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Dahme-Spreewald 200 000 Euro pro Jahr für Beleuchtung
Lokales Dahme-Spreewald 200 000 Euro pro Jahr für Beleuchtung
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05:13 07.10.2017
Alte Straßenlaternen wie diese in der Zeuthener Ahornallee sollen künftig durch LED-Laternen ersetzt werden Quelle: Oliver Becker
Zeuthen

Moderne Beleuchtung in Zeuthen: Die Gemeindevertretung beauftragte das Rathaus in ihrer jüngsten Sitzung, die Straßenbeleuchtung in der Kommune auszubauen und den Altbestand auf LED-Technik umzurüsten. Für das Bauprogramm Straßenbeleuchtung soll über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich 200 000 Euro investiert werden. In Zeuthen entspreche in vielen Straßen die Beleuchtung nicht den Regeln der Technik und damit nicht den Anforderungen an einen sicheren Haus-zu-Haus-Verkehr – so die Begründung im Beschlusstext. In einigen Straßen sei gar keine Beleuchtung vorhanden, in anderen würden die Leuchtmittel noch Quecksilber beinhalten oder der Abstand zwischen den Leuchten sei nicht normgerecht. Ein Handeln sei angezeigt – so die Ausführungen weiter.

„Die Beleuchtung ist Daseinsvorsorge und Pflichtaufgabe jeder Gemeinde. Die vorhandene Technik entspricht lange nicht den Sicherheitsanforderungen, die wir haben. Deshalb ist es notwendig, dass dieses Straßenbeleuchtungsprogramm aufgelegt wird“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) der MAZ. Heute gebe es rund zehn Kilometer unbefestigte Straße in der Gemeinde. Dort sei die Beleuchtung schlecht. „Unser Straßenausbauprogramm für die unbefestigten Straßen, wo wir Fahrbahn, Gehwege und Beleuchtung bauen, wird zügig umgesetzt – so dass ich optimistisch bin, dass wir das Thema in fünf Jahren abgearbeitet und keine unbefestigten Straßen mehr haben“, so Burgschweiger. Im Zuge dessen würde zwar auch die Beleuchtung dieser Straßen erneuert. Weiter müssten aber in vielen anderen Straßen der Kommune die Straßenlaternen modernisiert werden. Gerade in Straßen mit Kopfsteinpflaster seien die Leuchten 30 bis 40 Jahre alt und entsprächen nicht mehr den Standards.

Alte Laternen haben häufig keinen Blendschutz

Das Programm Straßenbeleuchtung geschehe parallel zu dem Ausbau unbefestigter Straßen und sei gerade für jene Straßen gedacht, in denen die Fahrbahn nicht in absehbarer Zeit modernisiert, aber die Beleuchtung veraltet und auf den neuesten Stand gebracht werden müsse. Ein besonderes Problem der veralteten Technik sei zudem, dass viele keinen Blendschutz haben und neben Straßen und Gehwegen auch auf Grundstücke, in Häuser und Schlafzimmer hineinleuchten. Mit den neuen LED-Lampen könnte dies verhindert werden – sie hätten einen begrenzten Lichtpegel. Zudem könnte ein Energiespareffekt erzielt werden – die Lampen würden bei längerer Helligkeit das Licht dimmen und angepasst an verschiedene Dämmerungszeiten weniger hell leuchten. „In den nächsten zehn Jahren wollen wir alle Straßen gut ausleuchten“, so Burgschweiger. Neben den eingeplanten 200 000 Euro pro Jahr an Investitionen habe man sich in der Gemeindevertretung zudem verabredet, nicht verwendete Mittel von anderen Projekten ebenfalls für die Modernisierung der Beleuchtung zu nutzen, so Burgschweiger. Auch die Anwohner werden zur Kasse gebeten – rund 60 Prozent der Gesamtkosten müssen sie tragen.

Anwohner müssen 60 Prozent der Kosten tragen

„Zeuthen ist dunkel. Wir fordern seit Jahren eine Umrüstung auf LED“, sagte Nadine Selch (CDU). Die 200 000 Euro sei nur die Summe, die die Gemeinde zahlt. Gesamtkosten von 4,9 Millionen Euro müssten in die Beleuchtung in den nächsten zehn Jahren investiert werden, damit diese dem Standard entspreche. Mit rund 60 Prozent müssten die Anwohner die Restkosten tragen.

„Das Programm ist sinnvoll, da wir in eigenen Teilen Zeuthens sehr unausgeleuchtet sind“, sagte Dieter Karczewski (BfZ). Man habe vor Ort viele Meter Straße, in denen die Beleuchtung veraltet sei, aber die Fahrbahn auf absehbare Zeit nicht erneuert werde. Neben der Beleuchtung müsse auch für die unterirdische Hinführung der Elektroleitungen gesorgt werden. „Die Umrüstung auf LED ist absolut sinnvoll, einfach um Energie zu sparen“, sagte Karl Uwe Fuchs (FDP). Fördermittel des Bundes im Zuge der Energiewende solle die Gemeinde künftig abrufen.

Von Oliver Becker

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