Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald 20 Jahre Seniorenbeirat
Lokales Dahme-Spreewald 20 Jahre Seniorenbeirat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:40 21.07.2016
Seit 2010 treffen sich die Seniorinnen einmal wöchentlich im Keramikzirkel. Ihre handgefertigte Kunst bieten sie auf dem Weihnachtsmarkt und bei Feiern an. Quelle: Josefine Sack
Anzeige
Eichwalde

Der Gedanke an den Ruhestand, der lag für Bärbel Schmidt vor 20 Jahren noch in weiter Ferne. Die Arbeit mit und für Senioren war der früheren Haupt- und Sozialamtsleiterin von Eichwalde aber auch schon damals, mit Ende 40, ein Anliegen. Seit acht Jahren ist sie die heute 68-Jährige Vorsitzende des Seniorenbeirats der Gemeinde. Das Gremium feiert diesen Sonnabend ab 15 Uhr sein 20-jähriges Bestehen in der Radelandhalle.

Bärbel Schmidt ist seit 2008 Vorsitzende des Seniorenbeirats. Quelle: Josefine Sack

Der Seniorenbeirat blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Insgesamt fünfmal sind die von der Gemeindevertretung berufenen Mitglieder innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte schon umgezogen. Mitte der 1990er Jahre hatten sie ein Büro bei der Volkssolidarität. Als diese ihre Sozialstation westlich der Bahnstrecke schloss, zogen die Senioren ins Mehrzweckgebäude des Sportplatzes. Als die Räumlichkeiten für andere Zwecke benötigt wurden, kamen sie im Rathaus unter, später in der Gemeindebibliothek.

Seniorenleben findet in der „Villa Mosaik“ statt

Seit der Eröffnung der „Villa Mosaik“ hat der Seniorenbeirat sein Domizil in der Stubenrauchstraße 17. Auf eine eigene Begegnungsstätte warten die Ruheständler vergeblich. „Die Gemeinde hatte stets andere Prioritäten“, bedauert Bärbel Schmidt und fordert: „Irgendwann sind auch mal die Senioren dran.“ Ein Treff – eigens für die Älteren – „das wäre der Hit zum 20. Jubiläum geworden“, so die Vorsitzende des Beirats. Doch die „genügsamen Rentner“ seien nicht laut genug gewesen.

Ihr Domizil haben die Ruheständler in der „Villa Mosaik“. Quelle: Josefine Sack

Und so quetschen sie sich weiter in den Raum im Untergeschoss der „Villa Mosaik“. Nicht nur der Seniorenbeirat tagt dort regelmäßig, auch der Keramikzirkel, die Handarbeitsgruppe, Arbeitskreise und Geburtstagsrunden treffen sich hier. Längst haben sich die Senioren an die eng getaktete Auslastung gewöhnt. Das eigentliche Problem bringt Schmidt auf den Punkt: „Mit einem offenen Treffpunkt würden wir wesentlich mehr Senioren in Eichwalde erreichen.“ Für diejenigen Älteren, die nicht in einer Arbeitsgruppe aktiv sind, fehlt bislang ein Ort zum Verabreden, an dem man bei Kaffee und Gebäck mit anderen Rentnern ins Gespräch kommen kann. Gerade im Alter bestehe die Gefahr zu vereinsamen, so Schmidt. Deshalb wolle sie sich weiterhin für eine Begegnungsstätte einsetzen.

Senioren haben seit 2010 in Gremien Rederecht

Seit seiner Konstituierung 1996 hat der Seniorenbeirat viel erreicht: Während das Gremium nach der Wende vor allem in mietrechtlichen Fragen, zu Rentenansprüchen und Versicherungen beriet, hat sich der Schwerpunkt der Arbeit später auf Mehrgenerationenprojekte und die Ausweitung der Freizeitangebote verlagert.

Hintergrund

Der Seniorenbeirat Eichwalde besteht aus zehn Mitgliedern ab einem Alter von 60 Jahren. Diese werden für fünf Jahre von der Gemeindevertretung berufen.

Das Gremium vertritt die Interessen der Senioren. 2000 der mehr als 6000 Einwohner in Eichwalde sind im Rentenalter.

Im Haushalt plant die Gemeinde auch Geld für die Senioren ein. Der Beirat ist der Gemeinde gegenüber rechenschaftspflichtig.

2010 erkämpften sich die Senioren das Rederecht in den Ausschüssen der Gemeinde. Die Gemeindevertretung änderte eigens dafür ihre Hauptsatzung. Zuletzt engagierte sich der Beirat für altersgerechtes Wohnen in Eichwalde. Anders als in Zeuthen oder Wildau fehlen nicht nur Wohnheime, auch eine Sozialstation gibt es nicht. Dennoch blickt die Arbeitsgruppe „Wohnen und Leben im Alter“ hoffnungsvoll in die Zukunft: Der Awo-Kreisverband Dahme-Spreewald plant in der Tschaikowskistraße eine seniorengerechte Wohnanlage. Zumindest hat die Awo dort ein Grundstück erworben. An die 100 Wohnungen könnten unweit der Dahme entstehen.

Von Josefine Sack

Noch haben hierzulande Fachhochschulen wie die Technische Hochschule Wildau kein Promotionsrecht. Doch dank einer sehr engen Kooperation mit einer römischen Universität gibt es auch an der TH Wildau Promovierende. Eine überaus erfolgreiche Zusammenarbeit, die bereits so einige herausragende Arbeiten hervorgebracht hat.

21.07.2016

Mit dem Beginn der Saison hat die Stadt Königs Wusterhausen die Eintrittsgelder für ihr kommunales Strandbad in Neue Mühle moderat erhöht. Die Stadtverordneten konnten dem aber erst im Nachtrab zustimmen. Bürgermeister Lutz Franzke entschuldigte sich dafür bei ihnen.

21.07.2016

Der berufliche Alltag von Peter Kirschke erfordert Organisationstalent und einen ausgeprägten Ordnungssinn. Der 20-Jährige, der im zweiten Lehrjahr den Beruf Fachkraft für Lagerlogistik erlernt, bringt diese Voraussetzungen mit. Er erhält die Auszeichnung „Lehrling des Monats“ der Handwerkskammer Cottbus.

20.07.2016
Anzeige