor allem ein Sprecher der Packhof-Initiative einen Namen gemacht. Dieses Amt lässt er ruhen, wartet aber gespannt auf den Ausgang der Bürgerbefragung zur Bebauung. Ob man das Ergebnis akzeptiere, sei eine Frage der Deutlichkeit und des Quorums. Das hatten auch die Hotelbefürworter erklärt. Im Übrigen verwies van Lessen darauf, dass er sich eine Bebauung wünsche – allerdings nicht in der Massivität der Rathauspläne.

Drei Parteien, die einen Politikwechsel anbieten und die Sorgen der Bürger ernst nehmen, die für eine bessere Zusammenarbeit aller Kräfte werben _ das sei gut und einmalig, meinen Holzschuher, Krakau und Annett Lang unisono.

Alle drei glauben, dass sich im Falle seiner Wahl van Lessen die Stimmung in der Stadt und der Verwaltung bessern werde. In der Verwaltung herrsche „ein sehr schlechtes Klima“, sagt Krakau, dessen Partei mit Wolfgang Erlebach das Sozialressort im Rathaus führt. Auf Angriffe auf den Gegenkandidaten Steffen Scheller von der CDU verzichtet die Runde. Er sei ein guter Kämmerer und könne dies bleiben. Aber er sei auch ein „sehr tief verwurzelter Teil“ der von Tiemann und der CDU dominierten Stadtpolitik. Mit ihm ist „der Neuanfang, den wir brauchen, nicht möglich“, so Holzschuher.

Von Benno Rougk

„Essen, wo es hingehört“. Unter diesem Motto verteilt die Brandenburger Tafel seit 20 Jahren Nahrungsmittel an die Bedürftigen der Stadt und verhindert das Verschwenden von Lebensmitteln durch die Industrie. Am Mittwoch feierte die gemeinnützige Organisation ihr Jubiläum im Dom. Eine Erkenntnis: Die Herausforderungen bleiben auch künftig groß.

27.09.2017

Wenn Menschen für etwas brennen und hart an dem arbeiten, woran sie glauben, können sich, auch bei anfangs widrigen Bedingungen, durchaus messbare Erfolge einstellen. Als ein solcher kann das am kommende Wochenende bereits zum sechsten Mal in Brandenburg an der Havel stattfindende Kleinkunstfestival „hEimWeRTs“ bezeichnet werden.

27.09.2017

Wer auf Briefkastenfirmen stößt, denkt an „Panama Papers“ und Steueroasen in Übersee, an Steuerbetrug und Geldwäsche. Um unseriöse Dinge soll es ab er nicht gehen im Havel-Center von Felix Kröger (57). Der Kaufmann bietet seit einigen Wochen im Stadtteil Nord virtuelle Adressen an, Briefkästen für Geschäfts- und Privatleute. Sie kosten 19 Euro im Monat.

30.09.2017