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1185 Unterschriften fürs Pfarrhaus Wildau

Streit in Kirchengemeinde 1185 Unterschriften fürs Pfarrhaus Wildau

Mitglieder der Wildauer Kirchengemeinde wehren sich weiter gegen den vom Gemeindekirchenrat beschlossenen Verkauf des sanierungsbedürftigen Gemeindehauses in Erbpacht. Sie haben 1185 Unterschriften für den Erhalt des Ensembles gesammelt. Ihrer Ansicht nach soll das Gebäude auch künftig für die Gemeinde und die Bürger in Wildau zur Verfügung stehen.

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Die Friedenskirche mit dem Gemeindehaus steht als Bauensemble unter Denkmalschutz.

Quelle: Uta Schmidt

Wildau. Die Gräben sind tief zwischen Mitgliedern der Wildauer Friedenskirchengemeinde und ihrem Gemeindekirchenrat. Das zeigte die jüngste Gesprächsrunde im Gemeindehaus, zu der Vertreter der Kirchengemeinde und des Fördervereins für den Erhalt des evangelischen Pfarr- und Gemeindehauses den derzeit im Amt befindlichen Bevollmächtigenausschuss eingeladen hatten. Anliegen des Treffens war die Übergabe einer Liste mit 1185 Unterschriften zur Erhaltung des Pfarrhauses für die Gemeindearbeit. „Damit wollen wir zeigen, dass ein Großteil von Menschen der Wildauer Kirchengemeinde und der Wildauer Bevölkerung fordert, dass ihr Pfarr- und Gemeindehaus nicht veräußert werden darf. Es soll ein offenes Haus für die Kirchengemeinde, die Bürger der Stadt und der umliegenden Orte erhalten bleiben“, heißt es in einer Erklärung, die Mechthild Mendel verlas. Gefordert werden ferner die Offenlegung der Finanzlage der Kirchengemeinde und vorliegender Bauplanungen.

Mitglieder des neuen Fördervereins um Mechthild Mendel (m) sammelten 1185 Unterschriften für die Erhaltung des Pfarrhauses

Mitglieder des neuen Fördervereins um Mechthild Mendel (m.) sammelten 1185 Unterschriften für die Erhaltung des Pfarrhauses.

Quelle: Uta Schmidt

Damit reagieren die Mitglieder der Kirchengemeinde erneut auf den umstrittenen Beschluss des Gemeindekirchenrates vom Oktober 2015, der sich für die Veräußerung des sanierungsbedürftigen Gemeindehauses in Erbbaupacht aussprach. Auch wenn die Meinungen um die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes, das mit der Friedenskirche ein Ensemble bildet, weit auseinanderliegen ( die MAZ berichtete), die Wildauer wollen an der Erarbeitung eines „konstruktiven Lösungskonzepts“ gemeinsam mit ihrer Kirchenleitung festhalten.

Mitglieder des neugegründeten Fördervereins zeigten sich optimistisch, dass es gelingen könnte, durch Beiträge, Spenden, Fördergelder sowie viel persönliches Engagement das Haus für die Kirchengemeinde als ein gesellschaftliches Zentrum zu erhalten. „Zahlreiche Bürger haben viel Geld zweckgebunden für den Erhalt des Gemeindehauses gespendet. Es reicht aus, um die werterhaltenden Maßnahmen durchführen zu können“, so Christa Meyer. „Ich bin in den Verein eingetreten, weil ich möchte, dass das Haus nicht für die Bürger verloren geht“, sagte Manuela Kraus.

Hohe Baukosten können Wildauer Gemeinde überfordern

Jetzt muss sich ein Bevollmächtigtenausschuss mit diesem Anliegen beschäftigen. Verena Zühlke verwies bereits auf den Sanierungsstau in diesem 350 Quadratmeter großen Gebäude und die hohen Baukosten, die die Kirchengemeinde überfordern würden. Der Landkreis habe den Finanzbedarf für das Gemeindehaus auf mindestens 250 000 Euro beziffert. Finanzielle Unterstützung aus dem Kirchenkreis Neukölln für das Vorhaben wären nicht zu erwarten. „Die finanziellen Ressourcen reichen nicht aus, um zwei Gebäude für die Gemeinde zu erhalten“, so das Mitglied des Gemeindekirchenrates.

Manfred Schaebbicke, der Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses, gab zu bedenken, dass nach der Bildung des Kirchensprengels mit Zeuthen neue Rahmenbedingungen für die Kirchenarbeit in Wildau entstanden wären. Ein Argument, das Mark Scheiner nicht akzeptieren wollte: „Durch die Bildung eines Sprengels wird nicht alles auf den Kopf gestellt“. Er forderte die enge Einbeziehung der 800 Gemeindemitglieder bei derart wichtigen Entscheidungen und umfassende Informationen.

Außerordentliche Gemeindeversammlung geplant

Über die Möglichkeiten zur Schaffung neuer Begegnungsräume soll in einer Gemeindeversammlung am 1. Mai diskutiert werden. Der Förderverein will dann auch sein Nutzungskonzept zur Betreibung des Gebäudes mit der Vermietung von Räumen, der ehemaligen Pfarrwohnung sowie der Finanzierung der nötigen Bauarbeiten vorstellen. Seinem Wunsch nach einer außerordentlichen Gemeindeversammlung wurde bisher nicht entsprochen.

Von Uta Schmidt

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