Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
20 Jahre Seniorenbeirat

Eichwalde 20 Jahre Seniorenbeirat

Der Seniorenbeirat der Gemeinde blickt auf eine bewegte Geschichte: Immer wieder mussten die Ruheständler umziehen. Eine eigene Begegnungsstätte fehlt ihnen bis heute. Trotz aller Schwierigkeiten – das Gremium hat für die Älteren in Eichwalde viel erreicht.

Voriger Artikel
Mit FH-Abschluss zum Doktortitel
Nächster Artikel
Was tun, wenn Sie auf Fledermäuse treffen?

Seit 2010 treffen sich die Seniorinnen einmal wöchentlich im Keramikzirkel. Ihre handgefertigte Kunst bieten sie auf dem Weihnachtsmarkt und bei Feiern an.

Quelle: Josefine Sack

Eichwalde. Der Gedanke an den Ruhestand, der lag für Bärbel Schmidt vor 20 Jahren noch in weiter Ferne. Die Arbeit mit und für Senioren war der früheren Haupt- und Sozialamtsleiterin von Eichwalde aber auch schon damals, mit Ende 40, ein Anliegen. Seit acht Jahren ist sie die heute 68-Jährige Vorsitzende des Seniorenbeirats der Gemeinde. Das Gremium feiert diesen Sonnabend ab 15 Uhr sein 20-jähriges Bestehen in der Radelandhalle.

Bärbel Schmidt ist seit 2008 Vorsitzende des Seniorenbeirats

Bärbel Schmidt ist seit 2008 Vorsitzende des Seniorenbeirats.

Quelle: Josefine Sack

Der Seniorenbeirat blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Insgesamt fünfmal sind die von der Gemeindevertretung berufenen Mitglieder innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte schon umgezogen. Mitte der 1990er Jahre hatten sie ein Büro bei der Volkssolidarität. Als diese ihre Sozialstation westlich der Bahnstrecke schloss, zogen die Senioren ins Mehrzweckgebäude des Sportplatzes. Als die Räumlichkeiten für andere Zwecke benötigt wurden, kamen sie im Rathaus unter, später in der Gemeindebibliothek.

Seniorenleben findet in der „Villa Mosaik“ statt

Seit der Eröffnung der „Villa Mosaik“ hat der Seniorenbeirat sein Domizil in der Stubenrauchstraße 17. Auf eine eigene Begegnungsstätte warten die Ruheständler vergeblich. „Die Gemeinde hatte stets andere Prioritäten“, bedauert Bärbel Schmidt und fordert: „Irgendwann sind auch mal die Senioren dran.“ Ein Treff – eigens für die Älteren – „das wäre der Hit zum 20. Jubiläum geworden“, so die Vorsitzende des Beirats. Doch die „genügsamen Rentner“ seien nicht laut genug gewesen.

Ihr Domizil haben die Ruheständler in der „Villa Mosaik“

Ihr Domizil haben die Ruheständler in der „Villa Mosaik“.

Quelle: Josefine Sack

Und so quetschen sie sich weiter in den Raum im Untergeschoss der „Villa Mosaik“. Nicht nur der Seniorenbeirat tagt dort regelmäßig, auch der Keramikzirkel, die Handarbeitsgruppe, Arbeitskreise und Geburtstagsrunden treffen sich hier. Längst haben sich die Senioren an die eng getaktete Auslastung gewöhnt. Das eigentliche Problem bringt Schmidt auf den Punkt: „Mit einem offenen Treffpunkt würden wir wesentlich mehr Senioren in Eichwalde erreichen.“ Für diejenigen Älteren, die nicht in einer Arbeitsgruppe aktiv sind, fehlt bislang ein Ort zum Verabreden, an dem man bei Kaffee und Gebäck mit anderen Rentnern ins Gespräch kommen kann. Gerade im Alter bestehe die Gefahr zu vereinsamen, so Schmidt. Deshalb wolle sie sich weiterhin für eine Begegnungsstätte einsetzen.

Senioren haben seit 2010 in Gremien Rederecht

Seit seiner Konstituierung 1996 hat der Seniorenbeirat viel erreicht: Während das Gremium nach der Wende vor allem in mietrechtlichen Fragen, zu Rentenansprüchen und Versicherungen beriet, hat sich der Schwerpunkt der Arbeit später auf Mehrgenerationenprojekte und die Ausweitung der Freizeitangebote verlagert.

Hintergrund

Der Seniorenbeirat Eichwalde besteht aus zehn Mitgliedern ab einem Alter von 60 Jahren. Diese werden für fünf Jahre von der Gemeindevertretung berufen.

Das Gremium vertritt die Interessen der Senioren. 2000 der mehr als 6000 Einwohner in Eichwalde sind im Rentenalter.

Im Haushalt plant die Gemeinde auch Geld für die Senioren ein. Der Beirat ist der Gemeinde gegenüber rechenschaftspflichtig.

2010 erkämpften sich die Senioren das Rederecht in den Ausschüssen der Gemeinde. Die Gemeindevertretung änderte eigens dafür ihre Hauptsatzung. Zuletzt engagierte sich der Beirat für altersgerechtes Wohnen in Eichwalde. Anders als in Zeuthen oder Wildau fehlen nicht nur Wohnheime, auch eine Sozialstation gibt es nicht. Dennoch blickt die Arbeitsgruppe „Wohnen und Leben im Alter“ hoffnungsvoll in die Zukunft: Der Awo-Kreisverband Dahme-Spreewald plant in der Tschaikowskistraße eine seniorengerechte Wohnanlage. Zumindest hat die Awo dort ein Grundstück erworben. An die 100 Wohnungen könnten unweit der Dahme entstehen.

Von Josefine Sack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg