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Cottbus „Zukunft Heimat“ geht wieder auf die Straße
Lokales Cottbus „Zukunft Heimat“ geht wieder auf die Straße
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17:02 10.04.2018
Demonstranten stehen auf dem Altmarkt mit Fahnen und Plakaten und protestieren gegen Zuwanderung und die Asyl-Politik der Bundesregierung. Der Verein Zukunft Heimat e.V. hatte zu der Demonstration aufgerufen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Cottbus

Am Samstag um 14 Uhr startete am Cottbuser Altmarkt erneut eine fremdenfeindliche Demonstration von Anhängern des Vereins „Zukunft Heimat“. Sie forderten den Rückzug von Angela Merkel und demonstrierten gegen die Flüchtlingspolitik.

Zu der rechtsgerichteten Demonstration und Kundgebung in der Innenstadt kamen nach Einschätzung von Beobachtern etwas mehr als 2000 Menschen. Die Bürgerinitiative „Zukunft Heimat“ als Veranstalter sprach hingegen von rund 5000 Demonstranten. Die Polizei nennt generell keine Teilnehmerzahlen bei Demos in der Region.

Am Samstagnachmittag sind in der Cottbuser Innenstadt erneut Anhänger und Befürworter des Vereins „Zukunft Heimat“ auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen die Flüchtlingspolitik und „Massenzuwanderung“.

Unter die Demonstranten mischten sich nach Polizeiangaben auch vereinzelt Rechtsextreme. Das war schon bei früheren Demonstrationen des Vereins in Cottbus der Fall gewesen. Immer wieder ertönten „Volksverräter“-, „Widerstand“- und „Merkel-muss-weg“-Rufe. Auch die AfD war präsent.

Nach Informationen der Polizei verlief die Veranstaltung ansonsten ruhig, Gegendemonstrationen hätten nicht stattgefunden.

Seit Wochen angespannte Lage in Cottbus

Bereits Anfang des Monats hatten rund 2500 Menschen auf den Straßen in Cottbus gegen Flüchtlinge demonstriert, weitaus mehr Menschen als bei einer Demonstration für ein tolerantes Miteinander, die als Gegendemo stattfand.

Hunderte Menschen, darunter viele Flüchtlinge, sind Anfang Februar in Cottbus auf die Straße gegangen, um für Weltoffenheit und ein Leben ohne Hass und Gewalt zu demonstrieren. Es war eine Reaktion auf die angekündigte Kundgebung des Vereins „Zukunft Heimat“.

In der Innenstadt von Cottbus war es in den letzten Wochen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Asylbewerbern gekommen, die Situation eskalierte. Die Polizeipräsenz wurde verstärkt, die Zahl von Sozialarbeitern in der Stadt soll aufgestockt werden.

Am 15. Februar hatten bei einem Sternmarsch hunderte Menschen ein Zeichen für Frieden nach der Gewalt zwischen Deutschen und Flüchtlingen in der Stadt gesetzt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte daraufhin Vertreter der Cottbuser Stadtgesellschaft in Bellevue empfangen und kündigte an, Cottbus persönlich in diesem Jahr besuchen zu wollen.

Der Verein „Zukunft Heimat“ steht Pegida und der AfD nahe, der Chef der Gewerkschaft der Polizei in Brandenburg sieht ihn als „eine Art Dachorganisation“. Die fremdenfeindliche Gruppierung steht eigentlich nicht direkt mit Cottbus in Verbindung, suchte sich die Stadt jedoch als Projektionsfläche für ihre Botschaften aus.

Von MAZonline

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