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Dahme-Spreewald 249 alte Alleebäume in Zeuthen fallen
Lokales Dahme-Spreewald 249 alte Alleebäume in Zeuthen fallen
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18:49 08.04.2016
Die L401 wird ausgebaut, die alten Bäume fallen. Quelle: Uta Schmidt
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Zeuthen

Die Zeuthener Gemeindevertreter stimmten am Mittwochabend dem Ausbau der Landesstraße 401 zwischen der Alten Poststraße und der Friedensstraße zu. Damit nahm eine mehrere Monate währende Diskussion über die Fällung von 249 alten Alleebäumen und eine flüssigere Ortsdurchfahrung ihr Ende. Gut 40 Zuhörer verfolgten die Entscheidung der Gemeindevertreter, die bis zuletzt um die beste Lösung für dieses Verkehrsprojekt rangen. Oberste Priorität hatte dabei die Sicherung des Alleencharakters des Straßenabschnitts.

Die mehrmals geänderte Entwurfsplanung des Landesbetriebs Straßenwesen für den 2,3 Kilometer langen Bauabschnitt zwischen dem Goethebogen und der Ortsgrenze zu Eichwalde erhielt – mit nur einer Gegenstimme – eine breite Zustimmung quer durch alle Fraktionen. Sachbearbeiterin Angela Richel vom Landesbetrieb für Straßenwesen erläuterte die anstehenden Bauarbeiten. Insgesamt sollen 599 junge Bäume im Rahmen der Ausgleichspflanzung in die Erde kommen, 283 erhalten ihren Platz direkt an der L 401. Bestätigt wurde zudem eine Fahrbahnbreite von 6,5 Metern sowie die Anlage von straßenbegleitenden Grünstreifen und Wegen mit bis zu zwei Metern Breite. In zwei Ergänzungsanträgen sprachen sich die Gemeindevertreter außerdem für das Nachpflanzen von Großbäumen mit einer Höhe bis sieben Metern aus. Die Zeit der „Entwicklungspflege“ zum besseren Anwachsen der Bäume wird auf vier Jahre ausgedehnt. Ein externer Fachplaner soll den Prozess begleiten. Über die finanziellen Folgen für die Gemeinde muss der Finanzausschuss noch beraten.

Neupflanzen nach langen Abwägungen die beste Lösung

„Wir wollen mit diesen Maßnahmen wieder zu einem für Zeuthen typischen Ortsbild in der Goethe- und Seestraße kommen. Angesichts der Bedeutung und des Umfangs erscheinen die hierfür nötigen Mittel, gut eingesetzt zu sein“, sagte Jonas Reis (Grüne). Er forderte ebenso sicherere Lösungen für Radfahrer. „Nach langen Abwägungen sehen wir, dass die beste Lösung die Neupflanzung der Allee ist.“ Auch der Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses, Jörgen Hassler (SPD), verwies auf das Ringen um die optimale Lösung sowie die Notwenigkeit zur Schaffung von Kompromissen.

Der Straßenausbau ist eine Gemeinschaftsaufgabe des Landes und der Gemeinde, die auf eine zukunftsweisende Verkehrslösung für die nächsten 100 Jahre ausgerichtet ist. Dabei sollen sich auch Busse und Lkw mit Tempo 50 problemlos begegnen können. Zur Querung der Straße sind für Fußgänger vier Inseln im Straßenbereich vorgesehen, ein Kreisverkehr wird an der Friedensstraße an der Eichwalder Ortsgrenze gebaut. Der Ausbau des Straßenabschnitts an der L 401 kann nach diesem Beschluss spätestens 2019 starten. Finanziert wird das Projekt aus dem Landesprogramm zum Ausbau von Ortsdurchfahrten. Dafür werden in den nächsten fünf Jahren insgesamt 100 Millionen Euro vom Land zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung des begleitenden Gehweges erfolgt durch die Gemeinde, die dafür 225 000 Euro eingeplant hat.

Von Uta Schmidt

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