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Dahme-Spreewald 20 Jahre Bürgerprotest zahlen sich aus
Lokales Dahme-Spreewald 20 Jahre Bürgerprotest zahlen sich aus
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00:18 13.03.2016
Die Brüder Peter (l.) und Klaus-Dieter Borchart zeigen, warum auf der Ortsdurchfahrt Kolberg immer wieder Autos aufsetzen. Quelle: Franziska Mohr
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Heidesee

Sitzung der Gemeindevertreter ausgerechnet am Frauentag. Als „Entschädigung“ überreichte der Heideseer Bürgermeister Siegbert Nimtz (parteilos) gleich zu Beginn jeder Frau, egal ob Abgeordnete oder Besucherin, einen Strauß Tulpen. Nach dieser netten Geste hieß es am Dienstagabend Daumen hoch für Kolberg. Der fast 20-jährige Protest des manchmal in der Region ein wenig belächelten kleinen „Bergdorfs“ zahlt sich endlich aus. Aus dem Infrastruktur-Ministerium brachte Nimtz jetzt die erlösende Nachricht mit: „Mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit wird die Ortsdurchfahrt Kolberg im nächsten Jahr ausgebaut.“ Das Land stelle für die Fahrbahn 400 000 Euro bereit.

Kaum jemand dürfte das in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal im Heideseer Rathaus mehr gefreut haben als den ehemaligen langjährigen Kolberger Ortsvorsteher Peter Borchart. Zumal er ausgerechnet an diesem Abend als Nachfolgekandidat für die verzogene Linken-Abgeordnete Werngard Pfannenschwarz wieder auf der Abgeordnetenbank Platz nahm. Die Bauzeit wird mit drei Monaten veranschlagt, in der die Ortsdurchfahrt in Kolberg für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt wird. „Endlich“, meinte Nimtz. Sichtlich erleichtert, dass nach der Brücke in Bindow wenigstens bei einem Straßenbau-Dauerbrenner nun Land in Sicht ist.

Anschließend legte die neue Leiterin der Finanzverwaltung, Daisy Baldowsky, den Abgeordneten „ihren“ ersten Haushaltsentwurf vor. Er umfasst ein Gesamtbudget von etwa elf Millionen Euro, wobei ein Loch von 750 900 Euro klafft. Trotz der guten Konjunktur ist Baldowsky zufolge auch in den Haushaltsjahren bis 2019 mit Fehlbeträgen zu rechnen. Letztere aber können aus der im Vergleich zu anderen Kommunen mit knapp 8,5 Millionen Euro (Stand: Ende 2015) hohen Rücklage gedeckt werden. Als ambitioniert bewerten die Gemeindevertreter die vorgesehenen Investitionen von 3,1 Millionen Euro, wobei einer der dicksten Brocken die insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro teure Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Prieros darstellt.

„Das ist kein guter Haushalt. Zumal er schon 2014 ausgeglichen sein sollte. Wir übernehmen uns bei den Investitionen“, meinte Sigrid Nitsche von der Unabhängigen Wählergruppe Heidesee (UWGH). Sie sehe es auch sehr kritisch, dass ab 2011 noch immer keine geprüften Jahresabschlüsse vorliegen. Sie kündigte an, gegen diesen Haushalt zu stimmen. Letztlich aber enthielt sie sich der Stimme, nachdem Knut Düntz (Pro Heidesee) darauf hinwies, dass sich „dieser Haushalt keinesfalls dicht an der Grenze zur Kriminalität befindet.“ Mit dem geplanten Radweg nach Wolzig sowie dem Bau des Sportplatzes an der Schule in Prieros werde die Infrastruktur in den Ortsteilen ausgebaut. Das Abschmelzen der Rücklage sei gewollt, weil es nicht Ziel einer Gemeinde sein könne, fast einen gesamten Jahreshaushalt als Rücklage vorzuhalten.

„Die Investitionen sind von den Ortsbeiräten gewollt“, unterstrich Nimtz. Hier gehe es nicht um irgendeinen Luxus. Die Gemeinde habe kaum Verbindlichkeiten, so dass sie 2019 voraussichtlich komplett schuldenfrei sei. Mit zwei Enthaltungen stimmten die Abgestimmten dem Haushalt zu.

Von Franziska Mohr

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