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200 Millionen Euro teure Wunschliste der Stadtplaner

Königs Wusterhausen 200 Millionen Euro teure Wunschliste der Stadtplaner

In einem Konzept für die kommenden Jahre ist beschrieben, wie sich Königs Wusterhausen entwickeln sollte. Ausreichender Wohnraum, bessere Busverbindungen und genügend Parkplätze für Autos und Fahrräder sind neben Neubauten von Schulen und Kitas die Ziele. Doch die Umsetzung hat ihren Preis.

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Für das geplante Fahrrad-Parkhaus am Bahnhof gibt es schon eine erste Studie. Bis 2019 soll es gebaut werden.

Quelle: Stadt Königs Wusterhausen

Königs Wusterhausen. Einiges wird wohl nur ein Wunsch bleiben, anderes ist durchaus realistisch. Das so genannte Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) für Königs Wusterhausen ist fortgeschrieben worden. Darin wird auf 132 Seiten grob umrissen, wie die Stadt sich bis 2040 verändern wird und was alles getan werden muss, damit ihre Bewohner sich wohlfühlen. Ergebnisse einer Bürger-Werkstatt sind teilweise eingeflossen.

So sieht das Areal für das künftige Fahrrad-Parkhaus heute aus

So sieht das Areal für das künftige Fahrrad-Parkhaus heute aus.

Quelle: Frank Pawlowski

Der Stadtrat hat das aktualisierte Konzept gerade beschlossen. Die Vorgängerversion war zehn Jahre alt. Der Bürgertreff am Fontaneplatz, der neue Bahnhofstunnel oder die Mühleninsel-Brücke sind einige der Vorhaben, die seither umgesetzt wurden. Das Insek ist aber kein Baurecht, sondern ein Wegweiser, wie Fachbereichsleiterin Michaela Wiezorek im Stadtrat betonte. „Die Fortschreibung ist ein sehr wichtiger Meilenstein und Voraussetzung dafür, Fördermittel vom Land zu bekommen.“ Geld aus Potsdam gibt es, wenn überhaupt, nur auf dieser Grundlage. Aber alleine könnte die Stadt das ohnehin nicht bezahlen. Vorhaben für insgesamt mehr als 200 Millionen Euro stehen auf der Insek-Wunschliste.

Die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs hat hohe Priorität und soll ab 2018 in Angriff genommen werden

Die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs hat hohe Priorität und soll ab 2018 in Angriff genommen werden.

Quelle: Frank Pawlowski

Der Bahnhof und sein Umfeld spielen weiterhin eine wichtige Rolle. Dringend empfohlen wird der Bau eines Fahrradparkhaus am Bahnhof mit 700 Stellplätzen, die geschätzten Kosten betragen 2,6 Millionen Euro, die Umsetzung soll bis 2019 erfolgen. Eine erste Studie wurde bereits vorgestellt, sie sieht auch eine Nutzung des Turms vor, ein Café und Ferienwohnungen könnten dort entstehen. Ebenfalls empfehlen die Insek-Autoren ein Parkhaus für Autos im Bahnhofsumfeld. Dieses acht Millionen Euro teure Vorhaben soll aber erst ab 2020 in Angriff genommen werden. Als dringlich wird hingegen der Ausbau des Bahntunnels in der Storkower Straße bis 2022 angesehen, mit 11,3 Millionen Euro ist er veranschlagt.

Bei einem Workshop im Frühjahr brachten Einwohner ihre Ideen für die Stadtentwicklung ein

Bei einem Workshop im Frühjahr brachten Einwohner ihre Ideen für die Stadtentwicklung ein. Etliche Hinweise wurden aufgenommen.

Quelle: Beate Vogel

Hohe Priorität hat die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Innenstadt, Ortsteilen und in die Region. 500 000 Euro sollen dafür bereitgestellt werden. „Die vorhandenen Verbindungen sind zu überprüfen und gemeinsam mit dem Verkehrsträger zu optimieren“, heißt es in dem Konzept.

Für den Wohnungsbai sind genügend Flächen da

In Königs Wusterhausen wird es in Zukunft ausreichend Wohnraum geben – theoretisch. Laut der Insek-Prognose steht dem rechnerischen Bedarf von weiteren 4900 Wohneinheiten bis zum Jahr 2040 ein Wohnungsbaupotenzial von rund 5900 Wohneinheiten gegenüber. Aktuell gibt es 18 500 Wohneinheiten in Königs Wusterhausen und den Ortsteilen, 9900 davon sind Mietwohnungen. Leitlinien zum Wohnungsbau in der Stadt sollen in einem gesonderten Beschluss im Dezember im Stadtrat verabschiedet werden.

Knapp 6000 Wohneinheiten könnten bis 2040 in der Stadt entstehen

Knapp 6000 Wohneinheiten könnten bis 2040 in der Stadt entstehen. Im Mühlenfeld an der B 179 wird schon gebaut.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Ein Schwerpunkt des Stadtkonzepts ist die Verbesserung der sozialen Infrastruktur, Maßnahmen für insgesamt 90 Millionen Euro sind vorgesehen, alleine 40 Millionen für den Neubau von Schulen und Kitas. Einige Vorhaben, wie in Senzig und Zeesen, sind schon auf den Weg gebracht worden. Das überarbeitete Stadtentwicklungskonzept ist im Rathaus erhältlich.

Von Frank Pawlowski

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