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260 110 Euro für gute Nachbarschaft am BER

Förderprojekte in Schönefeld 260 110 Euro für gute Nachbarschaft am BER

Mit Spenden und Sponsoring unterstützte die Flughafengesellschaft im Jahr 2016 180 Projekte für Kinder und Jugendliche. Damit will sie die Akzeptanz für den BER-Flughafen unter den Anwohnern verbessern und Ausgleich schaffen.

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Manfred Bobke-von Camen (hintere Reihe, 3. v. r.) von der Flughafengesellschaft mit Teilnehmern des internationalen Workcamps in der Zülowniederung in Teltow-Fläming.

Quelle: foto: Günter Wicker

Schönefeld. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) investierte 2016 genau 260 110 Euro in ihre Umlandarbeit. Die entsprechenden Projekte stellte die FBB in Schönefeld vor. Es wurden 180 Projekte für Kinder und Jugendliche in Vereinen, Schulen und Kitas durch Spenden, Sponsoring, Kostenübernahmen und Kulturpatenschaften unterstützt. Besonders gefördert wurden Sportaktivitäten, ebenso Projekte aus den Bereichen Kultur, Soziales und Bildung. Mit 57 Maßnahmen und einem Fördervolumen von 83 160 Euro engagierte sich die FBB am häufigsten im Landkreis Dahme-Spreewald, gefolgt vom Landkreis Teltow-Fläming. Auch die Berliner Randbezirke Treptow-Köpenick und Neukölln, ebenfalls betroffen vom Fluglärm, waren 2016 Teil der Umlandarbeit.

Umlandarbeit wichtiges Anliegen

„Die Umlandarbeit ist für uns ein wichtiges Anliegen. Denn wir sind auf gute Zusammenarbeit mit den BER-Anwohnern angewiesen“, sagte Manfred Bobke-von Camen, Geschäftsführer Personal der FBB. „Wir wissen, dass wir Betriebsgeräusche verursachen, die nicht allen gefallen, wollen aber ein guter Nachbar sein und haben eine Reihe an Aktivitäten ins Leben gerufen, die über das Schallschutzprogramm weit hinaus gehen“, so Bobke-von Camen weiter.

Einerseits sei die FBB Jobmotor in der Region mit vielen Arbeitsplätzen nach der BER-Eröffnung – im Flughafenbetrieb, bei Sicherheitsfirmen, der Bundespolizei und Gastronomie. Andererseits greife die FBB mit Fluglärm, Bauprojekten, Veränderungen von Natur und Landschaft in die Lebensplanung der Menschen ein. Deshalb, so Bobke-von Camen, sei man in der Verpflichtung, einen Ausgleich zu schaffen. Man habe Biotope und Waldstücke geschaffen sowie landwirtschaftlichen Genossenschaften geholfen und mit Biogas sowie Biowärme den Flughafenbau ökologisch begleitet. Darüber hinaus wolle die FBB Nachbarschaftshilfe leisten und Vereinen, Kitas und Schulen unter die Arme greifen, denen oft das Geld für Projekte fehle.

Internationales Workcamp

Zu den vorgestellten Projekten zählt das Programm Airport Campus – eine Vorlesungsreihe in Kooperation mit den Hochschulen im Umkreis. Seit 2008 haben 3200 Studierende an 49 Vorlesungen wie zu den Themen Masterplanerstellung im Verkehrsbereich, Wasseraufbereitung an Flughäfen und Fluglärmmessung teilgenommen. Seit 2005 findet ferner jedes Jahr ein internationales Workcamp in der Flughafenregion statt. Junge Menschen aus vielen verschiedenen Nationen weltweit engagieren sich in einem Austausch drei Wochen lang im Bereich der Landschaftspflege und stellen Parkbänke auf oder pflanzen Bäume in der Zülowniederung in Teltow-Fläming.

Seit 2013 hält die FBB Kulturpatenschaften mit dem Theater an der Parkaue in Berlin, den Schlosskonzerten in Königs Wusterhausen oder dem Puppentheater Parthier. Zielgruppe sind Kitas, Grund- und weiterführende Schulen. Lehrer, Erzieher, Schüler, Kinder aus dem BER-Einzugsbereich können sich für Theaterstücke anmelden und bekommen von der FBB kostenlos die Eintrittskarten. 3416 Kinder haben bereits teilgenommen.

Gemeinsamer Ausbildungstag geplant

Zudem werden Kindertouren durch den BER angeboten. Info-Tage zur Berufswahl und spezielle Touren für Schulen und Kitas, die man am Flughafen erlernen kann, werden veranstaltet. Azubis aus den Ausbildungsgängen Bürokaufmann, Luftverkehrskaufmann, Mechatroniker informieren über Zugangsvoraussetzungen. Im nächsten Jahr soll erstmals ein gemeinsamer Ausbildungstag mit Firmen, die am Flughafen tätig sind, stattfinden. FBB-Mitarbeiter nehmen zudem am bundesweiten Vorlesetag teil oder engagieren sich im Rahmen des Projekts Corporate Volunteering – legen Blumenbeete auf Schulinseln an oder pflegen Garten- und Parkareale wie jenes bei der Igelrettungsstation in Königs Wusterhausen. Ebenso richtete die FBB Asylbewerberheime ein und sammelt Materialspenden für Flüchtlinge.

Von Oliver Becker

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