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Dahme-Spreewald 200 neue Häuser in Schulzendorf
Lokales Dahme-Spreewald 200 neue Häuser in Schulzendorf
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00:16 16.04.2017
Noch ist in der Ernst-Thälmann-Straße nur freies Feld zu sehen. 2023 sollen hier über 200 Häuser stehen. Quelle: oliver becker
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Schulzendorf

Schulzendorf wächst um über 200 Wohnhäuser. Der Projektentwickler Bonava plant den Bau eines neuen Wohnquartiers in Schulzendorf. Wo einst Ackerbau betrieben wurde sollen auf einem rund zehn Hektar großen Areal zwischen Ernst-Thälmann-Straße und Walter-Rathenau-Straße – besser bekannt als Quartier „Ritterschlag/Ritterfleck“ – bis voraussichtlich 2023 über 200 Wohnhäuser entstehen. Gebaut werden Reihen-, Doppel- und freistehenden Einfamilienhäuser. Spatenstich ist voraussichtlich im Frühjahr 2018, Bauende 2023.

Idealer Standort für Bauprojekt

„Schulzendorf wird auch in den kommenden Jahren weiterwachsen, denn hier finden Familien alles, was sie suchen: Eine hervorragende Anbindung nach Berlin, Kitas, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und vor allem viel Ruhe und Natur direkt vor der Haustür“, sagte Nicole Murglat von der Bonava. Man wolle ein bezahlbares Zuhause schaffen und das Quartier in den kommenden Jahren behutsam Stück für Stück weiterentwickeln. Die Planungen zur Erschließung und genauen Aufteilung der ersten Grundstücke liefen auf Hochtouren.

Verschiedene Haustypen geplant

Die verschiedenen Haustypen werden drei bis fünf Zimmer sowie rund 80 bis 150 Quadratmeter groß sein. Darüber hinaus sollen im Quartier großzügige Grünflächen entstehen. Neben einem zentralen Grünstreifen, der die beiden Teile „Ritterschlag“ und „Ritterfleck“ voneinander trennen wird, sollen im Umfeld des Viertels zudem zwei neue Spielplätze entstehen.

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„Wir schaffen hier nicht nur Wohnraum, sondern auch Orte für nachbarschaftliche Begegnungen. Unser Quartier soll ein Umfeld bieten, in dem sich alle Bewohner sofort wohlfühlen“, beschreibt Murglat das Konzept des deutsch-schwedischen Immobilienentwicklers.

Neben Häusern, Grünflächen und Spielplätzen ist der Bau von Straßen und Grundstücksauffahrten im Quartier vorgesehen. Radwege, die eine sinnvolle Ergänzung zum einseitigen und in eine Fahrtrichtung befahrbaren Radweg in der Ernst-Thälmann-Straße wären, sind hingegen nicht geplant.

Bedarf an Wohnung

„Den Bedarf an neuen Wohnungen gibt es. Bislang ist noch kein Investor auf einem Haus sitzen geblieben, weil er es nicht verkauft bekommen hat“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Kolberg. In den letzten Jahren stiegen die Immobilienpreise deutlich an. „Wir müssen immer im Kopf haben, dass der Flughafen bald ans Netz geht. Wenn das passiert, dann knallt es hier“, so der CDU-Politiker. Beim jüngsten Infrastrukturgipfel in der Region sei das Thema diskutiert worden. Mit entsprechenden Straßenbaumaßnahmen müsse einerseits das mit der BER-Eröffnung erwartete Verkehrschaos verhindert werden. Zum anderen würden Arbeitskräfte für den Flughafen gebraucht.

„Jedes Jahr kommen 1000 neue Arbeitskräfte in die BER-Umfeldregion und die müssen irgendwo wohnen“, so Kolberg. Die Zuzügler wollten direkt vor Ort wohnen, um kurze Wege zur Arbeit haben. Der Bau von Sozialbauwohnungen sei hingegen auf dem Areal nicht möglich. „Das ist ein privater Investor und das Grundstück nicht unser Eigentum“, so Kolberg.

1000 neue Einwohner

„Offensichtlich gibt es den Bedarf“, sagte Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke (parteilos). „Wir verzeichnen einen steten Zuzug. Die Baulücken werden geschlossen. Schulzendorf ist generell attraktiv zum Wohnen“, so der Bürgermeister. Waren es 1996 noch unter 6000 Einwohner, sind es heute 7600. „Wenn das Quartier Ritterschlag vollständig bezogen ist, kann man mit weiteren 1000 Einwohnern rechnen“, sagte Mücke. Neben dem östlichen Gebiet an der Freiligrathstraße, wo Bonava baut, gebe es zwei weitere angrenzende große Gebiete, wo Investoren bald mit der Erschließung beginnen und bauen.

Von Oliver Becker

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