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Dahme-Spreewald 1,5 Millionen für die Dachsanierung
Lokales Dahme-Spreewald 1,5 Millionen für die Dachsanierung
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05:09 18.10.2017
Das marode Dach in der Turnhalle der Grundschule am Wald in Zeuthen muss saniert werden. Quelle: Fotos: Oliver Becker (2)
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Zeuthen

1,5 bis zwei Millionen Euro soll die Sanierung der Sporthalle der Grundschule am Wald in Zeuthen kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Variantenprüfung eines von der Gemeindeverwaltung beauftragten Architektenbüros.

Schäden an Fachwerkbindern

Nach einer gutachterlichen Untersuchungen der Dachkonstruktion der Grundschule am Wald Ende 2016 wurde festgestellt, dass sechs von zehn vorhandenen Fachwerkbindern des Holztragwerkes im westlichen Auflagerbereich stark geschädigt sind. Als Ursache wurde ein Konstruktionsfehler des Architekten ausgemacht. Am 4. Oktober wurde die Halle gesperrt und nach temporärer Sicherung des Tragwerks am 2. Januar wieder für den Sportunterricht und Vereinssport geöffnet (die MAZ berichtete). Angestrebt wird eine nachhaltige Sanierung in den Sommermonaten des nächsten Jahres.

Drei Varianten vorgeschlagen

Drei Varianten werden laut Sanierungskonzept vorgeschlagen: Erstens eine Sanierung der Bestandskonstruktion des Daches, damit einhergehend der Austausch der geschädigten Auflagerbereiche der Hallenwestseite, die Ertüchtigung der überlasteten Zugknoten im Holzfachwerk und der Rückbau der außenliegenden tragenden Holzbauteile, um Holzschutz zu gewährleisten und den derzeitigen Einfluss von Regen- und Tauwasser zu verhindern. Die Varianten zwei und drei sehen jeweils einen Neubau des Daches vor – einmal als Holzbau, einmal als Stahlkonstruktion. Am 26. Oktober sollen die Varianten vom Gutachter vor Vertretern des Finanz- und Sonderausschusses zur Untersuchung der Sperrung der Turnhalle vorgestellt werden.

Hohe Sanierungskosten

„Es sind hier mehrere Varianten möglich“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) der MAZ. Die erste würde bedeuten, dass vom Boden der Halle aus die Dachkonstruktion ausgetauscht wird. Dadurch würde aber der Hallenboden mit Fußbodenheizung durch die schwere Last zerstört. Er müsste nachträglich wieder hergerichtet werden. „Damit haben wir unterm Strich dieselben Kosten, als wenn wir das Dach von oben reparieren, dort eine Konstruktion aufbauen und das jetzige Dach beziehungsweise dessen beschädigte Teile abnehmen und austauschen lassen“, sagte die Bürgermeisterin. Detailfragen müssten noch geklärt werden – auch, ob weiter auf Holz als Baustoff oder auf eine Stahlkonstruktion gesetzt wird. „Der Kostenrahmen ist umfangreich. Wir sind bereits bei mindestens 1,5 Millionen Euro Gesamtvolumen. Das ist schon eine Hausnummer. Wir hatten mit einer Million für die Sanierung gerechnet“, sagte Burgschweiger.

Andere Projekte zurückstellen

„Die 1,5 bis zwei Millionen Euro für die Sanierung müssen wir aufbringen – es bleibt uns nichts anderes übrig“, sagte Michael Wolter (CDU), Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Turnhalle. Welche Variante es am Ende sein wird, müsse man abwarten. Es sei logisch, dass mit der hohen Summe einige andere Bauprojekte nach hinten verschoben werden müssten. Kredite werde die Gemeinde wegen vorhandener Rücklagen nicht aufnehmen müssen. „Ich möchte wissen, welche Variante der Planer bei diesem Gebäude für die effektivste hält“, ergänzte Nadine Selch (CDU). „Wir sollten nicht die billigste Variante fahren, um die Halle zukunftsfest zu machen. Wir sollten auch darüber nachdenken, weitere Unterrichtsräume zu schaffen, um mehr Platz zu haben“, sagte Karl Uwe Fuchs (FDP). „Das wird ziemlich teuer und wir haben keine Chance noch jemanden in Regress zu nehmen, aber wir können das Dach so nicht lassen“, sagte Karin Sachwitz (BfZ). In der anstehenden Haushaltsdebatte müsse geschaut werden, welche anderen Projekte „zurückgedreht“ werden könnten.

Von Oliver Becker

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