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100 Motoren in einer Saison gestohlen

Wasserschutzpolizei zieht Bilanz 100 Motoren in einer Saison gestohlen

Auch in dieser Urlaubssaison sind viele Bootsmotoren gestohlen worden. Doch Dieter Schwabe, Leiter der Wasserschutzpolizei in Königs Wusterhausen, sieht auch einen positiven Trend. „Die Bürger sind aufmerksamer geworden“, sagt er rückblickend. „In diesem Jahr gab es mehr Hinweise als sonst.“

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Falk Bonadt (links), Andrea Lehmann und Dieter Schwabe von der Wasserschutzpolizei.

Quelle: Anne Stephanie Wildermann

Königs Wusterhausen. Besonders im Frühjahr und im Herbst, wenn die Bootsbesitzer ihre Boote flott machen oder für die Winterpause vorbereiten, verschwinden verstärkt Motoren. Zumindest ist das die Beobachtung der Beamten. Beliebt sind vor allem die kleinen Motoren, die an Angelkähnen hängen. „Die sind nicht fest verschraubt und können im Handumdrehen abmontiert werden“, erklärt Dieter Schwabe. In der Regel dauert solch eine Aktion nur zehn Minuten.

Der Besitzer hat den Schaden. Ab 1500 Euro aufwärts kostet solch ein kleiner Motor. Nach oben gibt es keine Grenzen. „Da kann man schon mal auf die Summe eines Mittelklassewagens kommen“, meint Schwabe. Über 100 Motoren wurden laut der Polizei im vergangenen Jahr gestohlen. Das geht schon seit einigen Jahren so. „Ich schätze, diese Zahl werden wir auch für dieses Jahr wieder erreichen“, sagt Schwabe. Manche Diebe sind besonders dreist. Er erinnert sich an eine spektakuläre Geschichte aus dem vorigen Jahr. 15 Motoren wurden damals in einer einzigen Nacht gestohlen. „Und niemand hat was gehört oder gesehen“, wundert sich Schwabe. Damit solche Raubzüge nicht wieder passieren, hoffen er und seine insgesamt 34 Kollegen bei der Wasserschutzpolizei, dass die Bürger auch künftig verdächtige Personen oder Gruppen melden. „Wir freuen uns sehr, wenn die Leute ein wachsames Augen und ein gewisses Misstrauen haben“, sagt der Beamte.

Aber nicht nur auf Augenzeugen setzt die Polizei, sondern auch auf künstliche DNA. Die besteht aus einer farblosen Textur, die mit einem Pinsel auf die Motoren aufgetragen wird. Sollte dieser Motor gestohlen und wiedergefunden werden, kann mit Hilfsmitteln das Diebesgut seinem Eigentümer zugeordnet werden. „Wir hoffen, dass wir 2014 mit dieser Methode arbeiten können“, sagt Schwabe. Eine andere Möglichkeit wäre, den Bootsmotor codieren zu lassen. Diese Variante ist kostenfrei. Bisher haben Schwabe und seine Kollegen wie im Vorjahr an die 2000 Verstöße auf dem Wasser registriert. Darunter Fälle von überhöhter Geschwindigkeit oder Fahren unter Alkoholeinfluss. „Allerdings kann sich die Zahl in den kommenden Wochen noch ändern“, ergänzt Schwabe.
 

Hinweise zu Diebstählen oder Verdächtigen unter Tel. 0 33 55/49 37 26 04 oder 0 33 75/270 10 83.

Von Anne Stephanie Wildermann

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