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20 Millionen Euro für Bildungsinfrastruktur

Königs Wusterhausen 20 Millionen Euro für Bildungsinfrastruktur

Der Zuzug in die Stadt Königs Wusterhausen hält unvermindert an. Die Schulen und Kitas in Zeesen, Zernsdorf sowie in der Kernstadt platzen aus allen Nähten, sodass die Stadt in den nächsten drei bis vier Jahren allein in die Infrastruktur im Bildungssektor etwa 20 Millionen Euro investieren muss. Priorität hat der Schulneubau in Zeesen.

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Bürgermeister Lutz Franzke (SPD).

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. Im Rathaus in Königs Wusterhausen läuft es nach Auffassung einiger Abgeordneter derzeit nicht so ganz rund. Entscheidungen zur Führungsriege sowie zur Schulstruktur der Stadt sind überfällig. Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) stellt sich der Kritik.

Das Personalkarussell drehte sich in jüngster Zeit im Rathaus schneller als die dortigen Bauarbeiten vor-angingen. Ist die Führungsriege nach der Trennung beziehungsweise Beurlaubung von zwei Fachbereichsleitern nun wieder komplett?

Lutz Franzke : Nein, aber ich habe dem Personalrat versprochen, dass bis Jahresende alle fünf Fachbereichsleiter an Bord sind. Zumal im Oktober mit Werner Blume auch noch der langjährige Fachbereichsleiter Zentrale Dienste und Bürgerservice in den Ruhestand geht.

Was sagen Sie zu dem Vorwurf einiger Bürger, dass die Verwaltung seit Monaten mehr mit sich selbst als mit den Alltagssorgen der Bürger beschäftigt ist?

Franzke : Es ist nicht verwunderlich, dass das Ergebnis nicht ganz so optimal ausfällt, wenn an wichtigen Schaltstellen das Leitungspersonal fehlt. Bei anhaltend hoher Dynamik werden wir vor allem den Bereich Vergabeverfahren verstärken. Aus unseren Fehlern haben wir gelernt.

Wie viel kostet denn letztlich der Rathauskomplex und wann ist er endlich fertig?

Franzke: Die Restarbeiten auch an den Außenanlagen werden Ende dieses Monats abgeschlossen. Die Gesamtkosten für das Rathausensemble belaufen sich dann auf 8,9 Millionen Euro einschließlich Außenanlagen und Grunderwerb.

Erfreulicherweise ist der Zuzug nach Königs Wusterhausen ungebrochen. Aber wie lange wollen Sie die Eltern noch auf Entscheidungen im Bereich Schule und Kita warten lassen?

Franzke : Zur Infrastruktur im Bildungssektor wird es im September eine Sondersitzung der Stadtverordneten geben. Parallel dazu finden Bürgerinformationen statt. In den nächsten drei bis vier Jahren investiert die Stadt allein in diesem Sektor etwa 20 Millionen Euro.

Das klingt nicht gerade nach einem Pappenstiel. Sind die Eckpfeifer gesetzt?

Franzke : Priorität hat der Erneuerungsbau der Grundschule in Zeesen. Hier beginnen die Planungen noch in diesem Jahr. Bis zur Fertigstellung des Neubaus nehmen wir einen zusätzlichen Hortbetrieb für die künftigen drei ersten Klassen im alten Kita-Gebäude in der Puschkinstraße auf.

Was aber geschieht in Senzig, in Zernsdorf sowie in der Kernstadt, wo die Schulen gleichfalls aus allen Nähten platzen?

Franzke : In Senzig haben wir jetzt für fünf Jahre Container gemietet, die mit Beginn des Schuljahres in Betrieb gehen. Im nächsten Jahr können die Planungen für einen Schulneubau beginnen, wobei noch beide Standorte – Ringstraße und Bullenberg – im Rennen sind. In Zernsdorf fehlen vor allem Kitaplätze. Hier ist die Stadt mit dem Investor der Anlage „Wohnen am See“ im Gespräch, so dass dort möglicherweise eine kleine Kita mit 80 Plätzen entstehen könnte, die dann nicht kommunal, sondern von einem freien Träger betrieben wird.

Verbleibt die Kernstadt damit in der Warteschlange?

Franzke : Keineswegs. Im Frühjahr beginnt der etwa sechs Millionen Euro teure Ersatzneubau der Inte-grationskita „Spielspaß“ direkt hinter dem Lidl-Markt. Bezüglich der Erweiterung der Erich-Kästner-Grundschule sind derzeit verschiedene Varianten im Gespräch. Eine wäre die Aktivierung der ehemaligen Grundschule III in der Erich-Weinert-Straße, in der sich gegenwärtig die Schule des Zweiten Bildungsweges befindet. Außerdem bietet sich der derzeitige Standort der Kita „Spielspaß“ in der Rosa-Luxemburg-Straße als künftiger Bildungscampus an.

Ein Novum: Am 8. September tagen die Abgeordneten der beiden Städte Königs Wusterhausen und Wildau erstmals gemeinsam. Ist der große Ankermieter für den Technologiepark auf dem Funkerberg gefunden?

Franzke : Hier gibt es zwei positive Nachrichten. Zum einen wird die Erschließung der ersten zehn Hektar des Technologieparks vom Land Brandenburg gefördert. Außerdem ist der Bau eines Radweges vom Funkerberg über Wildau und Zeuthen bis zum Kreisverkehr nach Kiekebusch in greifbare Nähe gerückt. Ein Ankermieter steht allerdings noch aus. Das wird die Nagelprobe für den renommierten Dienstleister Drees & Sommer, dem die Stadt die Vermarktung des Areals übertragen hat.

Ihre Amtszeit läuft im nächsten Jahr aus. Wollen Sie dann mit 63 Jahren noch einmal für das Bürgermeisteramt kandidieren?

Franzke: Die Eröffnung des sanierten Amtsgerichts Königs Wusterhausen, des Flughafens BER sowie einer modernen Grundschule in Zeesen würde ich schon gern noch als Bürgermeister der Stadt Königs Wusterhausen erleben. Aber die finale Entscheidung dazu habe ich noch nicht getroffen.


Von Franziska Mohr

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