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Chance für attraktives Wildauer Zentrum

Statt Einkaufsmarkt moderner Mix aus Wohnen und Kleingewerbe Chance für attraktives Wildauer Zentrum

Das kurz nach der Wende errichtete Einkaufszentrum in der Fichte- /Ecke Freiheitstraße in Wildau kommt möglicherweise noch in diesem Jahr unter den Hammer. Die Stadt Wildau hat sich dafür mit einer Aufstellung eines Bebauungsplanes und einem Satzungsbeschluss für ein Vorkaufsrecht gerüstet.

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Das Areal kommt möglicherweise bald unter den Hammer.

Quelle: Mohr

Wildau. Das kurz nach der Wende errichtete Einkaufszentrum mit dem einstigen Hauptmieter „Meyer Beck“ in der Freiheit-/Ecke Fichtestraße befindet sich derzeit in der Zwangsverwaltung. Bürgermeister Uwe Malich (Linke) zufolge kommt das insgesamt über 8000 Quadratmeter große Grundstück voraussichtlich noch in diesem Jahr unter den Hammer.

„Damit eröffnet sich für die Stadt die Chance, dass im oberen Wildau tatsächlich ein attraktives Zentrum entsteht“, betont Malich. Dafür wolle die Kommune gerüstet sein. Das entspricht auch den Intensionen der Stadtverordneten, die dafür am Dienstagabend einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplanes „Oberes Wildau“ sowie einen speziellen Satzungsbeschluss über ein besonderes Vorkaufsrecht für dieses Areal auf den Weg brachten. Letzteres kann juristisch allerdings nicht bei einer Zwangsversteigerung ausgeübt werden.

Stadt sichert sich Vorkaufsrecht

„Am liebsten würden wir das Areal natürlich selbst erwerben“, sagt Malich. Sollte dies allerdings nicht gelingen, setzt der Bürgermeister auf eine einvernehmliche Lösung mit einem privaten Investor. Die Prämissen dafür haben Rathausspitze und Stadtverordnete mit dem geplanten Bebauungsplan gesetzt. Demnach droht dem maroden Flachbau der Abriss, wobei ihm die meisten Wildauer keine Krokodilsträne nachweinen dürften. „Um das Gebäude ist es nicht schade, aber für die Postagentur und die Sparkasse müsste dann allerdings eine Lösung gefunden werden“, sagen die Passanten Melanie Reichwarth und Sven Tschernick. Ähnlich sieht es auch Marianne Lohmann: „Die Sparkasse muss bleiben.“ Schließlich wolle sie deshalb nicht immer bis nach Königs Wusterhausen fahren müssen.

Die Stadt hat sich bereits festgelegt. Sie strebt in diesem Areal einen attraktiven Mix aus Wohnen und kleinteiligem Gewerbe, also keinesfalls großflächigen Einzelhandel an. Vergnügungsstätten wie Diskotheken und ähnliches sind schon aufgrund der umliegenden Wohnbebauung ausgeschlossen. Als Mindestmaß gelten fünf Vollgeschosse, so dass in diesem Ensemble auch ein großes Wohnquartier entsteht. Die erforderlichen Stellplätze werden in einer Tiefgarage geschaffen. Insgesamt soll auch ein öffentlicher Raum entstehen, der zum Verweilen einlädt und attraktive Wegebeziehungen zur Straße der AWG, der Fichtestraße sowie der Geschwister-Scholl-Straße aufweist.

Diese Ziele gehen mit dem schon 2013 beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) konform. Darin heißt es, dass bestehende Gewerbebetriebe auch in der künftigen Bebauung wieder angesiedelt werden können. Das betrifft beispielsweise das Bistro, den Blumenladen oder das Reisebüro. So mancher der jetzigen Eigentümer befürchtet allerdings, dass er die Miete in einem Neubau kaum noch aufbringen kann. Das aber bleibt abzuwarten.

Von Franziska Mohr

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