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1200 Unterschriften für Festplatz in Miersdorf

Ortsentwicklung Zeuthen 1200 Unterschriften für Festplatz in Miersdorf

1200 Zeuthener setzen sich mit ihrer Unterschrift für den Erhalt der Festwiese im Ortsteil Miersdorf und gegen eine mögliche Wohnbebauung ein. Innerhalb von zwei Wochen haben Mitglieder der Bürgerinitiative für den Erhalt des Festplatzes die Unterschriften gesammelt – und jetzt der Gemeindevertretung übergeben.

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Michael Fürst (l.) von der Bürgerinitiative für den Erhalt des Festplatzes sowie Gemeindevertreter übergaben 1200 Unterschriften.

Quelle: Uta Schmidt

Zeuthen. Wenn 1200 Zeuthener mit ihrem Namenszug für die Erhaltung der beliebten Festwiese in Miersdorf votieren, dann ist das ein Signal, das von Gemeindevertretung und Verwaltung nicht übersehen werden kann. Kürzlich übergaben Vertreter der Bürgerinitiative für den Erhalt des Festplatzes in Zeuthen-Miersdorf um Michael Fürst sowie Gemeindevertreter aus mehreren Fraktionen eine beachtliche Unterschriftenliste an die Vorsitzende des Gemeinderates, Karin Sachwitz, sowie Gemeindewahlleiter, Sven Herzberger. Der Wunsch der Unterzeichner ist es, den letzten, großen, unverbauten Platz der Gemeinde Zeuthen für Volksfeste und Großveranstaltungen zu erhalten und zu gestalten.

„Es ist uns gelungen, binnen zwei Wochen diese überzeugende Zahl von Unterschriften zusammenzutragen. Damit wird die Gemeindevertretung aufgefordert, darüber zu befinden, das Flurstück 247 in der Gemarkung Miersdorf künftig von einer Bebauung frei zuhalten und als Festwiese für die Allgemeinheit zu sichern und herzurichten“, erklärte Fürst den Wortlaut des Begehrens.

Förderverein der Feuerwache unterstützt Unterschriftensammlung

Die Unterschriftensammlung wurde vom Förderverein Feuerwache Miersdorf aktiv unterstützt. Denn der Platz werde vor allem für das Osterfeuer aber auch als Übungsgelände der Feuerwehr gebraucht, so Vereinsvorsitzender und Gemeindevertreter Karl-Uwe Fuchs (FDP). Gerade beim diesjährigen Osterfeuer sei der Wunsch der Bürger nach einem solchen Festplatz deutlich geworden. „Jetzt muss sich die Gemeindevertretung mit dem Thema intensiv beschäftigen und entscheiden“, meint Fürst. Nötig für ein Quorum wären fünf Prozent der betroffenen Stimmberechtigten und damit 450 Unterschriften. Die weitaus größere Anzahl der Befürworter verweise nun auf die Dringlichkeit des Problems für Zeuthen.

Die Gemeindevertretung hatte Ende des vergangenen Jahres die Aufstellung eines Bebauungsplans für dieses Areal in Miersdorf beschlossen (die MAZ berichtete). Er befindet sich derzeit in der Ausarbeitung und sieht den Bau von Wohnhäusern sowie von drei Mehrgeschossern in der Nähe des bisherigen Festplatzgeländes vor. „Wir wollen aber auf keinen Fall den Wohnungsbau verzögern. Es muss geprüft werden, wo die Gebäude besser platziert werden können, damit die Fläche für den Festplatz frei bleiben kann“, ergänzt Gemeindevertreter Jonas Reif (Grüne). Er war in der Vergangenheit mit einem Antrag für eine Bürgerbefragung zur Frage „Festwiese oder Dorfplatz“ in der Gemeindevertretung gescheitert.

Gemeindevertretung Zeuthen befasst sich mit Forderungen

Nach der Unterschriftensammlung wird sich die Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung am 11. Mai mit den Forderungen der Bürgerinitiative befassen müssen. „Diese Entscheidung, welche die Gemeindevertretung nun zu fassen hat, kann man als historisch bezeichnen“, sagte Gemeindevertreter Klar-Uwe Fuchs. Denn werde der Platz bebaut, könnten in Zukunft keine größeren Veranstaltungen mehr in Zeuthen stattfinden. Das sieht Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) anders. „Das Knutfest der Freiwilligen Feuerwehr in Zeuthen zeigt doch in jedem Jahr, dass man Gemeindefeste auch auf kleineren Flächen durchführen kann. Außerdem ist der B-Plan für das Vorhaben noch gar nicht aufgestellt. Im Verfahren können Bürger und Betroffene ohnehin noch Kritik und Einwendungen äußern, die dann bei der Entscheidung berücksichtigt werden“.

Auch Gemeindevertreterin Beate Tetzlaff (SPD) wundert sich über diesen Bürgerantrag, der auf Grundlage der Einwohnerbeteiligungssatzung möglich geworden ist. „Es war bisher nie davon die Rede, die Festwiese zu bebauen. Wie wir diese in Zukunft gestalten wollen, ist noch gar nicht entschieden“, sagte sie.

Von Uta Schmidt

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