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Königs Wusterhausen trotzt Bramm-Demo

100 Menschen demonstrieren gegen Fremdenfeindlichkeit Königs Wusterhausen trotzt Bramm-Demo

In Königs Wusterhausen haben am Montagabend 100 Menschen für eine offene und tolerante Gesellschaft demonstriert. Sie haben sich so gegen einen Abendspaziergang des fremdenfeindlichen Pegida-Ablegers aus Brandenburg, kurz Bramm, gewehrt. Auf der Suche nach Zuspruch zieht Bramm weiter - mal wieder.

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100 Menschen zeigten in Königs Wusterhausen Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit

Quelle: MAZ

Die angekündigten 100 Bramm-Demonstranten wurden es am Montagabend nicht. Lediglich 40, meist schwarz gekleidete Unterstützer der Bewegung „Brandenburger für Meinungsfreiheit und Mitbestimmung“ (Bramm) kamen zum angekündigten Abendspaziergang durch die Innenstadt von Königs Wusterhausen. Begleitet wurden sie von einem großen Aufgebot. Rund 100 Gegendemonstranten verteilten sich in der Bahnhofstraße und der Eichenallee, pfiffen und trällerten, was das Zeug hielt und setzten so ein klares Zeichen gegen den Pegida-Ableger. 200 Polizisten aus ganz Brandenburg hielten die beiden Lager auseinander. Es blieb weitgehend ruhig.

40 Demonstranten fanden sich auf Bramm-Seite ein.

Quelle: MAZ

Polizei bereits Stunden vor Demo-Beginn vor Ort

Zuvor hatten Bramm-Anhänger schon in Brandenburg an der Havel mit vier Abendspaziergängen für Unruhe gesorgt. Am vergangenen Montag waren sie durch Fürstenwalde/Spree gezogen. Bramm-Aktivisten verkauften diese Demonstration als Erfolg. Rund 250 Anhänger seien dem Aufruf gefolgt, hieß es auf der Facebook-Seite. Dort wird Heiko Müller, Mitglied des Organisationsteams der Bramm-Bewegung, nicht mehr als Landesvorsitzender der Republikaner, sondern als deren Stadtrat in Ludwigsfelde geführt. Müller hatte auch bei der Kundgebung in Königs Wusterhausen das Zepter in der Hand.

Bereits gegen 16 Uhr waren Polizeikräfte aus Potsdam und Frankfurt/Oder in Königs Wusterhausen eingetroffen, um den Bereich rund um die Bahnhofstraße abzusichern. Die ersten Veranstaltungen begannen um 17 Uhr – darunter auch die Gegendemonstrationen. Der CDU-Vorstand Königs Wusterhausen, Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) und „Wir für KW“ hatten die Königs Wusterhausener aufgerufen, Gesicht zu zeigen gegen Faschismus und rechte Parolen. Die Mahnwache fand in der Eichenallee/Ecke Friedrich-Engels-Straße statt. Mit Kerzen in den Händen hatten sich dort Bramm-Gegner zusammengefunden, um ein Zeichen zu setzen.

Demonstration gegen Flüchtlingsheim wird überönt

Zu Beginn der Bramm-Demonstration hatte Müller die Ziele der Bewegung verkündet. „Kein Extremismus, egal von welcher Seite“, hallte es über den Platz vor dem Konsum-Kaufhaus. Mit Deutschlandfahnen und einem großen schwarzen Banner „Nein zum Heim“, brachen die Bramm-Leute zu einer Runde durch Königs Wusterhausen auf. Vertreter aller demokratischen Parteien säumten den Demonstrationsweg der Bramm-Anhänger, vor allem auf der Bahnhofstraße ging es lautstark zur Sache. Mit Trillerpfeifen versuchten Gegendemonstranten Müllers Ausführungen zur Asylpolitik bei der Abschlusskundgebung vor dem Kaufhaus zu übertönen.

Am kommenden Montag wird Bramm noch einmal durch Königs Wusterhausen ziehen. Danach soll es laut Müller weiter nach Luckenwalde, Eisenhüttenstadt und wieder zurück nach Brandenburg an der Havel gehen.

Von Luise Fröhlich und Marcel Jarjour

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Pegida-Ableger weiter im Land Brandenburg aktiv

Die sich an Pegida anlehnende Bramm-Bewegung um den Republikaner-Vorsitzenden Heiko Müller hat sich zwar aus der Stadt Brandenburg verabschiedet, macht aber am Montag in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) weiter. Auch hier muss die Bramm-Bewegung, in der sich viele Rechtsextreme und Neonazis tummeln, mit Gegenwind rechnen.

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